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Rundfunkgeschichte − 1936 bis 1946

01.01.1936 Der 150-kW-Nationalsender "Radio Romania" nimmt in Bod den regelmässigen Betrieb auf. Damit ist endlich die einwandfreie Radioversorgung Rumäniens gesichert.
15.01.1936 Mit einem Festprogramm wird in Berlin der neue Fernsehsender "Paul Nipkow" offiziell in Betrieb genommen. Nach dem Brand auf der Funkausstellung in Berlin (19. August 1935), dem auch der erste Paul-Nipkow-Sender zum Opfer fiel, war nur noch der Sender Tegel in Betrieb. Bereits am 23. Dezember 1935 erfolgte versuchsweise die Wiederaufnahme des Fernsehbetriebs, der in sieben öffentlichen "Fernsehstuben" empfangen werden konnte.
Mit Beginn der Sendetätigkeit des neuen Senders wird von Montag bis Freitag von 20 bis 22 Uhr ein Unterhaltungsprogramm ausgestrahlt.
19.01.1936 Der bulgarische Rundfunk führt bis August 1938 unregelmässige Sendungen für das Ausland ein. Tägliche Auslandsendungen werden ab 1945 ausgestrahlt.
16.02.1936 Die "KRO" strahlt über den Sender "PCJJ" in Huizen das erste regelmässige Kurzwellenprogramm aus. Von nun an werden die Landsleute in Asien, Afrika und Amerika drei Stunden pro Woche von der "KRO" im 19 und 31 m-Band bedient (15.220 u. 9.590 Khz).
01.03.1936 Auf der Leipziger Frühjahrsmesse wird das erste öffentliche Fernsehgespräch zwischen Berlin und Leipzig geführt.
30.03.1936 Der "Palestine Broadcasting Service" nimmt unter britischer Herrschaft den dreisprachigen Sendedienst auf. Die Studios, wo die Sendungen in Hebräisch, Arabisch und Englisch produziert werden, befinden sich in Jerusalem. Die 20 kW-Sendeanlage in der Nähe von Ramallah verbreitet die gebühren- und werbefinanzierten Programme auf 668 kHz.
Um Spannungen zwischen Juden und Arabern abzubauen, wird das hebräische Programm nicht wie zuerst geplant "Kol Eretz Israel" (Die Stimme des Landes Israel) genannt, sondern nach Einsprüchen von arabischer Seite in "Kol Yerushalem" (Stimme Jerusalems).
24.04.1936 "RCA" demonstriert der Presse ein 343-zeiliges, auf dem Zeilensprungverfahren basierendes System mit einer Bildrate von 30/s.
26.05.1936 Auf den Bahamas meldet sich mit 500 W die Station "ZNS" auf 600 kHz. Diese Frequenz wird 1947 Kuba zugeteilt, was ein Wechsel auf 1.540 kHz erfordert. Die staatliche Finanzierung von Radio Bahamas wird 1950 gestrichen, dafür wird Radiowerbung eingeführt.
01.06.1936 In Singapur beginnt die private kommerzielle Organisation "British Malaya Broadcasting Corporation" mit der Ausstrahlung von Rundfunkprogrammen.
29.06.1936 Der Sender am Empire State Building geht mit einem 343-zeiligen Bild in Betrieb. Es wird noch bis zum 7. Juli 1939 dauern, bis man die Bildqualität als "wert, hergezeigt zu werden" erachtet.
01.08.1936
Für die 11. Olympischen Spiele in Berlin wurde eine organisatorisch und technisch perfekte Schau vorbereitet. Der Aufwand sollte im Ausland von der Leistungsfähigkeit und der Friedfertigkeit Deutschlands überzeugen. Während der Olympischen Spiele wurde die Sendezeit des Fernsehprogrammes auf 8 Stunden täglich ausgedehnt. In 28 Fernsehstuben (25 in Berlin, 2 in Leipzig, 1 in Potsdam) zählte man etwa 160.000 Besucher.
Mit einer Weltsendung von eineinhalb Stunden über den Völkerbundsender "Radio Nations" in Richtung Nord- und Südamerika, Afrika, Asien und Australien, wird das Interesse nach einem regelmässigen Kurzwellendienst in der Schweiz wach. Noch im gleichen Monat wird der Kurzwellendienst ermächtigt, zu wöchentlichen Sendungen überzugehen.


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(100-m-Endlauf der Männer )

Die „Olympia-Kanone“, Fernsehkamera auf der Olympiade 1936 in Berlin, hinter der Kamera Walter Bruch
Quelle: [10] Telefunken-Bild, Berlin
28.08.1936
13. Große Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin vom 28.08. - 06.09.1936. TELEFUNKEN zeigte das erste Fernseh-Standgerät mit senkrecht stehender Bildröhre, den FE VI. Das Bild hatte die Größe von 31 x 36 cm und wurde im Spiegel des aufgeklappten Deckels wiedergegeben. Das Bild hatte bereits 441 Zeilen mit einer Bildwechselzahl von 25 Bildern/s. 1937 wurde dies zur Norm durch die Deutsche Reichspost eingeführt.
In England beginnt die BBC einen regelmäßigen Fernseh-Programmdienst. Nach Versuchen entscheidet man sich schließlich für ein 405-Zeilen-System.

Quelle: [35]
31.08.1936 Als tschechischer Auslandsrundfunk geht "Radio Prag" 10 Uhr auf Sendung. Neben Tschechisch, Slowakisch, Englisch und Deutsch wird auch in dreizehn weiteren Sprachen auf Mittelwelle gesendet.
25.10.1936 Der Ansager Heinz Goedecke präsentiert über den "Deutschlandsender Berlin" das erste Rundfunk-Wunschkonzert.
02.11.1936 Der erste Fernsehbetrieb für den Heimempfang wird von der "BBC" vom Alexandra Palaca aufgenommen. England erhebt den Anspruch darauf, den ersten echten Fernsehbetrieb für Private eingerichtet zu haben. Dieser Anspruch gründet sich auf die Tatsache, dass feinzeilige Fernsehempfänger schon auf dem Markt waren und dass die Regierung, die Postverwaltung und die "BBC" den Betrieb als ständiges Unterhaltungsmedium anerkannten. Abwechslungsweise kommen zwei verschiedene Systeme zum Einsatz ("Marconi/EMI" mit 405 Zeilen, "Baird" mit 240 Zeilen).
03.11.1936 In Kanada tritt ein neues Rundfunkgesetz in Kraft. Aus diesem Gesetz geht die "Canadian Broadcasting Corporation" (CBC) hervor.
19.11.1936 Im Feierabendhaus der "Badischen Anilin- und Sodafabrik" in Ludwigshafen wird ein Konzert der Londoner Philharmoniker mit einem "BASF"-Tonband magnetografisch aufgezeichnet. Diese erste Tonbandaufnahme (Bandgeschwindigkeit 1 m/s) ist heute noch gut erhalten.
30.11.1936 Das Baird-Fernseh-Versuchsstudio im Crystal Palace London brennt total aus.
Durch eine Konzessionsänderung schafft sich der Schweizer Bundesrat einen stärkeren Einfluss auf die "Schweizerische Rundspruchgesellschaft" (SRG). Es wird die Stelle eines Generaldirektors neu geschaffen und die Kompetenzen der einzelnen Radiogenossenschaften werden abgebaut.
18.12.1936 In Spanien werden alle Radiostationen der Militäraufsicht unterstellt.
1936 Aus Motala meldet sich erstmals ein schwedischer Kurzwellensender im Äther. Die Sendungen richten sich an Landsleute im Ausland.
Die Station "World Radio University" aus Boston nimmt in Scituate, an der Atlantik-Küste, einen neuen 20 kW-Kurzwellensender in Dienst.
Mit der Gründung der "Ypiressia Radiofonias" (Dienststelle für Rundfunksendungen) beginnt in Griechenland der systematische Aufbau zwar landesweit geplanter, jedoch vorerst noch regional operierender Rundfunksender. Die erste offizielle Radiosendung wird am griechischen Nationalfeiertag (25. März 1938) ausgestrahlt. Die Firma "Telefunken" liefert und unterhält den 15 kW-Regierungssender.
Der Niederländer Freek Kerkhoff beginnt mit der regelmässigen Ausstrahlung 30-zeiliger Fernsehbilder von seiner Wohnung in Eindhoven aus. Sein Sender mit dem Rufzeichen "PAOKT" arbeitet im 80 m-Band. 200 TV-Amateure in der Umgebung empfangen die sonntäglichen Darbietungen von 7 bis 8.30 Uhr mit selbstgebauten Geräten.
Die Polizei von Macau eröffnet die erste Radiostation "CQN". Der "Radio-Club von Macau" übernimmt fünf Jahre später die Station, die jetzt das Rufzeichen "CR9AA" erhält und mit 200 W auf 990 kHz sendet. 1954 wird die Station geschlossen.
Auf 7.120 kHz meldet sich in Tahiti die Amateurstation "FO8AA". Der Betrieb wird bis 1951 aufrechterhalten.
Mit der Verabschiedung des Rundfunkgesetzes in Südafrika wird die "South African Broadcasting Corporation" (SABC) aus der Taufe gehoben.


Plakat für den "Volksempfänger", 1936
Quelle: [13]

Quelle: [13]

01.01.1937 In Deutschland gab es 8.167.957 Rundfunkteilnehmer. Damit lag Deutschland an erster Stelle in Europa, vor Grossbritannien mit 7.960.573 Hörern.
Der katholische Missionssender in Portugal, "Radio Renascença", beginnt mit regelmäßigen Sendungen auf Mittel- und Langwelle. Gründer und Direktor der vom Staat unabhängigen Station ist Pater Lopes de Cruz.


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(Goebbels zum Volksempfänger)
19.01.1937 General Franco gründet "Radio Nacional de Espana". Ein mobiler 20 kW-Sender steht zunächst in Salamanca, fogt dem Führer jedoch auf seinem Weg nach Madrid.
21.01.1937 Die erste Kochsendung im Fernsehen wurde in Großbritannien bei der BBC ab 9:25 Uhr ausgestrahlt. Der französische Koch und Kochbuchautor Marcel Boulestin zeigte in einer Viertelstunde die Zubereitung eines Omelettes als Teil eines fünfgängigen Menüs.
31.01.1937 In Peru wird "Radio Nacional del Peru" gegründet.
Januar 1937 Deutsche Gegner des Nationalsozialismus betreiben wohl einen der ersten "Piratensender" in der Geschichte des Rundfunks. Der "Sender der Freiheit", der antifaschistische Programme ausstrahlt, wird bald von der "Gestapo" gejagt und nach wenigen Monaten ausgehoben.
13.02.1937 Das Baird-Fernsehsystem wird zum letzten Mal von der "BBC" über den Alexandra-Palace-Sender verbreitet. Der Postmaster General gibt bekannt, dass sie das "Marconi- EMI"-System demjenigen Bairds vorziehen. Dies wird dreifach begründet: 1. Durch die höhere Auflösung wird eine überlegene Bildqualität erzielt. 2. Die Zeilensprungabtastung reduziert Flimmern erheblich. 3. Die Emitron-Kamera (EMIs Handelsname für das Ikonoskop) bietet weitaus mehr Entwicklungsmöglichkeiten für das Fernsehen als mechanische Systeme.
01.03.1937 Radio Wien führt bezahlte Verlautbarungen ein.
19.03.1937 Göbbels ernennt den Kölner Indendanten Dr. Heinrich Glasmeier zum Reichsintendanten und Generaldirektor der RRG.
01.05.1937 Die "SRG" schliesst einen neuen Vertrag mit der Schallplattenindustrie ab. Der Vertrag beschränkt die tägliche Schallplatten-Sendezeit auf zwei Stunden pro Landessender, zudem muss die "SRG" jährlich eine Pauschalsumme von 80.000 Franken zahlen. Bis 1936 hatte die "SRG" praktisch keine Urheberrechte abzugelten. Ein Vertrag mit den grossen Schallplattenfirmen verschaffte ihr das Privileg, unentgeltlich Platten abzuspielen. Die Gegenleistung bestand in einem Hinweis auf den Plattentitel am Mikrofon. Dies änderte sich 1936, als sich das Bundesgericht für den Schutz der Urheberrechte einsetzte und die "SRG" mit einem Entscheid vom 7. Juli verpflichtete, entsprechende Entschädigungen zu leisten.
12.05.1937 Die "BBC" überträgt die Krönung Georges VI. von einem Standort im Hyde Park Corner in London. Dies ist die erste live übertragene Außenaufnahme durch die "BBC", die mit dem eingeführten "Marconi/EMI"-System durchgeführt wird. Drei Kameras senden ihre Bilder über Kabel zu einem Aufnahmewagen, von wo sie über ein spezielles Koaxialkabel zum Alexandra Palace weitergeleitet werden.
24.05.1937 In Frankreich wird, nach England, der zweite hochzeilige Fernsehdienst der Welt eröffnet (455 Zeilen).
23.06.1937 Nach Testsendungen im April/Mai beginnt nun das regelmässige deutschsprachige Auslandsprogramm von "Radio Tokio". Die Sendungen werden bis Ende des Jahres dreimal wöchentlich, und danach sogar täglich ausgestrahlt.
30.07.1937 14. Große Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin vom 30.07. - 08.08.1937.
05.09.1937 Jean Prouvost, Herausgeber der Zeitung „Paris-Soir“, startet mit seinem Radio 37 in Paris. Die Musical- und Theatersendungen aus dem Studio an der Rue François 1er, sind beim Publikum sehr beliebt. am 13. Juni 1940 ist kriegsbedingt Sendeschluss.
25.12.1937 "Radio Vatikan" nimmt einen neuen 25 kW-Kurzwellensender von "Telefunken" in Betrieb. Gleichzeitig werden die neuen Richtantennen eingeweiht.
1937 Die ersten Empfänger mit "Magischem Auge" werden produziert.
Die verkauften Superhetgeräte betrugen im Zeitraum 1937/38 640.000 Stück, eine Steigerung um 58% gegenüber 1933/34.
Die Deutsche Reichspost legt die deutsche Fernsehnorm mit 441 Zeilen bei 25 Bildwechseln pro Sekunde (mit Zeilensprung) fest.
In Berlin entwickelt Walter Bruch für die Deutsche Reichspost das erste elektronische Fernsehstudio. Es dauert ein Jahr, bis es erstellt, eingerichtet und betriebsbereit ist.
Engländer bringen das Radio nach Burma. Ein "Marconi"-Sender der die Funkstrecke Indien-Burma versorgt, wird für Rundfunkdienste eingesetzt. Ein 10 kW-Sender wird 1939 in Mingaladon in Betrieb genommen. Er verbreitet ein Programm in Englisch und Burmesisch. 1946 wird der "Burma Broadcasting Service" eingeführt.
Radio "Algier" wird einem geschäftsführenden Rat (Conseil de Gérance) unterstellt und 1941 der Organisation des französischen Staatsrundfunks in Vichy angegliedert.


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(Kennung des Deutschlandsenders)
01.01.1938 Das Magnettonverfahren wird im deutschen Rundfunk eingeführt. Das Band ist ¼ Zoll (etwa 6,5 mm) breit, 0,08 mm dick und wird mit einer Geschwindigkeit von 30 Zoll/s abgespielt. Die Wiedergabedauer einer Bandspule beträgt 20 Minuten. Die Magnetbänder sind einfach zu handhaben und unempfindlich gegen mechanische Beschädigungen. Sie können praktisch beliebig oft abgespielt oder auch gelöscht und neu verwendet werden. Außerdem lassen sie sich wie Filmstreifen leicht mit der Schere schneiden und in abgeänderter Folge wieder zusammenkleben.
03.01.1938 Die "BBC" führt einen arabischen Dienst ein.
20.01.1938 Gründung von "Radio Barquisimento" in Venezuela.
09.03.1938 Die RAVAG überträgt eine dramatische Rede von Dr. Kurt Schuschnigg aus Innsbruck.
In Moskau werden erstmals zu Testzwecken 90-zeilige Fernsehsendungen ausgestrahlt.
11.03.1938 Ende der "Radio-Verkehrs AG" in Östereich. Der Programmbetrieb wird von der deutschen Reichsrundfunkgesellschaft, der Sendebetrieb von der deutschen Reichspost übernommen. Tags darauf melden sich die Sender der ehemaligen "Radio-Verkehrs AG" mit der Ansage "Hier ist der Deutsch-Österreichische Rundfunk".
April 1938 Die Eidgenössischen Räte der Schweiz beschließen den Bau eines Kurzwellensenders und die Schaffung eines eigentlichen Kurzwellenprogrammdienstes.
07.06.1938 Mit 6 kW beginnt "Radio Luxembourg" auf der Kurzwelle 49,26 m zu senden.
21.06.1938 In Ankara wird das neue Rundfunkzentrum fertiggestellt. Zusätzlich werden zwei neue "Marconi"-Sender in Betrieb genommen (120 kW-Langwelle und 20 kW-Kurzwelle).
Juli 1938 Aus Motola, 200 km südwestlich von Stockholm, beginnt der schwedische Rundfunk mit dem Auslandsprogramm. Im 25 m-Band wird das Zielgebiet Nordamerika angepeilt. Die spätere Europafrequenz 6.065 kHz wurde ebenfalls eingesetzt.
05.08.1938 15. Große Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin vom 05.08. - 21.08.1938.
August 1938 Mit einer bescheidenen Stärke von 3 kW nimmt in der Hauptstadt Tirana die erste Radiostation Albaniens den Sendebetrieb auf Kurzwelle auf. Das tägliche Programm von drei bis vier Stunden besteht hauptsächlich aus Musik, Nachrichten über das Leben, die Tätigkeit des Albanischen Königs und Auslandinformationen, zusammengestellt von einer kleinen Gruppe von Leuten.
Nach der Besetzung Albaniens durch die Italiener am 7. April 1939, wurde auch "Radio Tirana" von den Italienern übernommen und als Mittel zur Verbreitung der politischen Ansichten Mussolinis genutzt.
21.09.1938 Die "BBC" führt erste regelmässige Fernsehnachrichtensendungen ein. J. Horrabin kommentiert die 15 bis 30 minütige Sendung "News-Map". Es werden Filme, Fotos und anschauliche Karten eingesetzt.
26.09.1938 570 Rundfunksender übertragen die Rede Adolf Hitlers aus dem Berliner Sportpalast.
27.09.1938 Die Reichssender Hamburg und Köln beginnen mit der Ausstrahlung von Nachrichten in englischer Sprache, die in das Abendprogramm eingeblendet werden. Stuttgart, Frankfurt und Saarbrücken bringen Nachrichten in französischer Sprache.
Die "BBC" beginnt mit dem deutschsprachigen Auslandsdienst. Am selben Tag werden auch französisch- und italienischsprachige Nachrichten über den Londoner Sender ausgestrahlt.
Am Morgen des 27. Septembers beschloss die Englische Regierung, dass der Text der Rundfunkrede die der Premierminister Neville Chamberlain am selben Tage halten werde, in deutscher, französischer und italienischer Übersetzung ausgestrahlt werden solle. In aller Eile organisierten die Verantwortlichen der "BBC" Übersetzer und Sprecher. Auf diese Weise sollte die Deutsche Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht werden, wie nahe die Gefahr eines Krieges gerückt war.


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(Deutsches Radio England BBC)
29.09.1938 Der repräsentative Erweiterungsbau der Großfunkstation von "Transradio Nauen" wird seiner Bestimmung übergeben.
30.09.1938 Die "BBC" berichtet mit ihrer Außenaufnahmen-Einheit von der Rückkehr des Premierministers Neville Chamberlain aus München. Chemberlain bringt die berühmte "Peace in Our Time"-Botschaft mit. Die "Marconi/EMI"-Aufnahmeeinheit ist mit drei Kameras und den nötigen Mikrophonen vertreten, und berichtet über die Ankunft und die darauffolgenden Zeremonien. Der Bericht wird über den mobilen Relaissender zum Alexandra-Palace geschickt. Diese Live-Berichterstattung wird von der "Londoner Times" die "bisher eindrucksvollste" genannt, die weiter feststellt, dass "eine historische Qualität in der Produktion" erreicht worden sei, der "keine andere Aussenaufnahme gleichkomme".
September 1938 Als Stimme des französischen Oberkommissars in Syrien, wird "Radio Levant" (4 kW) aktiv.
15.10.1938 Aus Vaduz meldet sich "Radio Liechtenstein" auf Mittelwelle 209,9 m. Die Firma "Lorenz" in Deutschland liefert den dreistufigen Telefoniesender mit einem Wellenbereich von 45 bis 275 m. Ein vorgesehenes anspruchsvolles Programm kann wegen finanziellen Schwierigkeiten nicht verwirklicht werden. Stattdessen wird von 20 bis 21 Uhr ein tägliches Unterhaltungsprogramm gesendet. Der Sendeleiter Dr. Friedrich Ritter muss sich anfangs mit 20 Schallplatten zufriedengeben, was eine Spieldauer von etwa zwei Stunden ergab. Das Archiv wurde bald auf 160 Platten erweitert.
30.10.1938 Orson Welles produziert für die "CBS"-Sendekette die Serie "The Mercury Theatre on Air" (1938-1940) mit der unheilvollen Sendung "The War of the Worlds". Die realistische Darbietung erzeugt in tausenden Hörern echte Furchtgefühle vor Mars-Menschen. Unter einem Teil der Hörer entsteht eine Panik.
31.10.1938 In Rom (Prato Smeraldo) wird das bereits in Betrieb stehende Kurzwellenzentrum offiziell seiner Bestimmung übergeben.
21.11.1938 Ein Sturm bringt den Sendemast von "Radio Liechtenstein" im Haberfeld zu Fall. Nach mehrtägiger Unterbrechung meldet sich die Station wieder im Äther.
09.12.1938 Der schweizer Bundesrat erläutert die Aufgabe des Kurzwellendienstes: "Wir möchten, ohne aufdringlich oder überheblich zu werden, dem Ausland zeigen, dass wir nicht nur ein Land der Industrie, des Handels und des Fremdenverkehrs sind, dass die Schweiz vielmehr ein Land von hoher Kultur, von alter, bodenständiger und eigenartiger Zivilisation, und dass wir zu allen Zeiten unseren eigenwertigen schweizerischen Beitrag an die gesamte Kultur Europas und der Welt geleistet haben".
15.12.1938 Das neue Rundfunkgebäude auf dem Eugène Flageyplatz in Brüssel wird seiner Bestimmung übergeben. Es beherbergt das größte Konzertstudio der Welt.
25.12.1938 In Irland werden Testsendungen auf Kurzwelle 17.840 kHz durchgeführt. Der 1,5 kW-Sender in Athlone wird für das Zielgebiet Nordamerika eingesetzt. Offizieller Start ist am St. Patrics-Day 1939. Nach Kriegsende wird ein neues Kurzwellenzentrum gebaut, aber abgesehen von einigen Testsendungen, nie fertiggestellt und in Betrieb genommen.
29.12.1938 In Lugano wird die "Società Cooperativa per la Radiotelevisione nella Svizzera Italiana" gegründet.
1938
Es gibt noch 28 Rundfunkgeräte herstellende Firmen in Deutschland.
Der 2,5 Millionste Volksempfänger entsteht.
Der "Deutsche Kleinempfänger" (DKE) kommt für 35 Mark auf den Markt, der Volksmund nennt ihn "Goebbels-Schnauze".

Die Fernseh-Forschungsgesellschaft der Deutschen Reichspost erhält zusammen mit fünf deutschen Fach-Firmen den Auftrag zur Entwicklung des "Deutschen Fernseh-Einheitsempfängers".
Vom Sender Zeesen werden über 51 Programmstunden/Tag auf 19 Kurwellen-Frequenzen gesendet.
Die "Internationale Rundfunkkonferenz in Kairo" legte erstmalig folgende Frequenzbereiche für Fernsehen und UKW-Rundfunk fest: 40,5 - 58,5 MHz, 64,0 - 70,5 MHz, 85,0 - 94,0 MHz und 170,0 - 200,0 MHz.

Quelle: [1]


Anläßlich der Fachmesse in Utrecht führt "Philips" erste öffentliche Fernsehdemonstrationen durch. Kameras und Empfangsgeräte befinden sich im gleichen Gebäude. Zur Verfügung stehen Ikonoskop-Kameras (Bildnorm: 405 Zeilen). Seit Mitte der dreißiger Jahren betreibt "Philips" in Eindhoven ein Fernsehstudio für Versuchszwecke.
Offizieller Fernsehstart in Frankreich. Der französische Staatsrundfunk beginnt mit 440/445-zeiligen Fernsehsendungen. Die Leistung des Eiffelturmsenders, der stärksten TV-Station Europas, beträgt 30 kW. Der Bildsender arbeitet auf 6,52 m, der Tonsender auf 7,14 m. Fernsehbilder können sogar in London empfangen werden.
Im französischen Protektorat Tunesien wird der 20 kW-PTT-Sender "Radio Tunis" eröffnet.
12.02.1939 In Zusammenarbeit mit dem schweizer Völkerbundsender strahlt der Rumanische Rundfunk eine halbstündige Sendung über Kurzwelle aus. Das Programm wird per Kabel nach Genf überspielt und von dort über den Kurzwellensender in Prangins nach Nordamerika zur Wiederausstrahlung übertragen. Am 1. Januar 1940 nimmt ein eigener Kurzwellensender den Betrieb auf.
20.02.1939 Die "Liechtensteinische Rundspruch-Aktiengesellschaft" wird gegründet.
Februar 1939 Die General-Electric-Station "KGEI" in San Francisco, beginnt auf Kurzwelle ein Nachrichten- und Unterhaltungsprogramm in Richtung Philippinen auszustrahlen.
07.03.1939 Die "Philco Radio and Television Corp." demonstriert einer Gruppe von Radiohändlern ihren neuen "tragbaren" TV-Sender. Es ist eine abgeschlossene Einheit mit einer Kamera, die auf einem Gehäuse montiert ist. Ihr Gewicht beträgt ca. 210 kg. Sie besitzt eine vollständige Sendeausrüstung, die nach "RMA"-Standarts arbeitet, und hat eine Leistung von weniger als einem Watt, woraus sich eine Reichweite von nur ca. 60 m ergibt.
19.03.1939 Die gesetzliche Grundlage für die umfassende Einführung des Drahtfunks (Kabelhörfunk) wird gelegt. In den folgenden Jahren wird der Drahtfunk in den Bereichen der Oberpostdirektionen Berlin, Düsseldorf und Hamburg ausgebaut. Die Gesamtzahl der Drahtfunkteilnehmer steigt während des Krieges auf 176.000.
30.04.1939 Die "National Broadcasting Company" (NBC), eine Abteilung der "Radio Corporation of America" (RCA), führt das 441-zeilige Fernsehen in den USA ein. Auf der New Yorker Weltausstellung eröffnet Präsident Roosevelt den regelmässigen Fernsehbetrieb. Der Verkauf von TV-Empfängern gestaltet sich allerdings langsam und enttäuschend. Dem Vorbild der "BBC" in London folgend, beginnt "RCA/NBC" jetzt eine lange Reihe von "special events", um das Publikumsinteresse an dem neuen Medium zu stimulieren. So wird am 17. Mai das Baseballmatch zwischen Columbia- und der Princeton-University live übertragen. Vom 16. Bis 21. Mai wird live vom Sechstage-Motorradrennen berichtet, der Boxkampf zwischen Baer und Nova wird am 1. Juni live übertragen. Alle diese Ereignisse werden mit einer einzelnen Kamera aufgenommen.
06.05.1939 Der Kurzwellensender Schwarzenburg nimmt einen Tag vor der Eröffnung der Landesausstellung den Versuchsbetrieb auf. Der 25 kW-Sender befindet sich drei Kilometer östlich des Dorfes Schwarzenburg auf einer 800 m über Meer gelegenen Ebene. Die vier Richtantennen bedienen Nordamerika, Westküste Afrikas, Südamerika, Asien und Afrika auf acht verschiedenen Wellenlängen. Für 750.000 Franken baut die Firma Hasler AG, Bern, diese "Marconi"-Anlage in Lizenz.
07.05.1939 Erste öffentliche Fernsehvorführung in der Schweiz. An der Landesausstellung führt das "ETH"-Institut für Hochfrequenztechnik unter Leitung von Professor Dr. F. Tank einer breiten Öffentlichkeit eine selber entwickelte Fernsehapparatur vor. Weitere Fernsehdemonstrationen sind erst wieder 1947 am Comptoir in Lausanne zu sehen.
19.05.1939
In Herzberg, 90 km südlich von Berlin, wird ein 150 kW-Langwellensender (Deutschlandsender III) in Betrieb genommen. Die Ausführung der weitläufig geplanten Antennenanlage beschränkt sich schließlich auf einen 325 m hohen Gittermast, der zu dieser Zeit das höchste Bauwerk Europas darstellt.
Quelle: [10] Lutz Bruno
21.06.1939 Neugliederung des Ostmärkischen Rundfunkwesens. Die Sender Salzburg und Innsbruck werden an den Reichssender München angeschlossen, der Sender Dornbirn an den Reichssender Stuttgart.
01.07.1939 Der "Schweizerische Kurzwellensender Schwarzenburg" beginnt mit regelmäßigen Sendungen. Täglich werden Programme nach Nord- und Südamerika ausgestrahlt. Dazu kommen wöchentlich zwei Sendungen für Australien, Neu Seeland und Ostasien. Für Europa und Nordafrika werden täglich die Landessenderprogramme über Rundstrahler verbreitet. Bereits am 6. Juli 1939 brach jedoch ein Feuer aus bei dem die Anlagen teilweise zerstört wurden. Unversehrt blieben die Hochspannungs-, Umformer- und Gleichrichtanlagen im Untergeschoss und die Wasserkühlanlage im Anbau. Sofort nach dem Brand wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Die weltpolitische Entwicklung liess eine stark beschleunigte Wiederherstellung der "Stimme der Heimat" als Brücke zwischen der Schweiz und ihren Landsleuten in aller Welt zweckmässig erscheinen. In der Zwischenzeit konnten die Auslandschweizersendungen, dank dem Entgegenkommen der Radio Schweiz AG., über den Sender Prangins gegeben werden. Schon im Herbst 1939 war das neue Sendegebäude unter Dach, und Anfang 1940 konnten auch die Versuchssendungen wieder aufgenommen werden.
08.07.1939 In Deutschland wird der "Rundfunkmechaniker" ein handwerklicher Vollberuf.
22.07.1939 In Italien wird ein regelmäßiges Fernsehprogramm mit feinzeiligem System eingeführt. Die Studiogeräte werden von der "Deutschen Fernseh AG" geliefert. Der Sender in Rom arbeitet mit der 441 Zeilen-Norm.
27.07.1939 Baird führt die erste Demonstration eines Farbfernsehsystems mit einer Elektronenröhre vor. Die Bilder werden vom Südturm des Crystal Palace über eine Distanz von zwei Meilen zu John L. Bairds Haus und Labors in der Crescent Wood Road in Sydenham übertragen. Die Abtastvorrichtung ist eine rotierende Trommel mit 34 geschliffenen Spiegeln und einer Farbscheibe, die den Lichtpunkt bei der Abtastung dreimal verkämmen (Zeilensprungverfahren), wodurch ein 102-zeiliges Bild entsteht.
28.07.1939
Nachbau des E1 für den ZDF-Dreiteiler 'Die Rebellin' 16. "Große Deutsche Funk- und Fernseh-Ausstellung in Berlin" vom 28.07. - 06.08.1939. Vorstellung des Einheits-Fernseh-Empfängers E 1 für 650 RM. 50 Geräte waren bis dahin produziert. Sie sollen einheitlich, wie die Volksempfänger, von verschiedenen Firmen hergestellt werden. Reichspostminister Wilhelm Ohnesorge kündigte die bevorstehende Freigabe des privaten Fernsehens an. Zur geplanten Großserienproduktion kam es nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Situation nicht mehr. Die Entwicklung der Fernsehtechnik wurde fast ausschließlich für militärische Zwecke fortgesetzt.
Nachbau des "E1" für den ZDF-Dreiteiler "Die Rebellin"
Quelle: [12] Britta Binzer
09.08.1939 Aus Andorra meldet sich die gleichnamige Station mit dem offiziellen Programm, mit 35 kW (erlaubt sind 60 kW). Seit dem 3. August (versuchsweise) wird tagsüber auf 415 m und später auch nachts auf 274 m gesendet. Durch das zweisprachige Programm (Spanisch und Französisch) führt die charmante Moderatorin Victoria Zorzano. Als Direktor zeichnet Jaques Trémoulet, der auch bei Radio Toulouse, Poste de Ille-de-France, Radio Bordeaux, Radio Agen und Radio Montpellier beteiligt ist. Am 28. August 1939 werden die Sendungen aus dem Studio in Andorra-la-Vieille wegen dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs für mehrere Monate unterbrochen und erst am 3. April 1940 wieder aufgenommen. Zeitweise benutzt Radio Andorra auch einen 1 kW-Kurzwellensender im 49 m-Band. Die Sendeanlage steht in 2.000 m Höhe am Ufer des Sees von Engolaster.
23.08.1939 Die jährliche "Olympia Radio Exhibition" in London wird mit der Übertragung einer Rede von Sir Stephen Tallents, der bei der "BBC" für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, eröffnet. Dies ist die erste Eröffnung der Ausstellung durch das Fernsehen. Wieder liegt der Schwerpunkt der Veranstaltung ganz beim Fernsehen. Gezeigt werden Modelle von "HMV", "Baird Television", der englischen "General Electric Co.", "Scophony" und "Ferranti". Als Ergebnis steigen die Verkaufszahlen in der Region London auf 500 Empfangsgeräte pro Woche.
24.08.1939 Der Fernsehsender "Paul Nipkow" in Berlin wird auf Anordnung des Oberkommandos der Wehrmacht stillgelegt.
30.08.1939 Abhörverbot ausländischer Sender in Österreich. Zuwiederhandlung wird mit Zuchthaus bestraft.
31.08.1939 In den ersten Augusttagen 1939 trugen Himmler und Heydrich ihrem Führer den Plan vor, dem Ausland tatsächliche Beweise für polnische Übergriffe auf das Reichsgebiet zu liefern. Hitler akzeptierte. Gegen 20 Uhr überfallen SS-Männer, maskiert als polnische Freischärler, den Sender Gleiwitz an der Tarnowitzer Landstrasse. Mit vorgehaltener Pistole dringen sie in den Senderaum ein, inszenieren einen Krawall, schleppen das von ihnen gefesselte Personal in den Keller und sprechen über das Mikrofon eine vorbereitete polnische Hetzrede. Nach wenigen Minuten ist das Spektakel beendet und der Trupp verschwindet. Am nächsten Tag überschlägt sich die deutsche Presse über die "Untat" von Gleiwitz, für sie das Signal zu einem allgemeinen Angriff polnischer Freischärler auf deutsches Gebiet.
August 1939 König Ibn Saud weiht den ersten Sender in seinem Wüstenkönigsreich, die 1 kW-Station "Mekka" ein
01.09.1939
In Deutschland wird ein Verbot des Abhörens ausländischer Rundfunksender erlassen. Bei Nichtbefolgen wird mit der Todesstrafe gedroht. Die Luxemburger Regierung verfügt die Einstellung der regulären Sendungen von "Radio Luxembourg". Es dürfen nur noch zweimal täglich Bekanntmachungen der Regierung ausgestrahlt werden.
Mit dem Überfall Hitler-Deutschlands auf Polen wird eine Station von "Polskie Radio" nach der anderen außer Betrieb gesetzt. Die Sender Poznan und Katowice werden von den Deutschen besetzt.
Die "BBC" stellt wegen drohender Kriegsgefahr den Fernsehdienst ein. Der Sendebetrieb wird ohne Ankündikung zu Mittag eingestellt, die rund 23.000 verkauften Empfangsgeräte seit Beginn der Sendungen im Jahre 1936 sind damit für die Dauer des Krieges nutzlos gemacht.

Rückseite einer Rundfunkgebührenquittung
Quelle: [10]
07.09.1939 Der Sender "World Radio University" nimmt das Rufzeichen "WRUL" an, das bis zum 31. Mai 1966 beibehalten wird. Das "L" im Rufzeichen steht für "Lemmon", der Gründer der Station.
21.09.1939 "Radio Luxembourg" stellt auf Wunsch der Regierung die Sendungen ganz ein. Noch vor dem Einmarsch der Deutschen im Mai 1940 werden die Senderöhren von einem Techniker an einem geheimen Ort vergraben.
September 1939 Das Musikprogramm von "Radio Liechtenstein" wird mit Beginn des Zweiten Weltkrieges eingestellt. Bevor die Station endgültig schweigt benutzt ihn die Regierung, um die Bevölkerung über wichtige Ereignisse oder notwendige Massnahmen auf dem Laufenden zu halten.
01.10.1939 Der Deutschlandsender begann mit der Sendung "Wunschkonzert für die Wehrmacht".


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(Wunschkonzert von 1941)
04.11.1939 Dem Sendeleiter von "Radio Liechtenstein", Dr. Friedrich Ritter, wird von der Betreiberfirma gekündigt. Etwas später erhält auch der Techniker Josef Kindle die Kündigung. Der Sender, noch immer Eigentum der Lieferfirma "Lorenz AG", wird daraufhin demontiert.
17.11.1939 Der Jamaikaner John Grinan strahlt mit seiner Amateur-Station "NJ2PZ" das erste Radioprogramm aus ( einmal wöchentlich). Im darauffolgenden Jahr erhält die Station an der Seaview Avenue, St. Andrew, das Rufzeichen "VP5PZ". Seit dem 3. Juni 1940 wird mit einem kleinen Mitarbeiterstab ein tägliches Radioprogramm produziert.
28.11.1939 Inbetriebnahme des Senders Bremen in Osterloog. Die nach Westen weisende Richtantenne der 100 kW-Mittelwellenstation (759 kHz) soll im Ätherkrieg gegen Großbritannien eingesetzt werden.
11.12.1939 Stockholm sendet von nun an täglich ein internationales Kurzwellenprogramm in Schwedisch, Englisch, später auch in Deutsch und Französisch.
20.12.1939 Der australische Premierminister Robert Menzies eröffnet den Auslandsdienst "Australia Calling". Zum einen will man den Rundfunksendungen der Achsenmächte entgegenwirken, zum anderen den Zusammenhalt des britischen Commonwealth fördern. Den ersten Sendesprachen Englisch, Französisch, Deutsch, Niederländisch und Spanisch, wenig später auch Afrikaans und Italienisch, folgen erst im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges auch ost- und südostasiatische Sprachen.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wird "Australia Calling" in "Radio Australia" umbenannt und durchläuft eine Programmreform, die nun auch Diskussions- und Musikprogramme zulässt. 1950 wird "Radio Australia" zu einem Bestandteil der "Australian Broadcasting Corporation" (ABC).
1939 Im ersten Kriegsjahr wurde das Stationsnetz des deutschen Rundfunks um 55 Sender erweitert.
Auf dem Seeberg bei Kleinmachnow errichtete die Reichspost ab 1939 eine Forschungsanstalt für Hochfrequenztechnik, Radar, Atomphysik, Funkspionage und Fernsehen. Die Hakeburg, auf diesem Gelände, war Wohnsitz von Reichspostminister Ohnesorge.
Auf der "Europäischen Rundfunkkonferenz Montreux" wurde ein Frequenzabkommen vereinbart welches 139 Kanäle koordinieren sollte. Zu einer Umsetzung kam es in Folge des Kriegsbeginns nicht.
Auf den Bahamas wird die Station "ZNS" im 49 m-Band aktiv. Der 200 W-Kommunikationssender in Nassau strahlt täglich eineinhalb Stunden ein Radioprogramm auf 6.090 kHz aus.
In Port Louis, der Hauptstadt von Maurizius, meldet sich auf 7.190 kHz die Station "VQ8".


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(1939 Ansage Grossdeutscher Rundfunk)
01.01.1940 Im Deutschen Reich sind bereits 13.711.325 Radiogeräte gemeldet.
Die "New British Broadcasting Station" (NBBS), ein Geheimsender der Reichsrundfunkgesellschaft, beginnt auf drei Kurzwellenfrequenzen zu senden.Täglich wird ein 90-minütiges Programm in Richtung England ausgestrahlt.
05.03.1940 "RCA" demonstriert die erste TV-Übertragung von einem im Flug befindlichen Flugzeug aus. Eine neue Leichtgewicht-Sendeanlage mit zwei Kameras, ca. 350 kg schwer, ist in einer Boeing 247-D von United Airlines installiert worden. Die Bilder werden zum "RCA"-Gebäude und von dort weiter zum Sender am Empire State Building gesendet, von wo sie für den regulären Heimempfang ausgestrahlt werden. Sie sollen "gelegentlich gut" sein, wenngleich sie undeutlich und verzerrt sind. Das Experiment wird als grosser Erfolg bejubelt.
15.03.1940 Auf dem Bruderholz bezieht "Radio Basel" das neue Studiogebäude. Die Villa im Margarethenpark, wo seit 1932 das Studio untergebracht war, diente den Anforderungen nicht mehr. Das neue Sendehaus an der Novarastrasse hat eine sehr praktische Anordnung der acht Studioräume (Ansage- und Schallplattenstudio, zwei Vortragsstudios, zwei Hörspiel- und ein Kammermusikstudio, einen mittelgrossen Studioraum für Chöre, Orchester und Blasmusiken) um einen zentral gelegenen, grossen Verstärkerraum mit angegliederten Tonaufnahmen und Technikerbüro. In dem zweistöckigen Gebäude ist zwischen den Studios im Erdgeschoss, wo noch eine geräumige Halle als Empfangs- und Aufenthaltsort für die Mitwirkenden dient, und den Verwaltungsräumen im ersten Stock eine strenge Trennung durchgeführt.
18.03.1940 Die "BBC" führt Programme in finnischer Sprache ein.
01.04.1940 Die Engländer führen im Sudan den Rundfunk ein. Im Postgebäude von Omdurman wird "Radio Omdurman" untergebracht.
24.04.1940 Mit der Inbetriebnahme einer 30 kW-Mittelwellen- und einer 2 kW-Kurzwellenstation wird der Rundfunk in Iran eingeführt. Das abendliche Programm von vier Stunden wird in den Sprachen Farsi, Arabisch, Französisch, Englisch und Russisch ausgestrahlt.
10.05.1940 Nach Besetzung des Grossherzogtum Luxemburg wird auch "Radio Luxembourg" besetzt. Der Lang- und Kurzwellensender wird in den Reichsrundfunks eingegliedert. Der nicht betriebsbereite Großsender muss zuerst wieder flott gemacht werden, da die Senderöhren unauffindbar waren.
12.05.1940 Der holländische Auslandsdienst "PHOHI" (Philips Omroep Holland Indie) wird eingestellt. Die Kurzwellenstation "PCJJ" in Huizen, zwei Sender von je 60 kW, wird unbrauchbar gemacht, um nicht der Nazi-Propaganda zu dienen. Den Besetzern gelingt es aber, den Sender zu reaktivieren, bis er im Frühling 1944 durch Sabotage und Sturm endgültig zum Schweigen gebracht wird.
17.05.1940 Der durch Feuer zerstörte Kurzwellensender Schwarzenburg ist wieder in Betrieb. Mit einer Sendeleistung von 25 kW wird eine Funkbrücke zu den Auslandschweizern in aller Welt hergestellt.
19.05.1940 Niederländische Journalisten bauen in Frankreich den ersten Emigrantensender auf. Aus Paris meldet sich "Radio Vrij Nederland". Die Sendungen, die in einem Gebäude einer "Philips"-Tochtergesellschaft redaktionell erstellt und in einem Kellerstudio im Haus der französischen PTT verlesen werden, stützen sich auch auf die Ergebnisse eines eigenen bescheidenen Monitordienstes, der die Programme aus Berlin und dem besetzten Hilversum verfolgt.
20.05.1940 Edwin Armstrong, die treibende Kraft hinter der FM-Technik (Frequenz-Modulation) erringt einen gewaltigen Triumph: Die "FCC" erlässt Order No. 67, derzufolge 40 FM-Kanäle, je 200 kHz breit, auf 42 bis 50 MHz eingerichtet werden sollen. Dies schließt auch den TV-Kanal 1 (44 - 50 MHz), der "RCA/NBC" in der Region New York gehört, sowie die "Don Lee"-Station in Los Angeles und die neue "Zenith"-Station in Chicago ein. Dadurch sind die Betroffenen gezwungen, ihre Sender zu schließen und auf eine andere Frequenz (50 - 56 MHz) für einen neuen Kanal 1 umzurüsten.
28.05.1940 Die Infrastruktur des belgischen Rundfunks wird von der deutschen Besatzungsmacht übernommen und der „Sender Brüssel“ ausgerufen. Zuvor gelang es den Belgiern noch, das Rundfunkgebäude teilweise zu räumen und für einige Tage aus Watermaal-Bosvoorde und später aus Nord-Frankreich mit einer mobilen Einrichtung weiterzusenden.
09.06.1940 Im Zuge einer "strafferen Programmsteuerung" wird ab 9. Juni 1940 von allen im "Großdeutschen Rundfunk" zusammengefaßten Reichssendern ein Einheitsprogramm gesendet, um Sondermeldungen vom Kriegsverlauf jederzeit durchgeben zu können.
Von nun an wird das für Rundfunkübertragungen eingerichtete Leitungsnetz dazu verwendet, ein einheitliches "Reichsprogramm" zu übertragen, das entweder von Berlin oder von einem der "Reichssender" (Funkhäuser) in den regionalen Zentren geliefert wird. Lediglich in den Vormittagsstunden von 8 bis 12 Uhr werden regionale Sendungen verbreitet. Das Reichsprogramm wird in jedem Fall von einer in Berlin eingerichteten Sendezentrale über ein sternförmiges Leitungsnetz ("rotes Netz") allen Rundfunksendern zugeleitet. Die Sendezentrale ist im Funkhaus in der Masurenallee untergebracht.
Ein zweites reichsweites Programm ist über den Deutschlandsender zu empfangen.


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(Senderansage Alle Sender des Reichsrundfunk)
10.06.1940 Die Sendungen von "Radio Vrij Nederland" aus Paris werden eingestellt, weil die deutschen Truppen nur noch wenige Kilometer von der Hauptstadt entfernt sind.
25.06.1940 In der Woche vom 25. bis 28. Juni überträgt "NBC" den Parteitag der Republikaner in Philadelphia. Szenen des Podiumsgeschehens werden von Ikonoskop- und Orthikon-Kameras aufgenommen und 104 Meilen weit über Koaxialkabel nach New York City gesendet, wo sie vom Sender am Empire State Building ausgestrahlt werden. In New York sollen um diese Zeit an die 4.000 Empfangsgeräte in Gebrauch sein. Auch die "Philco Corp." Hat eine Sendeeinheit auf dem Parteitag und sendet über die Station "W3XE" in die Region von Philadelphia. Dies ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem "Mutual Broadcasting System" In Philadelphia sollen 5.000 Empfangsgeräte in Gebrauch sein.
27.06.1940 Der englischsprachige Geheimsender "Caledonia", von der "Reichsrundfunkgesellschaft" betrieben, wendet sich täglich eine halbe Stunde lang mit einem nationalsozialistischen Programm an die Schotten. Es wird der Eindruck erweckt, als stehen die schottischen Nationalisten hinter diesem Sender.
Juni 1940 Unter Obhut von der, von den Japanern eingesetzten, provisorischen nordchinesischen Regierung wird die "North China Broadcasting Corporation" gegründet. Es stehen acht Radiostationen mit dem Großsender Peking zur Verfügung.
17.07.1940 "RCA" liefert den ersten 50 kW-Sender aus der Reihe "50 E" an die Station in Albuquerque (New Mexico).
20.07.1940 Die US-Musikzeitschrift "Billboard" veröffentlicht die erste Verkaufshitparade für Schallplatten.
21.07.1940 "Radio Genéve" weiht sein neues "Maison de la Radio" am Boulevard Carl Vogt offiziell ein.
28.07.1940 Über "BBC"-Sender wendet sich "Radio Oranje" in niederländischer Sprache von London aus an die Landsleute.
18.08.1940 In Ekuador meldet sich "Radio Quito" aus der gleichnamigen Hauptstadt auf MW und KW.
29.08.1940 "CBS" verkündet, ein Farb-TV-System fertiggestellt zu haben, welches bis 1. Januar 1941 betriebsbereit sei. Ein privater Test ist vom "FCC"-Vorsitzenden James L. Fly am 28. August beobachtet worden, der feststellt, dass der Beginn des Fernsehens als Farbfernsehsystem größere öffentliche Akzeptanz finden könne als die Schwarzweiß-Variante.
06.09.1940 Die "BBC" strahlt bis zum 22. Oktober 1944 das Programm "Les Français parlent aux Français" aus, das in Frankreich hinter verschlossenen Türen und unter vertrauten Freunden sehr populär war.
15.11.1940 Der Großsender "Luxembourg" in Junglinster mit seinen fünf 80 Meter hohen Sendetürmen ist wieder betriebsbereit.
30.12.1940 In Yanan (China) wird die "Xinhua Radiostation Yanan" gegründet. Die Mitarbeiter kamen damals als junge Studenten meist aus dem von der Kuomintang regierten Gebieten und wurden später teilweise im sowjetischen Russland ausgebildet.
1940 In Belgisch-Kongo wird der Regierungssender, "Radio Congo-Belge", mit einem 50 kW-Sender in Leopoldville eingeschaltet.
09.01.1941 "CBS" demonstriert in New York City erstmals öffentlich Direktaufnahmen (Aufnahmen ohne künstliche Lichtzufuhr) in Farbe. Die Live-Bilder werden von den "CBS"-Labors über Kabel zum neuen Studiogebäude, welches sich einige Häuserblocks entfernt befindet, gesendet.
30.04.1941 In den USA sind 743 Mittelwellensender und 9 experimentelle UKW-Sender im Äther.
01.05.1941 "NBC" demonstriert sein Farb-TV-System der Presse. Es ähnelt stark dem "CBS"-System. Am Sender und am Empfänger werden Drei-Farben-Scheiben eingesetzt.
12.05.1941 Konrad Zuse stellt den ersten Computer, den "ZUSE 3" vor.
27.05.1941 US-Präsident Roosevelt verkündet den Nationalen Notstand. So kann er Industrie und Rundfunk unter staatliche Kontrolle bringen.
28.05.1941 Der Gouverneur von Macau eröffnet offiziell den Auslandsdienst der Kurzwellenstation "CRY 9". Mit 250 W wird im 49 m-Band gesendet. Erste Testsendungen aus dem Postgebäude fanden am 22. April des gleichen Jahres statt.
01.06.1941 Alle deutschen Rundfunkzeitschriften stellen das Erscheinen ein.
Juni 1941 In der ägyptischen Hauptstadt Kairo nimmt das "Radio freies und unabhängiges Bulgarien" seinen Sendebetrieb auf. Der Sender wird finanziell von den Engländern unterstützt und ruft die bulgarische Bevölkerung immer wieder zum Widerstand gegen das herrschende Regime auf.
Der mexikanische Sender "Vil la Acuna Xera" wird wegen illegaler politischer Tätigkeit von der Regierung geschlossen.
01.07.1941 In den USA beginnt der kommerzielle TV-Betrieb. Die amerikanische Fernsehnorm wird auf 525 Zellen bei 30 Bildwechseln pro Sekunde festgelegt. Rund 22 Stationen sollen Ausstrahlungen durchführen. Nur der Sender "WNBT" (NBC) in New York sendet zunächst bezahlte Programme. Diese umfassen eine Testbild-Uhr mit dem Logo der Bulova Watch, eine Nachrichtensendung, die von Sun Oil gesponsort wird, eine TV-Version einer Radio-Show für Lever-Bros. und eine Quiz-Show für Proctor and Gamble. Der Sender überträgt auch (ungesponsort) ein Baseballmatch zwischen den Dodgers und den Phillies und strahlt abends ein weiteres Programm aus. "CBS" (auf dem Sender "WCBW") überträgt eine Tanzlektion und abends eine Sendung von einer Kunstausstellung. DuMont (auf "W2XWV") überträgt sowohl Live-Aufnahmen als auch Filmprogramme am Abend. Mit weniger als 4.000 Empfangsgeräten im Grossraum New York ist gesponsortes Fernsehen nicht unbedingt rentabel. "CBS" kündigt seinen kommerziellen Start für den September 1941 an.
Von nun an verbreiten die Fernsehstationen von "CBS" und "NBC" in New York täglich 15 Minuten Nachrichten. Bei "WNTB" (NBC) kommentiert Lowel Thomas.
11.08.1941 Unter deutscher Kontrolle sendet Frankreich wieder auf Kurzwelle.
17.09.1941 In Deutschland wurde die erste Todesstrafe wegen Hörens von Feindsendern ausgesprochen.
03.12.1941 Die "New China Radio Station" in Japan in der Provinz Chan Si nimmt ein Propaganda-Programm in japanischer Sprache auf. Der Sender mit dem Rufzeichen "XCNR" ist auf ca. 12.245 kHz aktiv (50 kW-"RCA"-Sender).
1941 Nach dem Rückkehr Haile Selassies in sein Königreich, beginnt "Radio Ethiopia" wieder zu senden. Sieben Mitarbeiter gestalten täglich das vierstündige Programm in den Sprachen Amharic, Englisch und Französisch.
Die Einführung der Zweispurtechnik beim Magnettonverfahren ermöglicht es, das Signal des linken und rechten Mikrophons einer stereophonischen Konzertaufnahme auf demselben Tonband (Stereotonband) aufzuzeichnen und damit einen synchronen Ablauf sicherzustellen.
24.02.1942 Über gemietete Kurzwellensender von "NBC" und "CBS" macht sich die "Voice of America", der amerikanische Auslandsdienst, zum ersten Mal bemerkbar.
16.03.1942 Mit einem Grundkapital von 10 Millionen französischen Franken wird die deutsch-französische Rundfunk-Gesellschaft "Société Radio Monte Carlo" gegründet.
28.03.1942 In Singapore eröffnet die japanische Besatzung die Station Radio Shonan. Am 3. Februar 1945 werden die Sendungen wieder eingestellt. Nach sechs Monaten Sendepause nehmen die Briten die Sendeanlage wieder in Betrieb.
März 1942 Auf der Insel Palau im westlichen Pazifik eröffnen die Japaner einen Rundfunkdienst. Die 10 kW-Station sendet ein japanisches Programm im 25 und 31 m-Band. Zwei Jahre später gesellt sich die Station "WVTW" (1.400 kHz - 250 W) dazu.
11.05.1942 In Honolulu (Hawai) meldet sich auf 227,1 m die Station "KDWX" mit 250 W Sendeleistung.
26.05.1942 Mit der Absicht, amerikanische Soldaten weltweit mit einem vertrauten Radioprogramm moralisch zu unterstützen, wird in den USA der "Armed Forces Radio Service" (AFRS) gegründet.
Oktober 1942 Die belgische Exil-Regierung gründet in London den "Belgische Nationale Dienst voor Radio-Omroep" (BNRO).
November 1942 Der Landwirt Oskar Uebel aus Hollabrunn wird wegen Abhörens feindlicher Rundfunksendungen vom Sondergericht Wien zum Tode verurteilt.
Der Kurzwellensender "WURL" in Boston wird der, im Februar 1942 gegründeten "Voice of America" unterstellt, und bleibt bis zum 27. Februar 1947 in deren Dienst.
Der "Reichssender Stuttgart" wird stillgelegt. Bis zur Zerstörung des Funkhauses durch einen Luftangriff am 25. Juli 1944 wird jedoch noch ein Produktionsstudio für Tanzmusik benutzt.
1942
In Belgisch-Kongo beginnt die private Station "Radio Congolia" mit einem Programm in der Landessprache. Im französischen Sektor von Kamerun, in der Hafenstadt Douala, nimmt die erste Radiostation mit dem Rufzeichen "FIAC" den Betrieb auf. Täglich wird im Kurzwellenbereich ein zweistündiges französischsprachiges Programm mit 800 W ausgestrahlt. Die Station wird von den Hörern mit Schallplatten und Programm-Material beliefert, weil dem Sender dafür schlicht das Geld fehlt. 1950 löst ein 1 kW-Sender die alte Anlage ab.
Der "Kameradschaftsdienst" verteilt Kleinempfänger, 1942
Quelle: [13]
01.01.1943 Über den Eiffelturmsender strahlt die "Reichs-Rundfunk-Gesellschaft" ein tägliches Fernsehprogramm in deutscher oder französischer Sprache aus. In Deutschland und den besetzten Gebieten stehen 107 Lang- und Mittelwellensender sowie 23 Kurzwellensender zur Verfügung, die täglich 279 Auslandsnachrichtendienste in 53 Sprachen ausstrahlen.


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(Deutscher Kurzwellensender)
08.02.1943 Die belgische Exilregierung richtet sich aus London an ihre Landsleute. Das Programm der BNRO (Belgische Nationale Dienst voor Radio-Omroep) wird von einem BBC-Sender ausgestrahlt. Im Laufe der Zeit kommt ein Kurzwellensender in Leopoldstad in Belgisch Kongo zum Einsatz.
22.03.1943 Der englische Kurzwellensender "Atlantik" stahlt seine erste Sendung aus. Die Aufgabe des Geheimsenders besteht darin, die Moral der Offiziere und Mannschaften der deutschen Flotte mit Hilfe einer tückischen Propaganda zu untergraben.
März 1943 In den Konzentrationslagern Buchenwald und Sachsenhausen sind illegale Empfangsgeräte in Betrieb. In Buchenwald bauen Häftlinge sogar einen Kurzwellensender.
07.05.1943 Der von der deutschen Besatzungsmacht betriebene "Fernsehsender Paris" nimmt offiziell sein Programm auf. Gesendet wird mit der deutschen Norm (441-zeilig). Der Bildsender strahlt auf 46 MHz und der Tonsender belegt 43,2 MHz. Zunächst wird drei bis vier Stunden täglich gesendet. Später erhöht man auf 14 Programmstunden, wovon allerdings nur vier Stunden Fernsehen, die restliche Sendezeit besteht aus reinen Tonsendungen. Die Sendeanlagen, die unterirdisch, in einem Fuß des Eiffelturms untergebracht sind, bestehen aus einem 10 kW-Tonsender und einem 30 kW-Bildsender. Das Fernsehstudio von 5.000 Quadratmetern befindet sich in der Nähe des Eiffelturms.
04.07.1943 Auf Initiative von US-Präsident Eisenhower wird in London der Soldatensender "American Forces Network" (AFN) in Betrieb genommen. Elf Mitarbeiter gestalten das Programm im "BBC"-Notsendezentrum 11 Carlos Place, in London. Syl Binken hält die Eröffnungsrede, die von fünf 50 W-Sendern verbreitet wird.
12.07.1943 Der Rundfunksender "Freies Deutschland" wird in Moskau aktiv.
17.07.1943 Offizieller Start von "Radio Monte Carlo" (RMC), ein deutsch-französisch-italienisches Gemeinschaftsunternehmen mit Zustimmung des Fürsten Louis II. von Monaco. Der Entertainer des französischen Theaters, Sacha Guitry, eröffnet mit einem Konzert den Sender.
17.10.1943 Die "BBC"-Sendestelle Woofferton in Herefordshire wird in Betrieb genommen. Sechs "RCA"-Sender mit jeweils 50 kW Leistung stehen bis 1970 im Einsatz, und verbreiten den "External Service".
18.10.1943 Der englische Soldatensender "Calais" beginnt zu senden. Die Station erweckt den Eindruck, ein "Nazi"-Sender zu sein und bezeichnet die Alliierten als Feind. Bei den deutschen Soldaten ist der Geheimsender auch wegen der im deutschen Radio verbotenen Jazzmusik beliebt.
26.11.1943 Der Berliner Fernsehsender wird durch Bomben zerstört. Kurze Zeit läuft das Kriegsprogramm für den Gemeinschaftsempfang in Lazaretten über Breitbandkabel weiter. Das Fernsehstudio im Deutschland-Haus mit 2.000 Plätzen bleibt zwar verschont, doch der Fernsehsender im gegenüberliegenden Amerika-Haus wird ein Opfer der Flammen.
30.04.1944 Auf englischem Boden wird die "American Broadcasting Station in Europe" in Betrieb genommen. Die Station arbeitet gleichzeitig im Mittelwellenband und auf zahlreichen Kurzwellen. Die Programme in Englisch, Deutsch, Französisch, Holländisch, Dänisch und Norwegisch werden zum großen Teil direkt aus New York übernommen.
01.05.1944 "Radio Australia" nimmt in Shepparton den 50 kW-Kurzwellensender mit dem Rufzeichen "VOC" in Betrieb. Im August 1945 und Mai 1946 nehmen zwei 100 kW-Sender mit dem Rufzeichen "VLA" und "VLB" ihren Dienst auf.
Juni 1944 Auf Christmas Island im Pazifischen Ozean meldet sich die Station "WWW" auf 1.480 kHz. Am 1. Februar 1946 werden die Sendungen bereits wieder eingestellt.
01.07.1944 In Bethany, Ohio, nimmt "Voice of America" die 200 kW-Station "WLWL" in Betrieb. Sie dient als Relaisstation für Sendungen nach Afrika und Europa.
"WLWL" wird aber auch für die direkte Rundfunkversorgung in Richtung Lateinamerika eingesetzt.
Gründung der "Mauritius Broadcasting Service" (MBS). Ein umgebauter Kurzwellensender strahlt täglich drei Programmblöcke auf 225 m aus. Später wird auch ein Kurzwellensender in Dienst genommen, der auf 4.855 und 9.710 kHz die Insel Rodrigues versorgt.
10.07.1944 In der Normandie wird der erste alliierte Sender, "Radio Cherbourg", eröffnet.
17.07.1944 Wegen antifaschistischen Widerstands im Rundfunk fällt der Volksgerichtshof vier Todesurteile. Die Verurteilten hatten in den Büros des "Berliner Rundfunks" und auf dessen Vervielfältigungsgeräten antifaschistische Flugblätter hergestellt.
08.08.1944 Der "American Forces Radio & TV Service" (AFRTS) eröffnet auf der Jonston Insel die Radiostation "VTV". Gesendet wird auf 1.420 kHz mit 4,5 kW. Ende des Zweiten Weltkrieges wird dieser Dienst eingestellt. Mitte der fünfziger Jahre wird die gleiche Station wieder aktiv.
11.08.1944 In Lublin nimmt Polens erste Nachkriegs-Radiostation den Betrieb auf. Der 10 kW-Sender ist ein Geschenk von Russland. Die Station trägt den Namen "Pszczolka" (Biene) und arbeitet auf 338 m.
15.08.1944 Auf der Insel Saipan im Pazifischen Ozean beginnt die US-Forces-Sation "WXLD" zu senden. Dieser 1 kW-Sender, der bis Ende 1945 in Betrieb ist, arbeitet auf 660 kHz.
16.08.1944 Das von deutschen Technikern produzierte Fernsehprogramm vom Sender Eiffelturm wird eine Woche vor der Befreiung von Paris eingestellt. Die ganze technische Einrichtung wird unbeschädigt zurückgelassen. In der Hauptstadt waren etwa 1.000 Fernsehapparate in Betrieb. Die Programme des starken Fernsehsenders wurden sogar vom britischen Geheimdienst empfangen.
28.08.1944 Der von der deutschfreundlichen Vichy-Regierung eingesetzte Propagandasender "Stimme Frankreichs" wird von der deutschen Besatzungsmacht vor dem Einmarsch der Amerikaner zerstört.
01.09.1944 Durch den an diesem Tage verfügten Führererlaß "über den totalen Kriegseinsatz" wurden alle kulturellen Einrichtungen wie Theater, Ausstellungen, Kunsthochschulen u.a. geschlossen. Nur noch Film und Rundfunk sollen zuständig sein, "den Soldaten an der Front und der schaffenden Heimat Entspannung zu geben und kulturelle Werte zu vermitteln".
04.09.1944 Der "Belgische Nationale Dienst voor Radio-Omroep" sendet aus einem Notstudio in Vorst das erste Programm vom befreiten Belgien aus.
10.09.1944 Die Sendungen des Reichssenders über die Anlagen von "Radio Luxembourg" werden eingestellt.
12.09.1944 Nachdem die Truppen der 12. US-Armee Luxemburg befreit hatten, übernehmen sie den Groß-Sender. Leiter der deutschen Abteilung des "Freien Senders Luxembourg" ist Hans Habe. Die Studios und Sendeanlagen des ehemaligen Reichssenders sind nahezu unversehrt.
01.10.1944 Die Pariser Fernsehanlagen werden wieder vom französischen Fernsehen übernommen.
03.10.1944 Zwei Wochen, nachdem der südliche Teil der Niederlande durch die alliierten Truppen befreit wurde, beginnt ein niederländischer Militärsender unter dem Namen "Herrijzend Nederland" aus der "Philips"-Zentrale in Eindhoven zu senden. Der 1 kW-Sender verbreitet zur Hauptsache Nachrichten.
24.11.1944 Das Funkhaus in Katowice nimmt seine Tätigkeit wieder auf. Gesendet wird von Sender Gleiwitz.
28.11.1944 Partisanen der Nationalen Befreiungsarmee Albaniens übernehmen nach dem Rückzug der deutschen Heeresverbände das Rundfunkgebäude in Tirana und rufen die staatliche Rundfunkstation "Radio Tirana" ins Leben.
03.12.1944 Die Abteilung psychologische Kriegsführung des alliierten Oberkommandos benutzt die Sendeanlage von "Radio Luxembourg" für den Geheimsender "1212" (auch "Annie" genannt). Täglich werden in den frühen Morgenstunden von 2 bis 6 Uhr Nachrichten gesendet. Chef der Abteilung ist Hans Habe.
25.12.1944 Die "Voice of America" nimmt auf Hawaii (Insel Oahu) die 100 kW-Relaisstation "KRHO" in Betrieb. Fünf Jahre später folgt die zweite Station "KRHK" mit ebenfalls 100 kW Sendeleistung.
31.12.1944 Über einen 7,5 kW-Kurzwellensender strahlt der polnische Rundfunk Programme in Polnisch, Englisch, Französisch und Jiddisch aus.
Dezember 1944 Der "International Service of the Canadian Broadcasting Corporation" beginnt mit Testsendungen. Schon 1943 wurde mit der Montage von zwei 50 kW-Kurzwellensendern und dem Bau von Antennen bei Sackvill, New Brunswick, begonnen.
1944 In Deutschland und den besetzten Gebieten arbeiteten über 100 Sender. Zusätzlich gab es eine unbekannte Zahl von Geheimsendern im Ausland..


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(1944 - Kennung BBC London)
01.01.1945 In Frankreich bringt "Radiodiffusion Francaise" unter dem Titel "Emissions vers l`Etranger" (Sendungen für das Ausland) einen Kurzwellenservice in 20 Sprachen. In mühseliger Arbeit haben französische Techniker den von den Deutschen zerstörten 100 kW-Sender in Allouis wieder zusammengebastelt.
11.01.1945 Die deutschsprachigen Sendungen aus Paris werden wieder aufgenommen. Unregelmässige Sendungen für Deutschland gab es schon 1937 und 1938.
31.01.1945 Die Wehrmacht übernimmt vom Postpersonal den Sender Heilsberg und zerstört ihn durch Sprengung.
15.02.1945 Ein Großteil des Funkhauses in Wien wird in Schutt und Asche gelegt. Der Sendebetrieb kann trotzdem weitergeführt werden.
Februar 1945 Auf der Samoa-Inselgruppe beginnt die Station "WVUW" mit 50 W auf 1.270 kHz zu senden, Im Jahre 1975 wird der staatliche Sender an eine kommerzielle Rundfunkgruppe verkauft.
16.03.1945 Polens erster Nachkriegssender meldet sich jetzt aus dem befreiten Warschau.
23.03.1945 Durch eine Verfügung werden alle erteilten Genehmigungen für private Rundfunksender in Frankreich aufgehoben. Diese Regelung gilt jedoch nicht für die Periphersender "Luxembourg", "Monte Carlo", "Andorra" und etwas später auch "Europe 1" (Saarland), die ihre Sendungen zwar zum Teil in Frankreich produzieren, indes aber von einem auf ausserfranzösischem Territorium stehenden Sender ausstrahlen lassen.
25.03.1945 Die Wehrmacht sprengt den Sender Frankfurt.
05.04.1945 23 Uhr: Letzte Durchsage des Reichssenders Stuttgart aus einem, seit März 1944 betriebenen, Behelfsstudio im Kurhaus Bad Mergentheim.
07.04.1945 Ausstrahlung der letzten Sendung vom Sender Königsberg.
Die Sendeanlagen und der Sendemast des Reichssenders Stuttgart in Mühlacker werden von deutschen Pionieren gesprengt. Eine Woche später beginnen Radiospezialisten der US-Armee, mit Hilfe deutscher Techniker, die Anlage wieder aufzubauen.
10.04.1945 Die erste Hörfunkanstalt in Bosnien-Herzegowina wird unter dem Namen "Radio Sarajewo" gegründet.
14.04.1945 Die SS-Truppen sprengen auf ihrem Rückzug aus Österreich den Großsender Bisamberg.
19.04.1945
Am Berliner Funkturm wurde durch Granaten eine der vier Tragstreben in 38 m Höhe getroffen. Die Reparatur des zerstörten Turmbeins erfolgte noch 1945 mit 800 Kilogramm Schrauben und 7,2 Tonnen Stahl.
Am Tag von Goebbels letzter Rundfunkrede sind neben dem "Deutschlandsender" nur noch die Hauptsender Berlin, München, Hamburg und einige weniger leistungsstarke Nebensender in Betrieb. Die meisten übrigen Sender sind entweder von den Deutschen demontiert worden, oder durch alliierte Bombardements in Schutt und Asche gelegt worden.
Quelle: [11] Bild 183-J31429 / CC-BY-SA
28.04.1945 Im KZ Buchenwald wird ein, von Häftlingen gebauter, Radiosender in Betrieb genommen. Für die amerikanischen Truppen, welche sich bereits in der Nähe des Lagers befinden, wird folgende Botschaft durchgegeben: "An die Alliierten, an die Armee des Generals Patton. Hier Konzentrationslager Buchenwald. SOS. Wir bitten um Hilfe. Man will und evakuieren. Die SS will uns vernichten."
Der Blitzableiter des Lagerkinos wurde zur Antenne umfunktioniert und als Stromquelle diente die Beleuchtung des Todesstreifens um das Lager.
29.04.1945 "Radio Wien" versucht, unter Aufsicht der Roten Armee, ein täglich fünfstündiges Programm auf die Beine zu stellen. Als erste Sendung der wiederauferstandenen "RAVAG" wird der Staatsakt der provisorischen österreichischen Regierung ausgestrahlt. Am 1. Mai wird das erste öffentliche Konzert aus dem Wiener Konzerthaus übertragen.
Die technische Leitung beschafft sich Einzelteile aus den noch vorhandenen ehemaligen Störsendern um Wien und verstärkt den Funkhaussender zunächst auf 200 W und Ende Mai sogar auf 1,2 kW.
01.05.1945 Die Nachricht vom "Heldentod" Hitlers wird vom Berliner Sender um 23 Uhr ausgestrahlt und um 24 Uhr wiederholt. Gegen 00.50 Uhr verabschiedet sich der Großdeutsche Rundfunk an der Masurenallee für immer. Die weiße Fahne zur Übergabebereitschaft wird aufgezogen und die letzten Deutschen Soldaten ziehen sich aus dem "Haus des Rundfunks" zurück.
Die amerikanische Militärregierung übernimmt den Reichssender München und beginnt am 12. Mai mit eigenen Sendungen. Die Amerikaner legen sich in ihrer Zone auf einen dezentralen Rundfunk fest. In Frankfurt, Stuttgart und Bremen entstehen weitere Sender.
Der Inlandsdienst von "Radio Budapest" wird wieder aufgenommen. Fünf Jahre später wird auch der Auslandsdienst wieder eingeführt.


Anhören:
  
(Karl Dönitz aus dem Führerhauptquartier vom Tod Hitlers)
02.05.1945 Eine Einheit der Roten Armee unter dem Kommando von Major Popow besetzt das "Haus des Rundfunks" in Berlin-Charlottenburg, Masurenallee. Major Popow hat durch seine Tätigkeit als Techniker in diesem Funkhaus von 1931 bis 1933 Kenntnisse der Einrichtung. Das durch Flüchtlinge belegte Funkhaus ist nur geringfügig durch Kriegseinwirkungen zerstört. Nicht mehr vorhanden sind die Übertragungswagen, die von SS-Einheiten mitgenommen worden sind.
03.05.1945 Der Reichssender Hamburg wird von britischen Truppen besetzt. Am nächstem Tag wurde gesendet: "This is Radio Hamburg, a station of the Allied Military Government." Das Programm wurde nach dem Chema der BBS gestaltet. Sie setzten emigrierte Deutsche und deutsche Kriegsgefangene vor dem Mikro ein.
04.05.1945 Britische Truppen nehmen den Sender Hamburg mikt folgenden Worten in Betrieb: "This is Radio Hamburg, a station of the Allied Military Government." Das Programm wurde nach dem Chema der BBS gestaltet. Sie setzten emigrierte Deutsche und deutsche Kriegsgefangene vor dem Mikro ein.
08.05.1945 Um 19.30 Uhr meldet sich mit der Ansage "Hier spricht der freie Kärtner Landessender Klagenfurt" zum ersten Male der neue Rundfunk in der britischen Besatzungszone. Vor dem Mikrofon steht Wolfram Enzfelder als Sprecher, den die provisorische Landesregierung für dieses Amt ausgewählt hat.
09.05.1945 Der Reichssender Flensburg verliest den letzte Wehrmachtsbericht.

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(Reichssender Flensburg - der letzte Wehrmachtsbericht)
10.05.1945 Der einzige noch verbliebene Sender der Reichsregierung in Flensburg wurde von britischen Truppen besetzt und aufgelöst.
Als zweiter deutscher Nachkriegssender meldet sich "Radio München" aus einem amerikanischen Übertragungswagen.

Anhören:
  
(Radio München - Stationsansage in englisch und deutsch)
13.05.1945

Quelle: [13] Briefmarke:
20 Jahre Deutscher Demokratischer Rundfunk

Quelle: [10]
Das Redaktionsteam des Berliner Rundfunks vor einem Ü-Wagen.
Quelle: [13]

Geburtsstunde des Rundfunks in der späteren Deutschen Demokratischen Republik. Im Funkhaus Tegel nimmt um 20 Uhr der "Berliner Rundfunk" unter der Leitung von Hans Mahle den Betrieb auf. Der spätere Intendant des "Berliner Rundfunks", Mathias Klein, eröffnet den Sendebetrieb mit den Worten: "Hier spricht Berlin! Hier spricht Berlin! Auf Wellenlänge 356 m, wir beginnen unsere Sendungen". Das Programm wird über den noch erhalten gebliebenen 100 kW-Mittelwellensender in Berlin-Tegel ausgestrahlt. Vom 15. Mai an wird vom Funkhaus Masurenallee aus gesendet.
Der Sender Flensburg, seit dem 10. Mai unter britischer Kontrolle, wird abgeschaltet.


Anhören:
  
(13.05.1945 - Radio Berlin - Mathias Klein - Hier spricht Berlin)
24.05.1945 Über den Sender der "BBC London" ist der niederländische Auslandsdienst wieder zu hören. Das Programm kommt aus dem "Philips"-Studio in Eindhoven, dort wird es über einen Mittelwellensender auf 415 m ausgestrahlt, in London aufgefangen und über Kurzwellensender weiterverbreitet.
25.05.1945 In einem über den Sender im Funkhaus Masurenallee und in der Presse verbreiteten Aufruf werden die Hörer um Mithilfe bei der Beschaffung von Sendematerial wie Literatur, Schallplatten und Noten gebeten, die sie dem "Berliner Rundfunk" leihweise zur Verfügung stellen sollen.
Mai 1945 "Radio Intercroixrouge", der Rundfunkdienst des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz "IKRK" in Genf, beginnt mit der Ausstrahlung von Namen von Kriegsgefangenen.
01.06.1945 "Radio Frankfurt", ein Sender der amerikanischen Militärregierung mit Funkhaus in Bad Nauheim, eröffnet sein Programm.
03.06.1945 "Radio Stuttgart" meldet sich zum ersten Mal aus einem Studiowagen der 7. US-Armee in der Hofeinfahrt des ehemaligen Telegrafenbauamtes in Stuttgart. Zum größten Teil übernimmt der Sender Mühlacker das Programm von "Radio Luxembourg".
05.06.1945 Artikel IX der Erklärung der Alliierten verbietet jeden deutschen Sendedienst. Programmgestaltung und Sendebetrieb der noch intakten deutschen Rundfunkstationen stehen unter Leitung und im Dienst der Besatzungsmacht.
06.06.1945 Im amerikanisch besetzten Teil Österreichs meldet sich in Salzburg der Sender "Rot-Weiss-Rot". Eröffnet wird die Station durch die Wiener Schauspielerin Grete Jacobson, die auch als Nachrichtensprecherin tätig ist. In der einstündigen Eröffnungssendung kommt auch der für Salzburg zuständige US-General Robertson zu Wort. Ein Schallplattenkonzert mit Musik von Johann Strauss und Mozart runden die erste Sendung ab.
Der stark beschädigte 2 kW-Sender auf dem Mönchsberg wurde behelfsmässig hergerichtet. Erst im August 1945 konnte man einen 5 kW-Sender in Betrieb nehmen.
10.06.1945 Major Bob Light eröffnet an der Kaulbachstrasse 15 in München die erste "AFN"-Station in Deutschland. "AFN" steht für "American Forces Network" und beträut in erster Linie Angehörige der der US-Armee.
11.06.1945 Mit einem 300 W-Sender im 30 m-Band und einem zweiten Sender mit 150 W im 49 m-Band meldet sich "Radio Wien" jetzt auch auf Kurzwelle. Musikalisch eröffnet wird die erste Kurzwellensendung mit den ersten Takten des Strauss-Walzers "An der schönen blauen Donau" gefolgt von einer Ansprache Oskar Czeijas, bei der er einen ersten Gruß Österreichs an die in der "Rundfunk-Union" vereinigten Rundfunk-Organisationen Europas richtete.
16.06.1945 Nach dem Beispiel der Briten verfuhren die Franzosen in Baden-Baden. Sie ordneten die Gründung einer Rundfunkanstalt an: Den Südwestfunk SWF.
15.07.1945 "AFN" eröffnet in Frankfurt an der Kaiser Sigmund Strasse ein Büro mit Radio-Studios.
20.07.1945 Am 13. Mai 1945 hebt der schweizer Bundesrat seinen Beschluss vom 29. August 1939 auf und setzt mit Wirkung ab 20. Juli 1945 die, während des Krieges suspendierte, Konzession der "Schweizerischen Rundspruchgesellschaft" (SRG) wieder in Kraft.
22.07.1945
Erster öffentlicher Auftritt des neu gebildeten "Radio Berlin Tanzorchesters" (RBT) in einer vom "Berliner Rundfunk" gestalteten öffentlichen Unterhaltungsveranstaltung im Großen Sendesaal des Funkhauses Masurenallee. Motto: "Der entfesselte Funkturm". Dirigent und künstlicher Leiter des 45 Mitgliedern zählenden Ensebles ist Michael Jary.
Haus des Rundfunks an der Berliner Masurenallee nach 1945
Quelle: [13] Herrmann
29.07.1945 Der "British Forces Network" (BFN) strahlt aus dem Studio der Hamburger Musikhalle das erste Programm für die in Deutschland stationierten britischen Truppen aus. Seit dem 7. Januar 1945 stand dem "BFN" eine mobile Sendeeinheit zur Verfügung.
14.08.1945 "Radio Nederland" sendet wieder. Der Kurzwellensender "PCJJ" in Huizen hat den Krieg ohne größeren Schaden überlebt und strahlt jetzt auf 19,71 m und 31,28 m ein Testprogramm aus.
17.08.1945 "Radio Jakarta" überträgt die Unabhängigkeitserklärung der von Sukarno ins Leben gerufenen Republik Indonesien. Eine Sternstunde des Rundfunks und zugleich Geburtsstunde von "Radio Republic Indonesia".
19.08.1945 "Polskie Radio" nimmt in Raszyn einen 50 kW-Sender in Betrieb.
August 1945 Nach der Wiedergewinnung der nationalen Unabhängigkeit Koreas, strahlt "KBS" (Korean Broadcasting System) regelmäßig Radioprogramme aus.
02.09.1945

Der Sender Leipzig nimmt seine Sendetätigkeit mit dem Programm "Radio Leipzig" wieder auf, wurde aber bald darauf als Außenstelle der "Berliner Rundfunk GmbH" festgelegt.


Quelle: [1] Hein
05.09.1945 In einem Tempel in der Nähe von Yenan (China) installieren Kommunisten unter Führung von Mao Tsetung ihren ersten Sender. Die 300 Watt-Station ist täglich zwei Stunden in Betrieb.
07.09.1945 Fünf Tage nach der Gründung der Demokratischen Republik Vietnam, beginnt die "Voice of Vietnam" von Hanoi aus zu senden. Zur Verfügung stehen alte französische Sendegeräte.
14.09.1945 Das "Belgisch National Instituut voor Radio-Omroep" (NIR/INR) übernimmt wieder alle Rundfunkaktivitäten. Der "BNRO" (Belgische Nationale Dienst voor Radio-Omroep), wird abgeschafft, bleibt aber als Rufnamen bestehen. 1948 führt Belgien einen Kurzwellendienst ein.
22.09.1945 Die Rundfunkanstalt in Hamburg erhielt den Namen "Nordwestdeutscher Rundfunk" (NWDR) mit Sendehäusern in Köln, Hannover und Berlin
26.09.1945 Der "NWDR-Köln" beginnt um 19 Uhr mit seinem Hörfunkprogramm. Generaldirektor ist Hugh Carleton Greene, vielen deutschen Hörern als Chefkommentator der deutschsprachigen Sendungen der "BBC" vom Krieg her gut bekannt.
13.10.1945 Erste von der "BBC" unabhängige Kurzwellensendung aus dem "KRO"-Studio in Hilversum. Die Programme werden auf Wachsplatten mitgeschnitten und vom 35 kW "PCJJ"-Sender in Huizen mehrmals täglich ausgestrahlt.
14.10.1945 "Radio Koblenz" im französischen Besatzungsgebiet beginnt mit seinen Sendungen.
01.11.1945 Die ursprünglichen Besitzer von "Radio Luxembourg", die "Compagnie Luxembourgeoise de Radiodiffusion", erhalten ihren Sender zurück. In den Kriegsjahren stand der Sender zuerst unter deutscher, dann unter amerikanischer Obhut.
12.11.1945 "Radio Luxembourg" nimmt die Sendungen für Frankreich und Belgien nach sechsjähriger Unterbrechung mit den Worten: "Bonjour le monde, ici Radio Luxembourg" wieder auf.
20.11.1945 In Dresden erfolgt die Gründung der "Mitteldeutschen Rundfunk GmbH" als Dreiländeranstalt für die Länder Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.
21.11.1945

Der Rundfunksender RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) wird in Berlin gegründet.

Quelle: [10]
01.12.1945 Inbetriebnahme eines 5 kW-Senders in Königs-Wusterhausen, über den auf 49,62 m ein zusätzliches ca. sechsstündiges Programm "Berlin Kurzwelle" ausgestrahlt wird, dass das Frühprogramm und zeitversetzte Beiträge des "Berliner Rundfunks" am Nachmittag und Abend überträgt. Die größere technische Reichweite des Kurzwellensenders sorgt dafür, dass das "Berliner Programm" auch im Ausland und in den Kriegsgefangenenlager empfangen werden kann.
Inoffizielle Eröffnung des Landessenders Weimar mit einem Festakt. Zunächst werden nur Versuchs- und Musiksendungen ausgestrahlt. Offizieller Sendebeginn ist der 1. Januar 1946.
07.12.1945

Der Landessender Dresden des "Mitteldeutschen Rundfunks" auf der Frequenz 519 kHz, geht in Anwesenheit des Sächsischen Ministerpräsidenten Friedrichs in Betrieb.


Quelle: [1] Hein
23.12.1945 "Radio Bremen", ein Sender der amerikanischen Militärregierung, nimmt den Betrieb auf.

Anhören:
  
(Edward E. Harriman - Sendestart von Radio Bremen)
24.12.1945

Mit einer Festansprache des mecklenburgischen Ministerpräsidenten Höcker wird der Betrieb des Landessenders Schwerin auf der Frequenz 1.231 kHz aufgenommen.


Quelle: [1] Hein
Dezember 1945 Die Moskauer Fernsehzentrale nimmt den Nachkriegs-Programmdienst mit dem altbewährten mechanischen System wieder auf.
1945 Empfänger und Sender waren zerstört. Mit einfachen Detektorempfängern für Kopfhörer startete die Rundfunkindustrie den Neuanfang. Es wurden nochmals alle Phasen der Entwicklung bis zum Super mit mehreren Röhren durchlaufen. Ein Prozess, der Anfangs von den Aliierten geregelt wurde und mehrere Jahre dauerte.
Den Deutschen wird nach den alliierten ""Bestimmungen über die Nachrichtenkontrolle"" zunächst jegliche publizistische Tätigkeit verboten.
Bis März 1946 richten die vier Militärregierungen in ihren jeweiligen Besatzungszonen Rundfunkstationen ein: Radio Hamburg, Radio München, Berliner Rundfunk, Radio Stuttgart, Radio Frankfurt, Sender Leipzig (Mitteldeutscher Rundfunk), Sender Köln (als Filiale des NWDR), Radio Koblenz, Radio Bremen und Radio Saarbrücken. In Berlin gründen die Amerikaner den Drahtfunk im amerikanischen Sektor, weil sie im sowjetisch dominierten Berliner Rundfunk nicht ausreichend berücksichtigt werden.
Gründung der "Nationalen Griechischen Radiostiftung" (EIR) als Erbin des im Jahre 1936 eingerichteten Griechischen Rundfunkrates."
01.01.1946

Auf der Frequenz 1.031 kHz wird der Landessender Weimar offiziell in Betrieb genommen. Die Wort- und Musiksendungen kommen aus den Studios im Hotel Elephant und der Weimarhalle.


Quelle: [1] Hein
10.01.1946 Dem US-amerikanischen Elektroingenieur John Hibbett DeWitt gelingt der Nachweis, dass die Ionosphäre für Funkwellen durchlässig ist. Im Rahmen einer Erde-Mond-Erde-Funkverbindung hört die Project Diana-Forschergruppe das Echo ihres Signals vom als Reflektor genutzten Mond.
28.01.1946 Die "Innerschweizer Radiogenossenschaft" wird gegründet.
Januar 1946
Die "Deutsche Post für die sowjetische Besatzungszone Deutschlands" stellt Empfangsgenehmigungen aus.

Quelle: [1]
01.02.1946 Nummer 1 der illustrierten Wochenzeitschrift mit Rundfunkprogramm in der sowjetischen Besatzungszone erscheint unter dem Titel "Der Rundfunk".
07.02.1946 Mit den alten Draht-Anlagen zur Luftlagemeldung starteten die Amerikaner in Berlin den DIAS (Drahtfunk im amerikanischen Sektor). Es wird ein siebenstündiges Tagesprogramm angeboten. Bald wird der Drahtfunk zum Rundfunk umfunktioniert.
15.02.1946 Der Sender Frankfurt, bisher in Bad Nauheim stationiert, befindet sich jetzt wieder in Frankfurt.
Die provisorische Zivil-Regierung in Burma eröffnet die Station "Voice of Burma". Bereits 1937 unterhielten die Engländer eine kurzlebige Radiostation in Burma.
01.03.1946 Als Ergänzung zur stark eingeschränkten Mittelwellenversorgung, beginnt "Radio München" zusätzlich auf Kurzwelle im 49 m-Band zu senden. Der Kurzwellensender Ismaning arbeitet zunächst auf 6.320 kHz. Im Februar 1948 wird auf 6.160 kHz gewechselt.
17.03.1946 Unter französischer Regie nimmt "Radio Saarbrücken" in deutscher Sprache den Sendebetrieb auf. Nach zwei Wochen selbständiger Programmgestaltung übernimmt der Saarbrücker Rundfunk sein Programm weitgehend vom "Südwestfunk" aus Baden-Baden. Mit Inkrafttreten einer vom französischen Oberkommando erlassennen Verordnung am 15. September 1946 wird "Radio Saarbrücken" wieder aus dem "Südwestfunk" ausgegliedert.
24.03.1946 Russischsprachige Sendungen werden von nun an ins "BBC"-Angebot aufgenommen.
31.03.1946 Das von den Franzosen in Baden-Baden errichtete Funkhaus wurde mit Südwestfunk (SWF) benannt. Dieser beginnt mit dem regulären Programmdienst für die gesamte französische Zone über den wiederaufgebauten 10 kW-Mittelwellensender Freiburg und einem mobilen 1,5 kW-Kurzwellensender der Militärregierung in Baden-Baden. Der seit dem 14. Oktober 1945 im französischen Besatzungsgebiet aktive Sender Koblenz wird dem "Südwestfunk" zugeschaltet. Bis 1952 werden im "SWF"-Programm auch dreimal täglich Nachrichten in französischer Sprache gesendet.
April 1946 In Singapur nimmt die Zivil-Regierung den Rundfunkdienst wieder in die eigene Hand. Auf Mittel- und Kurzwelle meldet sich jetzt "Radio Malaya, Singapore and Federation of Malaya".
Von 1942 bis 1945 betrieben die Japanischen Besetzer die Militärstation "Syonan Hoso Kyoku".
03.06.1946 Die Generaldirektion der PTT setzt eine interne Kommission zum Studium einer Fernsehorganisation ein.
07.06.1946 Start des Fernsehens in England nach dem Krieg. Der technische Stand von 1939 wird beibehalten (405 Zeilen/25 Bilder pro Sekunde).
15.06.1946 "Radio Nederland" strahlt versuchsweise ein Konzert des "Radio Philharmonisch Orkest" unter der Leitung von Albert van Raalte in Stereo aus. Diese Darbietung wird vom Sender "Hilversum 1" auf 301,5 m und "Hilversum 2" auf 415,5 m gleichzeitig übertragen. Für den Empfang des Stereo-Signals sind dementsprechend zwei Radio-Empfänger erforderlich. Die Stereoaufnahme wird mit Hilfe eines Kunstkopf-Mikrofons erreicht.
20.06.1946

Auf der Frequenz 564 kHz beginnt der Sender Potsdam mit Brandenburger Nachrichten und einem eigenen Landfunkprogramm zunächst mit einem 1,5 kW-Mittelwellensender den regulären Betrieb, vorerst im Studiogebäude in der Kapellenbergstr. 4 (später Puschkinallee).


Quelle: [1] Hein
01.07.1946
Unter Leitung von Geoffrey Everitt nimmt "Radio Luxembourg" sein englisches Programm auf Langwelle 1.191 m wieder auf. Das Schallplattenarchiv stammt noch aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.
Der erste Ü-Wagen der Nachkriegszeit, Sommer 1946 bei Radio Stuttgart
Quellen: [13], [30]
04.09.1946 Mit dem fahrbaren 20-kW-Mittelwellensender "Heinrich" beginnt der "RIAS" (Rundfunk im amerikanischen Sektor) mit seinem Programm in Berlin und löst den "Drahtfunk im amerikanischen Sektor" (DIAS) ab.
29.09.1946 Die "BBC" führt ein drittes Radioprogramm ein.
06.10.1946 Die beiden, während des Krieges in Elmshorn errichteten, 50 kW-Kurzwellensender übertragen das Programm des "British Forces Network". Ab dem 23. März 1947 wird über die Sender das "NWDR"-Programm verbreitet.
12.10.1946 In Chur (Schweiz) wird die "Cuminanza Radio Rumantsch" (CRR) gegründet. Ihre Aufgabe ist es, die rätoromanische Bevölkerung in allen das Schweizer Radio betreffenden Fragen zu vertreten, ihre Interessen zu wahren und Radiosendungen aus dem rätoromanischen Gebiet zu vermitteln.
Oktober 1946
Grundig bringt den Radiobausatz "Heinzelmann" auf den Markt und umgeht damit die Kontrollen der Alliierten über die Herstellung von Rundfunkgeräten.
Grundig beginnt damit sein Imperium.

Quelle: [10]
15.12.1946 Die Nummer 1 der Programmzeitschrift "Hör zu" erscheint in Hamburg.
nach oben Seitenanfang Letzte Änderung dieser Seite: 28.02.2016