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Firmengeschichte

Carl Elof Lindström gründete 1897 in Berlin eine mechanische Werkstatt, mit der er sich auf die Produktion mechanischer Tonaufnahme- und Wiedergabegeräte nach den Prinzipien des Phonographen und des Grammophons konzentrierte.
Als Marke für die Tonträger wurde "Parlophon" eingeführt. "Parlophon" wurde zur Stammmarke der späteren Firmen. Für das Auslandsgeschäft wurde die Marke "Parlophone" verwendet.

   Quelle: [1] Plattenhülle

Werbung 1927, Quelle: [10] Carl Lindstrom Parlophone ad.jpg

1904 - 1908 - Carl Lindström GmbH

1904 gründete Lindström die "Carl Lindström GmbH", gemeinsam mit den Bankkaufleuten Max Straus und Heinrich Zuntz, welche vorher bereits die Lindström-Produkte vertrieben hatten und jetzt ihr Kapital einbrachten.
Das "£", oder teilweise "L", findet sich auf Schallplatten aller Marken aus dem Hause Lindström wieder.

   Quelle: [1] Plattenhülle

1908 - ? - Carl Lindström AG

1908 wurde die GmbH zwecks Kapitalbeschaffung in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Das Unternehmen richtete Aufnahmestudios ein und erwarb 1911 mit der International "Talking Machine Company" die Plattenmarke "Odeon". Diese wurde künftig in Deutschland zur Hauptmarke.
Bereits 1904 wurde die Schallplattenbranche durch die kleine Firma "Odeon" mit einer Sensation bereichert. In aller Stille entwickelte sie in Berlin die doppelseitig bespielte Schallplatte, die erstmalig auf der Frühjahrsmesse in Leipzig in jenem Jahr vorgestellt wurde.
Noch weitere technische Innovationen kamen von "Odeon", so die ersten großformatigen Platten (25, 27 und 30 cm Durchmesser).

   Quelle: [1] Plattenhülle        Logo "Tempel" 1904, Quelle: [1] Plattenhülle

Weitere Rechte und Warenzeichen wurden durch das Unternehmen aufgekauft. So "Jumbo", "Jumbola", "Fonotipia", "Beka" (Bumb & Koenig) und Anteile an weiteren Unternehmen. Beka wurde bei Lindström als "Billig-Marke" geführt - deswegen erscheinen hier häufig Orchester unter Sammelpseudonymen.

   Quelle: [1] Plattenhülle        Quelle: [1] Plattenhülle

1913 übernahm Lindström die "Grünbaum & Thomas AG" mit den Marken "Lyrophon", "Dacapo" und "Favorit". Damit war das Unternehmen der größte Schallplattenproduzent auf dem europäischen Kontinent.
Auch im außereuropäischen Ausland sowie in Südamerika wurden Presswerke betrieben. Der Berliner Stammbetrieb produzierte 1925 rund 150.000 Schallplatten und 1.000 Sprechmaschinen täglich.
Die AG beteiligte sich auch an der Ufa. Weitere Töchter waren die "Kristall-Schallplatten-GmbH" mit den Marken "Kristall", "TRUSO" und "Imperial" sowie die "Frey Radio-GmbH".

   Quelle: [1] Schallplatte

   Quelle: [1] Schallplatte

Mit anderen Plattenfirmen gab es "Gemeinschaftswerke" mit Markenbeteiligungen z.B. "Derby", "Gloria". Zwischen 1925 und 1927 war eine solche Gemeinschaftsmarke "Armada". Es handelt sich hier um 15 cm-Platten für Kindergrammophone.

   Quelle: [1] Schallplatte

Weitere 15 cm-Platten für Kindergrammophone wurden in den 1920er Jahren unter der Marke "PIGMYNETTE" produziert.

   Quelle: [1] Plattenhülle       Quelle: [1]

Derby wurde ab 1926 zunächst als braune 25cm Platte hergestellt, nach 1928 als blaue 20cm Platte.
Gloria wurde 1932 als billige Platte zum Ersatz der eingestellten Derby Serie eingeführt.

Quelle: [1]                 Quelle: [1] Schallplatte

1926 wurde die "Lindström AG" mehrheitlich von der britischen "Columbia" erworben. Die "Columbia" brachte die Rechte am neuen elektrischen Aufnahmeverfahren in die Firma ein. Es konnte dadurch von der "Lindström AG" genutzt werden.

   Quelle: [1] Plattenhülle

1931 fusionierte die Columbia (einschl. Lindström) mit der Gramophone Company zum EMI-Konzern.

Ab 1936 wurde im Deutschland das Tochterunternehmen "Brandenburgische Metallverarbeitungs-GmbH" gegründet welches die Produktion in Deutschland übernahm.
Diese Gesellschaft wurde im zweiten Weltkrieg wegen des britischen Großaktionärs unter "Feindvermögensverwaltung" gestellt.
Mit Kriegsende übernahmen die Alliierten die Kontrolle.

Trotz starker Kriegsschäden konnte die, im amerikanischen Sektor Berlins, liegende Fabrik wenige Monate nach Kriegsende die Produktion von Schallplatten und Plattenspielern wieder aufnehmen.
1951 erfolgte wieder eine Umwandlung zur "Carl Lindström GmbH".

1953 Verlegung des Firmensitzes nach Köln-Braunsfeld. Bis 1972 trugen Zweige von EMI weiterhin den Namen Carl Lindströms.

1972 wurden die "Electrola GmbH" und die "Carl Lindström GmbH" zur "EMI Electrola GmbH" verschmolzen.

Quellen: [10], [197]


Meine Modelle von dieser Firma:

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Letzte Änderung dieser Seite: 16.05.2015