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Firmengeschichte

1895 - 1898 - Kalliope Fabrik mechanischer Musikwerke, Espenhain, Wacker & Bock

1895 tritt Gustav Max Espenhain in die Firma "Wacker & Bock" ein. Es erfolgt eine Umbenennung in "Kalliope Fabrik mechanischer Musikwerke".
Firmeninhaber waren Gustav Max Espenhain, Christian Heinrich Richard Bock und Emil Moritz Anton Wacker.
Der Firmensitz war in Leipzig-Gohlis, Dorotheenstr.20.
"Kalliope" war neben der "Grammophon" die älteste Plattenmarke in Deutschland. Die ersten Platten entstanden weit vor dem ersten Weltkrieg.

1898 - 1919 - Kalliope Musikwerke AG

Am 18.5.1898 wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft mit einer Einlage von 600.000 Mark umgewandelt.
Espenhain, Wacker und Bock waren die Inhaber der Aktien und bildeten auch den Vorstand.

1899 wurde der Firmensitz in die neuerbaute Fabrik in der Bitterfelder Str. 1 in Leipzig verlegt. Am 22.11. scheidet Gustav Espenhain aus dem Vorstand aus.

    Messewerbung 1907, Quelle: [197]

1908 scheidet Christian Bock aus dem Vorstand aus, ihm folgt Hugo Zetzsche.

   Quelle: [1] Schallplatte

1910 kauft "Kalliope" die Firma "Sächsische Holzwarenfabrik - Max Böhme AG" in Dippoldiswalde (Erzgebirge) und verlegt den Firmensitz dorthin.

1911 wurden die Immobilien in Leipzig für 500.000 Mark verkauft und Tochterunternehmen in Österreich-Ungarn und in Bodenbach (Podmokly) bei Tetschen (D??ín) gegründet. Durch die drohende Kriegsgefahr brachten jedoch diese Tochterunternehmen nicht den erwarteten wirtschaftlichen Erfolg.

1914 übernimmt "Kalliope" die "Anker-Phonogramm-Gesellschaft Berlin".
Im selben Jahr wird das Konkursverfahren gegen die "Kalliope Musikwerke AG" eröffnet.

1916 übernimmt die Firma "Menzenhauer & Schmidt Berlin" den Vertrieb der Marken "Kalliope" und "Anker".

Die "Kalliope Musikwerke AG" besteht noch bis 1917 in Liquidation weiter, und erlischt 1919.

1897 - 1931 - Menzenhauer & Schmidt Berlin

1897 Gründung der Firma Menzenhauer als Musikinstrumentenbau und Versand sowie als Musikhaus.

Nachdem bereits "Menzenhauer" 1916 den Vertrieb der Marken "Kalliope" und "Anker" übernommen hatte wurde dies nach dem Konkurs der "Kalliope Musikwerke AG" weitergeführt.

1919 war in einer Anzeige von "Menzenhauer" zu lesen:
"Alleiniger Hersteller der Menzenhauer Guitarr Zithern und Accord-Harmoniums, der KALLIOPE-Spieldosen und Notenscheiben, ANKER Resonanz-Musikapparate und Musik-Schallplatten sowie als Engrosvertrieb von Musikinstrumenten und Bestandteilen jeder Art."

1929 geriet, im Zuge der Weltwirtschaftskrise, auch "Menzenhauer & Schmidt" in Schwierigkeiten.

1930 gelingt noch die Einführung der unzerbrechlichen Schallplatte MELOCORD.

Im Februar 1931 meldet Menzenhauer Konkurs an. Bruno Castner (Isiphon Concert Record GmbH) erwirbt aus der Konkursmasse der "KALLIOPE" Studio und Teile des Matritzenbestandes (siehe weiter unten).

1920 - 1921 - Tegesti

Am 30.12.1920 wurde die "Vox-Schallplatten- und Sprechmaschinen-AG" unter den Namen "Tegesti" gegründet und am 19. Februar 1921 ins Firmenregister eingetragen. Die Muttergesellschaft der Vox und anderer Firmen war die "Hauptgesellschaft für Industrien", die von Otto Klung, Curt Stille und August Stauch gegründet wurde. Strauch, der sein Vermögen im Diamantenhandel in Südwestafrika gemacht hatte, war Hauptgeldgeber.
Noch 1920 erwarb dieses Unternehmen das, von 1907 bis 1908 gebaute, fünfgeschossige Bürohaus in der Potsdamer Straße 4 am Potsdamer Platz in Berlin, später bekannt als "Vox-Haus".
Am 10. Mai 1921 erhielt die Firma dann ihren späteren Namen, unter dem sie bekannt wurde.

1921 - 1929 - Vox-Schallplatten- und Sprechmaschinen-AG

Der Name "Vox" wurde nach dem lateinischen Wort für Stimme gewählt und als Handelsmarke geschützt. Der Werbegrafiker Wilhelm Deffke setzte dieses Wort als Markenzeichen grafisch um. Es entstand der (von ihm so genannte), im Profil gestaltete "Negerkopf", dessen Lippen zum Singen weit geöffnet sind und den Buchstaben "V" bildeten. Das "O" ließ sich in der runden Form des Auges wiedererkennen, das "X" ansatzweise in der Frisur.

   Quelle: [1] Schallplatte

Dieses charakteristische Markenzeichen erschien, meist rot gedruckt und in einer dreieckigen Umrahmung, auf den Schallplatten, aber auch auf den anderen Vox-Produkten.

Dazu zählten unter anderem ein Abspielgerät nach den Ideen des "Phonetikers" Dr. Curt Sille, bei welchem die Schalleitung von der Schalldose bis zum Resonanzkörper aus "eigenartig präpariertem Edel-Resonanzholz" hergestellt wurde, "wobei die Praktiken des alten italienischen Geigenbaues eine wertvolle Grundlage bildeten" (Vox-Nachrichten, Nr.3, 1926, p.1).
Außerdem noch das Koffergerät "Voxonette" und der "Vox-Konzert-Koffer". Bei diesen wurden Tonarme aus Metall verwendet.

Der Hauptsitz wurde bekannt als "Vox-Haus", wo sich auch das Aufnahmestudio befand.
Es gab weitere mechanische Werkstätten in Berlin-Friedenau, ein Montagewerk in Berlin SW, eine Plattenfabrik in Steglitz, eine Laufwerke-Fabrik in Winterbach, mehrere Gehäusefabriken für Plattenschränke in Bremen sowie in der Berliner Viktoriastraße 33 eine Rundfunk-Einkaufsstelle.

1922 wurden erste Schallplattenaufnahmen gemacht. Die "Vox" stellte sich erstmals auf der Leipziger Frühjahrsmesse vor.

Hergestellt wurden Schallplatten mit 25 und mit 30 cm Durchmesser, die für eine Abspielgeschwindigkeit von 80 U/min ausgelegt waren. Verkauft wurden sie zunächst in drei Preisklassen, die an den Farben der Etiketten (rot, grün und blau) zu erkennen waren.
Natürlich wurden auch Platten für die Ausstrahlung von Radiosendungen der "Berliner Funkstunde" aufgenommen, der erste deutsche Radiosender befand sich ja bekanntlich im gleichen Haus.

Eine Besonderheit waren 17,5-cm-Schellackplatten ohne Mittelloch, die nur mit einem Spezialteller abgespielt werden konnten.

Ab 1924 kamen erste Platten mit elektrischen Aufnahmen in den Handel, wofür ein hauseigenes Aufnahmeverfahren entwickelt wurde. Die Ergebnisse waren zunächst nicht befriedigend. Deshalb erfolgte auch noch keine Kennzeichnung auf den Plattenetiketten.

   Werbung 1923, Quelle: [113]

Ab 1925 kamen Kinderplatten mit 15 cm Durchmesser hinzu, die unter dem Markennamen "Teddy" verkauft wurden (Veröffentlichung des Etiketts für "Teddy"-Schallplatten unter Nr.339391 zugunsten der VOX AG, angemeldet am 5.5.25, erteilt am 26.9.25).

   Quelle: [1] Schallplatte

Von 1926 bis Mai 1927 erschien eine eigene Hauszeitschrift, die "Vox-Nachrichten - Blätter für Hausmusik". Vorher wurden die neuen Plattenangebote in monatlichen Listen in der "Phonographischen Zeitschrift" abgedruckt.
Ab 1926 kamen dann die ersten Platten mit den Bezeichnungen "Elektrische Aufnahme" oder "Elektro-Vox" auf den Markt.

   Quelle: [1] Schallplatte

1928 hatte "Vox" bereits schwer mit der Weltwirtschaftskrise zu kämpfen. Trotzdem versuchte man eine Rettung mit dem Verkauf neuer Aktien.

   Quelle: [19]

Im Frühjahr 1929 wurde aber trotzdem die Produktion der Schallplatten eingestellt. Es wurde Konkurs angemeldet. Die Produktionsanlagen in Steglitz gingen in den Besitz von "Isiphon" (siehe weiter unten).

Die Bestellnummern der Vox-Platten waren nach einem strengen System geordnet:

  • 1.000er - Orchesteraufnahmen
  • 2.000er - Damenstimmen
  • 3.000er - Herrenstimmen
  • 4.000er - mehrstimmigen Gesänge
  • 5.000er - Komik
  • 6.000er - Instrumentalaufnahmen
  • 8.000er - Orchesteraufnahmen
  • 10.000er - holländische Sprache
  • 20.000er - indische Sprache
  • 30.000er - schwedische Sprache
  • ab Nr. 35.000 - tschechische Sprache
  • ab Nr. 40.000 - finnische Sprache.
  • Die Kinderschallplatten fanden sich in der Teddy-T-Serie, für holländische Kinderschallplatten gab es die Teddy-HT-Serie und für Sprachkurse wurde die Sperling-SP-Serie eingerichtet.

    Eine Null oder ein Sternchen vor der Bestellnummer bekamen Schallplatten mit einem Durchmesser von 30 cm.

    Der nachgestellte Buchstabe hinter der Matrizennummer hatte folgende Bedeutung:

  • A - akustische Aufnahmen auf 30-cm-Platten für Deutschland
  • AA - elektrische Aufnahmen auf 30-cm-Platten für Deutschland
  • B - akustische Aufnahmen auf 25-cm-Platten für Deutschland
  • BB - elektrische Aufnahmen auf 25-cm-Platten für Deutschland
  • C - akustische Aufnahmen auf 30-cm-Platten für das Ausland
  • D - akustische Aufnahmen auf 25-cm-Platten für das Ausland
  • F - elektrische Aufnahmen auf 30-cm-Platten für das Ausland
  • G - elektrische Aufnahmen auf 25-cm-Platten für das Ausland
  • E - akustische Aufnahmen auf 15-cm-Platten für das Ausland
  • Z - akustische Aufnahmen auf 15-cm-Platten für Deutschland.
  • 1909 - 1919 - Internationale Schallplatten Industrie GmbH

    Gründung der "Internationalen Schallplatten Industrie GmbH" (I.S.I.) durch Bruno Castner in Leipzig.

    1919 wird die Firma geschlossen um im gleichen Jahr als "Internationale Schallplatten Industrie Bruno Castner" neu gegründet zu werden.

    1919 - 1925 - Internationale Schallplatten Industrie Bruno Castner

    1925 Gründung der "Isiphon Concert Record GmbH".

    1925 - 1932 - Isiphon Concert Record GmbH

    Das "Isiphon-Concert-Record"-Etikett war anfangs schwarz, dann rot.

       Quelle: [1] Schallplatte          Quelle: [1] Schallplatte          Quelle: [1] Plattenhülle

    Ende 1926 wird die Marke "Isiphon-Concert-Record", mit Einführung des elektrischen Aufnahmeverfahrens, auf "Electrocord" und im Jahr 1928 auf "Cordy" umgestellt.

       Quelle: [1] Schallplatte

    Im Frühjahr 1929 kamen die Produktionsanlagen der "Vox-Schallplatten- und Sprechmaschinen-AG" in Berlin-Steglitz in den Besitz von "Isiphon".

    1931 erwirbt Bruno Castner aus der Konkursmasse der KALLIOPE Studio und Teile des Matritzenbestandes.

    1932 Schließung und Umbenennung.

    1932 - 1939 - Isiphon Werke Internationale Schallplatten Industrie GmbH

    1932 aus Isiphon Concert Record GmbH und Electrocord GmbH wird die Isiphon Werke Internationale Schallplatten Industrie GmbH

    1939 wird die Firma endgültig geschlossen.

    Weitere Marken der ISI-Werke waren: ISI-Record, Electro-Cordy, Klangwunder, Daheim-Record, Hallo-Record.

    Quellen: [10], [197]


    Meine Modelle von dieser Firma:

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    Letzte Änderung dieser Seite: 23.04.2017