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Firmengeschichte

1889 - American Gramophone Co.

    Emil Berliner, Quelle: [10] Emile Berliner.jpg

Am 23. April 1889 gründete Emil Berliner in den USA die "American Gramophone Co.", die die Verwertung seiner Erfindung übernehmen sollte. Die Firma produzierte einige wenige Grammophone und Schallplatten aus Vulcanite beziehungsweise Hartgummi, geriet allerdings bald in finanzielle Schwierigkeiten und brach nach kurzer Zeit zusammen. Die folgenden zwei Jahre verbrachte Berliner damit, das Grammophon technisch zu verbessern. Er ließ von einem New Yorker Uhrmacher einen Federantrieb entwickeln, der sich allerdings als nicht praxistauglich erwies, und engagierte einen Techniker namens Edward L. Wilson, der für ihn ein Grammophon mit Münzmechanik konstruierte.

1893 - ? - United States Gramophone Company

Erst im April 1893 wagte Berliner zusammen mit den Brüdern Fred und Will Gaisberg, die zuvor schon bei der "Columbia Graphophone Company" tätig gewesen waren, eine neue Firmengründung. Es entstand die "United States Gramophone Company" mit Sitz in Washington (1205 G Street NW), die die Erfindung kommerziell verwerten sollte und an die er seine Patente abtreten musste.
Bis zum Herbst 1894 verließen etwa 1.000 Grammophone und 25.000 Platten die Fabrik. Berliner veröffentlichte die erste gedruckte Bestellliste der verfügbaren Aufnahmen. Das Unternehmen bot neben den handbetriebenen Grammophonen auch zwei Luxusmodelle mit Elektromotoren an.

1895 - ? - Berliner Gramophone Company

1895 gelang es Berliner, eine Gruppe von Investoren aus Philadelphia für seine Erfindung zu begeistern. Es kam zur Gründung der "Berliner Gramophone Company", deren Anteile allerdings nur zum kleineren Teil Berliner selbst gehörten. Die "United States Gramophone Co." bestand parallel dazu als Inhaberin der Patente weiter. Das neue Unternehmen eröffnete in Baltimore (109 North Charles Street) eine Fabrik und begann mit der Fertigung von Geräten und Tonträgern.

1896 - ? - National Gramophone Company

1896 engagierte Berliner den Werbefachmann Frank Seaman, dessen Aufgabe es sein sollte, den Vertrieb der Berliner-Produkte zu übernehmen. Seaman gründete unter dem Namen "National Gramophone Company" ein eigenes Unternehmen und schloss mit der "Berliner Gramophone Company" einen auf fünfzehn Jahre Laufzeit ausgelegten Vertrag, der ihm die Exklusivrechte am Vertrieb aller Berliner-Erzeugnisse sicherte. Seamans brillante Werbekampagnen machten das Grammophon binnen kürzester Zeit weltweit bekannt und ließen die Verkaufszahlen der Platten und Geräte förmlich explodieren - im Geschäftsjahr 1898 konnte Berliner bereits 713.753 Schellackplatten absetzen. Berliners Erfindung lag nun in den Händen dreier voneinander unabhängiger Firmen. Die "United States Gramophone Company" hielt noch immer die Patente, die "Berliner Gramophone Company" produzierte Platten und Abspielgeräte, die "National Gramophone Company" beherrschte die Vermarktung.
1898 expandierte Berliner durch Gründung ausländischer Tochtergesellschaften, z.B. die britische "Gramophone Company" und der die "Deutsche Grammophon GmbH". (siehe weiter unten)

Im gleichen Jahr kam es zu einem Zerwürfnis mit Seaman dessen juristische Folgen zu Ungunsten Berliners ausgingen.
Frank Seaman hatte heimlich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Grammophonen und Schallplatten unter der Marke "Zonophone" begonnen, die technisch lediglich Plagiate der Geräte der "Berliner Gramophone Company" darstellten. 1899 gründete er für diesem Zweck die Firmen "United Talking Machine Company (UTMC)" und "International Zonophone Company" (siehe weiter unten).

Die "Gramophone Company" kaufte 1899 ein Bild, inklusive Urheberrecht, für insgesamt 100 Pfund von dem Maler Maler Francis Barraud um es in ihren Zeitungsannoncen zu verwenden. Dieser hatte 1898 seinen drei Jahre zuvor verstorbenen Hund Nipper beim Lauschen eines Edison-Phonographen porträtiert.

   Quelle: [10] OriginalNipper.jpg

Der ursprünglich dargestellte Edison-Phonograph wurde mit einem Berliner-Grammophon übermalt.
Zunächst wurde das Logo in Anzeigen verwendet.

   Logo "His Master's Voice" (Trade Mark Registered), Quelle: [1] Schallplatte

Ab dem 25. 06. 1900 war Berliner, aufgrund der rechtlichen Auseinandersetzungen zuvor, die Verwendung des Namens "Gramophone" in den USA verboten. Daraufhin sah er für sein amerikanisches Unternehmen keine Zukunft mehr. Berliner verkaufte alle seine US-amerikanischen Patente an Eldridge Johnson und siedelte nach Montreal über. In den folgenden Jahrzehnten leitete er sehr erfolgreich die kanadische Niederlassung seines Imperiums und nahm auch maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der britischen " Gramophone Company". (siehe weiter unten)

1909 änderte die "Gramophone Company", in Folge der Popularität, den Namen ihres Plattenlabels "Gramophone Records" in "His Master's Voice". Seither war es im Schriftfeld auf der Mitte der Platten, zusätzlich zum Aufdruck "Record Gramophone" sowie an vielen weiteren Stellen zu finden.

1924 verkaufte Berliner die Amerika-Rechte an dem Warenzeichen an die Victor Talking Machine Company, die 1929 in der RCA aufging.

1898 - 1931 - Gramophone Company (GB)

Berliner expandierte durch Gründung ausländischer Tochtergesellschaften, als deren Wichtigste im Jahre 1898 die britische "Gramophone Company" entstand.

Noch vor dem ersten Weltkrieg, übernahm die britische "Gramophone Company" die Marke "Zon-O-Phone". Sie wurde sowohl hier, als auch durch ihre deutsche Tochter benutzt.

Während des ersten Weltkrieges wurde die Verbindung zwischen der britischen "Gramophone Company" und der "Deutschen Grammophon AG" zerschlagen. Die Marke "Zon-O-Phone" gehörte jetzt sowohl der deutschen "Grammophon" als auch der englischen "Gramophone". Vorerst trugen die Schallplatten noch den Vermerk "International Zonophone Company" (siehe auch weiter unten).

1931 - ? - EMI

1931 Gründung der EMI als Nachfolgerin der britischen "Gramophone Company". In Europa und den Commonwealth-Ländern gingen die Rechte an dem Warenzeichen "His Master's Voice" auf diese über.
Später ist die Thomson-Gruppe, zu der RCA-Victor gehört, Rechteinhaber des Warenzeichens für den amerikanischen Kontinent.
In Japan blieben die Rechte bei der Victor Company of Japan (JVC), der ehemaligen japanischen Tochter von Victor Talking Machine Company.

06.12.1898 - 27.06.1900 - Deutsche Grammophon GmbH

Am 06.12.1898 gründete die britische "Gramophone Company" ein Tochterunternehmen, die "Deutsche Grammophon GmbH", auch "Deutsche Grammophon-Gesellschaft", mit Sitz in Hannover, geleitet von Berliners Bruder Joseph.

   Quelle: [10] Deutsche Grammophon Logo.svg

Am 07.03.1900 meldete die Deutsche Grammophon GmbH vorsorglich das Wort "ZONOPHON" für Grammophon- und Schallplatten zur Zeichenrolle des Kaiserlichen Patentamtes an. Am 14.06.1900 wurde die Marke unter Nr. 44324 eingetragen.

Am 27.06.1900 wird die "Deutsche Grammophon GmbH" in "Deutsche Grammphon AG" umfirmiert. Der Firmensitz wird nach Berlin verlegt.

27.06.1900 - ? - Deutsche Grammophon AG

Am 27.06.1900 wird die "Deutsche Grammophon GmbH" in "Deutsche Grammphon AG" umfirmiert. Der Firmensitz wird nach Berlin verlegt.
1900 sicherte sich Emil Berliner auch für die "Deutsche Grammophon" das Warenzeichen "His Master's Voice" und "Nipper" als Werbemotiv, insbesondere um damit den amerikanischen Markt zu bedienen.

   Logo "Die Stimme seines Herrn" (Eingetragene Schutzmarke), Quelle: [1] Schallplatte

Das Logo "Die Stimme seines Herrn" erschien kurz danach zusätzlich zum Aufdruck "GRAMMOPHON" im Schriftfeld auf der Mitte der Platten.
1901 sind bereits 5.000 Titel im Katalog der "Deutschen Grammphon AG".

Ab 1903 ist die Verwendung des Logos "Die Stimme seines Herrn" auf den Blechdosen für Grammophonnadeln nachweisbar.

   Quelle: [1]

Während des ersten Weltkrieges wurde die Verbindung zwischen der britischen "Gramophone Company" und der "Deutschen Grammophon AG" zerschlagen.
Die "Deutsche Grammophon AG", als ehemalige Tochter der "Gramophone Company", führte in Deutschland die Marke "Zon-O-Phone" weiter.
Sowohl englische, wie auch deutsche Platten trugen noch den Vermerk "International Zonophone Company", obwohl die Marke jetzt sowohl der deutschen "Grammophon" als auch der englischen "Gramophone" gehörte.
Erst die letzten "Zonophone"-Platten (Ende des ersten Weltkriegs) trugen dann den Vermerk: "Hergestellt von der Deutschen Grammophon AG".

   Quelle: [1] Plattenhülle         Quelle: [1] Plattenhülle

1917 wurde die "Deutsche Grammophon AG" an die Leipziger "Polyphon Musikwerke AG" verkauft.

1887 - 1907 - Polyphon-Musikwerke

1887 gründet Gustav Brachhausen in Leipzig die "Polyphon-Musikwerke" als Hersteller von "Polyphon"-Apparaten zur Wiedergabe von gestanzten Stahlplatten vermittels Stimmkämmen.

1905 wird die Produktion um selbstspielende Klaviere, Grammophone und Schallplatten ("Polyphon Record") erweitert.

1887 - ? - Polyphon-Musikwerke A.G.

1907 firmiert man als "Polyphon-Musikwerke Aktien-Gesellschaft" in Leipzig-Wahren. Inseriert wurden auch Saiteninstrumente, Orchestrions und "Schatullen".
Bis Anfang des ersten Weltkriegs auch Vertrieb in England unter den Schallplatten-Marken "Klingsor" und "Pilot".

1917 wurde die "Deutsche Grammophon" durch "Polyphon" erworben.
Die Firmierung "Deutsche Grammophon-Aktiengesellschaft" wurde bis zum Ende des 2. Weltkrieges weiter geführt. In den Jahren 1937/38 tauchte auf den Plattenetiketten jedoch auch die Firmierung "Deutschen Grammophon-G.M.B.H." auf (siehe Schellackplatten unten). Diese Zusammenhänge sind momentan leider unbekannt.

Nach dem 1. Weltkrieg wird für Export die "Nordisk Polyphon Aktieselskab" gegründet. Das Etikett ähnelt dem der "Grammophon", wegen Lizenzstreit jedoch mit anderem Logo statt des bekannten Hundes. Gepresst werden die Platten in Hannover in den Produktionshallen der "Grammophon".

    
    
    
Quelle: [1] Schallplatte      Quelle: [1] Plattenhülle      Quelle: [1] Plattenhülle      Quelle: [1] Plattenhülle

1924 erscheint die Marke "Polydor".
Deutsche "Polyphon"-Platten erhalten ein weißes oder ein rotes vollflächiges Etikett ähnlich dem gezeigten Logo.

Die Schallplattenmarke "Polyphon" hält sich bis in die 50er Jahre in Skandinavien.

1899 - United Talking Machine Company (UTMC)

Frank Seaman gründete, trotz eines bestehenden Exklusivvertrages mit Berliner, die Firma "United Talking Machine Company (UTMC)" und begann, auf eigene Rechnung Platten und "Zonophone" zu fertigen.
Bereits vorher hatte er heimlich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Grammophonen und Schallplatten unter der Marke "Zonophone" begonnen, die technisch lediglich Plagiate der Geräte der "Berliner Gramophone Company" darstellten.

1899 - ? - International Zonophone Company New York

Im gleichen Jahr gründete Seaman noch die Firma "International Zonophone Company" in New York.
Diese galt als größter Konkurrent der "Berliner Gramophone Company". Teilweise wurden unter der Marke "Zon-O-Phone" auch Raubpressungen der "Gramophone Company" vertrieben, was wieder zu Rechtsstreitigkeiten mit Emil Berliner führte.
1901 expandierte auch Seaman nach Europa. Er gegründete eine Filiale der "International Zonophone Company" in Berlin.

1901 - 1925 - International Zonophone Company Berlin

Die, 1901 in Berlin gegründete Filiale der "International Zonophone Company" galt als größter Konkurrent der "Berliner Gramophone Company". Teilweise wurden unter der Marke "Zon-O-Phone" auch Raubpressungen der "Gramophone Company" vertrieben, was wieder zu Rechtsstreitigkeiten mit Emil Berliner führte.
1925 Umbenennung in ELECTROLA GmbH. Auch hier ähnelte das Logo anfangs noch dem von "Zonophone".

    
    
    
Quelle: [1] Schallplatte      Quelle: [1] Plattenhülle      Quelle: [1] Plattenhülle      Quelle: [1] Plattenhülle

Quellen: [4], [10]


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Letzte Änderung dieser Seite: 16.05.2015