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Rundfunkgeschichte − 1989 bis heute

01.01.1989 Die AG für das Werbefernsehen (AGW) in der Schweiz erhöht die Preise für Fernsehspots um 4,2 Prozent. 30 Sekunden kosten in der teuersten Periode 1 (Januar bis Mai und September bis Dezember) bei Ausstrahlung in der Region DRS neu 11.310, bei gesamtschweizerischer Verbreitung 14.140 Franken. Mit einem kleineren Aufschlag gibt sich die Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD) zufrieden. Sie erhöht die Preise für Werbung im Gesamtprogramm um durchschnittlich 3 Prozent.
Nachdem Thomas Kirch, Sohn des Filmhändlers Leo Kirch, mit 49 Prozent am privaten Fernsehsender "Eureka" beteiligt ist, soll das Programm zum Jahresbeginn reformiert werden. Mit dem neuen Namen "PRO 7" und einem unterhaltungsorientierten Vollprogramm will man neben "RTL-plus" und "SAT 1" ein gleichrangiger Privatsender werden.
01.02.1989 Wie die "Socété Européenne des Satellites" (SES), die Betriebsgesellschaft des ersten privaten europäischen Fernsehsatelliten mitteilte, hat der am 11. Dezember vergangenen Jahres in den Weltraum beförderten "Medium-Power-Satellit – ASTRA" planmässig am 1. Februar seine Sendetätigkeit aufgenommen. Ausgestrahlt wird zurzeit das Spielfilmprogramm "Filmnet". Ab dem 5. Februar verbreitet "ASTRA" namentlich die von der Firma "Sky-Television" gelieferten Angebote, also "Sky Movies", "Sky News", den neu formierten "Sky Channel" sowie das zusammen mit der "Union européenne de radiodiffusion" (UER) konzipierte Programm "Eurosport". Hinzu kommen Veranstaltungen der britischen Groß- und Detailhandelskette W.H. Smith, darunter der Musikkanal "MTV-Europe" und der mehrsprachig angelegte "Screensport". Ebenfalls am 5. Februar hat das auf den skandinavischen Raum ausgerichtete Programm "TV 3" Premiere. Nach Angaben der "SES" sind zum Zeitpunkt der Inbetriebsnahme zwölf Kanäle des Satelliten belegt, dessen Angebot auf einem Großteil der europäischen Fernsehmärkte mit einer 60 Zentimeter großen Parabolantenne empfangen werden können. Die restlichen vier Transponder bleiben für deutsche Veranstalter wie "SAT 1", "RTL-plus" und "PRO 7" reserviert, ohne deren Aufschaltung der Erfolg von "ASTRA" deutlich beeinträchtigt würde.
In Belgien nimmt der erste private flämische Fernsehsender den Betrieb auf, die "Vlaamse Televisie Maatschappij" (VTM), gegründet von Mike Verdrengh und Guido Depraetere. Das Programm von "VTM" wird nicht terrestrisch ausgestrahlt, sondern nur über Kabel verbreitet.
16.02.1989 Als letztes Bundesland erhält Bremen ein Landesmediengesetz, das die Zulassung privater Rundfunkprogramme regelt. Über die Zuteilung von Sendelizenzen entscheidet die "Bremische Landesmedienanstalt". Organe der Landesmedienanstalt sind der pluralistisch zusammengesetzte Landesrundfunkausschuss und der Direktor.
19.02.1989 Der Münchner Privatsender "Radio M 1" hat eine radikale Änderung der Musikrichtung angekündigt. Statt Rock und Pop sollen künftig Schlager und Volksmusik auf der Frequenz 92,4 MHz für Abwechslung sorgen. Nur noch Hans Rulands "Jazz-Welle Plus" wird auf dieser Frequenz aus dem Rahmen fallen. Während alle anderen Münchner Privatsender mehr oder weniger um die Hörergunst der Jugendlichen buhlen, meint "M 1", bei der älteren Generation eine Marktlücke gefunden zu haben.
01.03.1989 Die Medienlandschaft Indonesiens ist bunter geworden. Mit "RCTI" hat eine neue Ära in der Fernsehgeschichte des südostasiatischen Landes begonnen. Die Abkürzung "RCTI" steht für "Rajawali Citra Televisi Indonesia", es ist die erste private Fernsehstation im indonesischen Archipel der 13.000 Inseln.
5:00 Uhr nimmt "Radio Victoria" vom Sender Hornisgrinde den Betrieb auf. Das Programm wird auf der Frequenz 100,4 MHz mit 10 KW von Mitternacht bis 13:00 Uhr und von 16:00 bis 20:00 Uhr ausgestrahlt. In den Nachtstunden wird das Programm des rheinlandpfälsischen Privatsenders "Radio RPR" übernommen. Nachrichten werden vom Ulmer "Radio 7" beigesteuert. Der zweite Anbieter auf dieser Frequenz, "Radio Ladies First", sendet bereits seit Oktober 1988.
14.03.1989 Die EG-Wirtschaftsminister beschließen in Brüssel, dass in allen EG-Staaten künftig die Spielfilme am Bildschirm alle 45 Minuten für Werbung unterbrochen werden dürfen. Nach 110 Minuten sind bei längeren Filmen alle 20 Minuten Werbeeinblendungen möglich.
27.03.1989 Die weltweit leistungsfähigste Kurzwellensendeanlage in privaten Händen wird in Cypress Creek (Südkarolina) in Betrieb genommen. Die beiden von "Asea Brown Boveri" (ABB) installierten 500 KW-Sender strahlen täglich Nachrichten- und Bildungsprogramme sowie an den Wochenenden religiöse Botschaften in englischer und spanischer Sprache aus. Die für Kanada, Mittel- und Südamerika sowie die Karibik bestimmten Sendungen werden großenteils von der Radiokette "Christian Science Monitor" in Boston produziert. Diese wiederum gehört der "First Church of Christ, Schientist". Sie hat mit der vom "World Service Herald Broadcasting" (WSHB) betriebenen Anlage in Cypress Creek ihr weltweites Kurzwellennetz nun fertiggestellt.
31.03.1989 Der zweite private Hörfunkanbieter Hamburgs hat sein Programm auf 106,8 MHz eingestellt. Nach dem "Kommunalen Radio Hamburg" (KORAH) sah nun auch "Radio 107" keine finanziellen Perspektiven mehr.
01.04.1989 Der "Norddeutsche Rundfunk" führt ein viertes Hörfunkprogramm ein. "NDR 4" ist über folgende Sender zu empfangen: Kiel (95,7 MHz), Hamburg (92,2 MHz), Bremerhaven (98,9 MHz), Bremen (95,0 MHz) und Harz-West (99,5 MHz).
08.04.1989 Der Privatsender "Radio Freiburg – FR 1" hat offiziell den Sendebetrieb auf 100,7 MHz aufgenommen. Der 1 kW-Sender befindet sich auf dem 557 m hohen Totenkopf im Kaiserstuhl. 17 Festangestellte produzieren täglich zehneinhalb Stunden Programm. Während der restlichen Sendezeit wird das Programm von "Radio Luxembourg" übernommen. Die Hälfte der "FR 1"-Mitarbeiter stammt vom ehemaligen "Stadtradio Freiburg".
12.04.1989 Die Gründungsverträge der "Radio-NRW-Programmgesellschaft" werden unterzeichnet. "Radio NRW" will die privaten Lokalprogramme in Nordrhein-Westfalen via Satellit mit einem 24-stündigen Mantelprogramm beliefern. Gesellschafter sind die Pressfunk GmbH der nordrheinwestfälischen Tageszeitungsverleger (55%), der "Westdeutsche Rundfunk" (30%), und Bertelsmann (15%).
April 1989 Im April hat eine gegenseitige Senderhilfe zwischen Kanada und der Volksrepublik China begonnen: deren Zweck ist es, die Kurzwellensendungen des einen Landes über KW-Sender des Partnerlandes zu verbreiten. Sendungen von "Radio Canada International" werden von KW-Sendern in China ausgestrahlt und umgekehrt.
Seit Ende April strahlt die erste amerikanische Fernsehkette ihre Programme auch über Kabelnetze in Europa aus. Als Übertragungssatellit dient der "Intelsat V". Laut einer Meldung von "Le Monde" kann "Discovery", ein auf Dokumentarfilme spezialisierter Sender, allerdings erst in etwa 15.000 britischen und 120.000 skandinavischen Haushalten empfangen werden.
12.05.1989 "Radio One", der Sender für Jugendliche in Winterthur und Umgebung, geht ab 17 Uhr für ein kurzes Gastspiel in den Äther. Das auf der Frequenz 101,5 MHz ausgestrahlte Programm wird am 14. Mai um Mitternacht beendet.
18.05.1989 Der "Deutschlandfunk" strahlt sein Programm über einen eigenen Sender in Berlin aus. Es handelt sich um den 5 KW-Mittelwellensender auf 810 kHz der bis zum Ende vergangenen Jahres von der "BBC" genutzt wurde.
19.05.1989 In Aarau wird das neue Regionalstudio Aargau / Solothurn in Betrieb genommen. Aus diesem Studio wird dreimal täglich über das regionale Geschehen in diesen beiden Kantonen berichtet.
21.05.1989 Die "Deutsche Welle" schließt ihren ersten Kooperationsvertrag mit einer staatlichen Rundfunkanstalt in Osteuropa, mit dem Budapester "Magyr Radio".
22.05.1989 Im Hamburger Äther ist auf 106,8 MHz "Radio 107" wieder zu hören. Das weitere Schicksal des Senders ist aber nach wie vor unklar, ein tragfähiges Finanz-Konzept konnte noch nicht vorgelegt werden.
Der französische Sender "La Sept" erhält eine eigene Sendeanlage und strahlt sein Programm von nun an über den französischen Satelliten "TDF 1" im D2-Mac-Standart aus. Zusätzlich wird bei dem Regionalsender "FR 3" jeden Samstag ein "La Sept"-Fenster angeboten, so dass auch nicht verkabelte französische Haushalte die Sendungen zumindest einmal pro Woche empfangen können.
26.05.1989 Alle Radiostationen in den Vereinigten Staaten schweigen für 30 Sekunden im Rahmen der Aktion "The Day that Radio stopt". Mit dieser Werbekampagne wird für das Medium Radio geworben.
04.06.1989 Die "Stimme des 4. Juni", benannt nach dem Datum, an dem die blutige Niederschlagung der Demokratiebewegung in China stattfand, nimmt ihren Betrieb unmittelbar nach den Ereignissen in Peking auf. Die Programme in Standartchineschisch, in denen über demokratische Bewegungen in China und anderen Teilen der Welt berichtet wird, sind zunächst nur über Lokalstationen in amerikanischen Universitätsstädten zu hören.
Der Missionssender "World Wide Christian Radio" (WWCR) nimmt den regulären Sendebetrieb auf. Der 100 kW-Sender opperiert von Nashville (Tennessee) aus auf den Frequenzen 15.690 und 7.520 kHz.
05.06.1989 Mit einer Ariane-4-Rakete wird der Kommunikationssatellit DFS-Kopernikus 1 der Deutschen Bundespost von Kourou aus gestartet und in eine geostätionäre Position gebracht. Er wird zur Übertragung von Fernsehprogrammen und Telefongesprächen genutzt. Mit der gleichen Rakete wurde auch der Japanische Satellit "Superbird A" in den Orbit gebracht.
Ende Juli sind bereits sporadisch Testbilder sowohl im Bereich 11,45 – 11,7 GHz als auch im Bereich 12,5 – 12,75 GHz über "Kopernikus" zu empfangen. Die Programmabstrahlung des "Kopernikus" (Position: 23,5 Grad Ost) sieht wie folgt aus: ARD, 1 Plus, 3-Sat, WDR 3, Bayern 3, RTL Plus, Sat 1, Tele 5 und Pro 7. Am 25. August wird mit der Ausstrahlung digitaler Hörfunkprogramme der ARD begonnen.
20.06.1989 In Irland nimmt der erste lizenzierte Privatsender den Betrieb auf. "Capital Radio" meldet sich auf 104,4 MHz. Am 4. September folgt die kommerzielle Sendekette "National Commercial Radio".
28.06.1989 Die Ministerpräsidenten der Bundesländer beschließen die weitere Förderung des geplanten Deutsch-Französischen Kulturkanals. Für die Finanzierung des Projekts auf deutscher Seite ist eine zusätzliche Gebühr von 0,50 DM bei der nächsten Gebührenerhöhung 1993 vorgesehen.
01.07.1989 Die Werbezeit am Schweizer Fernsehen kann auf Beschluss des Bundesrates im Jahresdurchschnitt um 6 Minuten pro Tag auf 29 Minuten erhöht werden. Eine Minute davon ist für Werbung für gemeinnützige Organisationen zu reservieren. Bei der Tarifgestaltung für gemeinnützige Aktionen ist den finanziellen Möglichkeiten der Organisationen Rechnung zu tragen.
Juli 1989 Ein privater Radiosender der südphillipinischen Stadt Zamboanga bringt ein Morgenprogramm, das unpünktliche Rathausangestellte auf Trab bringt. "Radio DXLL" enthüllt morgens um acht Uhr schonungslos die Namen aller Bediensteten, die verspätet den Dienst angetreten haben. Der Sender schaffte es in fünf Tagen, dass im Ratshaus von Zamboanga der Dienst jetzt auf die Minute pünktlich begonnen wurde.
19.08.1989 In einer langfristig geplanten Aktion bringen britische und niederländische Behörden den Piraten-Seesender "Radio Caroline" zum Schweigen. Die Sendeanlagen auf dem Schiff "Ross Revence", zwei Mittelwellensender und ein Kurzwellensender, werden kurz nach 13 Uhr ausgeschaltet und Sende- und Studioeinrichtungen werden beschlagnahmt.
25.08.1989 37. Internationale Funkausstellung Berlin vom 25.08. - 03.09.1989.
Die spanische Regierung hat drei Privatunternehmen Fernsehsenderecht erteilt. Berücksichtigt wurden die Gruppe "Antena 3-TV", die Gesellschaft "Telecinco" sowie "Canal Plus".
August 1989 Ein neuer Privatsender ist seit Anfang August im Großraum Wien zu hören: "Antenne Austria" hat sich beim ungarischen "Radio Danubius" eingemietet. Auf der Frequenz 102 MHz versorgt der österreichische Privatsender (Leitung: Ex-Ö-3-Moderator Thomas Klock) vom ungarischen Sopron aus die Wiener mit Pop und Rock. Vorerst vier Stunden pro Tag zwischen 8:00 und 10:00 Uhr sowie zwischen 17:00 und 19:00 Uhr will man "Ö 3" Konkurrenz machen. Künftig soll mittels eines zusätzlichen Senders in Südtirol das Programm rund um die Uhr nach Kärnten ausgestrahlt werden.
01.09.1989 "Atlantic 252", die irische Rockstation auf der Langwellenfrequenz 254 kHz, hat den regulären Sendebetrieb um 8:00 Uhr Ortszeit aufgenommen. Die neue Station ist ein Gemeinschaftswerk von "Radio Tele Luxembourg" (RTL) und "Radio Telefis Eireann" (RTE). Zwei 300 kW-Sender von Continental strahlen das Programm über einen 248 m hohen Antennenmast ab. Die Sendeanlage steht in Clarkstown(Summerhill) im County Meath, etwa sechs Kilometer entfernt vom Studio in Trim. Zu hören ist "Atlantic 252" vorerst nur tagsüber von 6:00 bis 19:00 Uhr. Später wurde auch nach 19:00 Uhr gesendet, allerdings nur mit geringer Sendeleistung.
Nach dem Genfer Wellenplan wird "Atlantic 252" in Februar 1990 die tatsächlich angesagte Frequenz 252 kHz belegen. In Mitteleuropa wird "Atlantic 252" allerdings vom Französischen Dienst der "Radiodifusion-Television Algerienne" auf der gleichen Frequenz erheblich gestört.
Die private Satellitenstation "Radio Cable 1" wird gezwungen, den Sendebetrieb einzustellen. Die Pop-Musik-Station von Willem van Kooten, ehemals populärer DJ beim Piratensender "Radio Veronica", ist den niederländischen Behörden zu wenig "ausländisch" ausgerichtet um eine Einspeisung in die Kabelnetze zu genehmigt zu bekommen. Überregionaler Privatfunk ist in den Niederlanden verboten. Ausländische Anbieter dürfen allerdings ins Kabelnetz.
10.09.1989 Der Hurrikan "Hugo" hat auf der Karibikinsel Montserrat den dortigen Mittelwellen-Sender von "Radio Antilles" so stark beschädigt, dass ein halbes Jahr lang kein Programm mehr gesendet werden kann. Der kommerzielle Sender, der sich im Besitz der "Deutschen Welle" befindet, war der mit Abstand populärste Sender der ganzen Karibik. Auf Grund der Schäden mußte die, seit 25 Jahren aktive, Station das Personal vorübergehend entlassen.
26.09.1989 Der "NDR" schließt mit dem Hamburger Stadtsender "Radio 107" eine sogenannte Werbekombi unter dem Namen "NDR plus". Ab 1. Januar 1990 wird die Hörfunk-Werbung des "NDR" auch über "Radio 107" ausgestrahlt. Damit tritt erstmals eine öffentlichrechtliche Anstalt gemeinsam mit einem Privatsender auf dem Werbemarkt auf.
29.09.1989 In weiten Teilen des Tessin sind nun auch die beiden Radioprogramme "DRS 1" (deutschsprachig) und "RSR 1" (la Première, französischsprachig) auf dem UKW-Netz der italienischen Schweiz zu empfangen. Bis Ende des Jahres werden rund 80% der Bevölkerung in den Genuss dieser Neuerungen kommen.
01.10.1989 12:00 Uhr nimmt der Piratensender "Radio Caroline" wieder den regulären Sendebetrieb auf. Dem Techniker Peter Chicago ist es gelungen, den demolierten Sender wieder flott zu bekommen. Mit minimaler Leistung wird auf 558 kHz gesendet, was einen Empfang nur in den Küstengebieten von England und den Niederlanden ermöglicht. Ein längerfristiger Sendebetrieb läßt sich allerdings nicht verwirklichen. Im November 1991 strandet das Sendeschiff, die "Ross Revence", auf einer Sandbank und wird anschließend in den Hafen von Dover geschleppt und beschlagnahmt.
02.10.1989 Aus Luxembourg meldet sich "Radio-Télé-Veronique" mit einem luxemburgisch/niederländischen Programm über einen Sender in Dudelange und über den Astra-Satelliten auf Transponder 13. Das kommerzielle Programm richtet sich in erster Linie an die niederländische Bevölkerung. Ein großer Teil der Sendungen, die hauptsächlich aus Spiel-Shows, Quizsendungen und Komödien besteht, werden in Aalsmeer (Niederlande) produziert, wo ein großes Produktionsstudio zur Verfügung steht. Lex Harding, der Direktor des Senders, begann seine Kariere als DJ bei den Sendern "Dolfijn" und "Veronica". Im Februar 1990 wird aus "Radio-Télé-Veronique" "RTL4" als Ergänzung zu den drei niederländischen TV-Programmen.
09.10.1989
  
Quelle: [13]  
Über den Sender Leipzig und über den Stadtfunk verliest der Gewandhauskapellmeister Prof. Kurt Masur um 17:00 Uhr einen Apell, der die 50.000 Teilnehmer der Leipziger Montagsdemonstration und die Polizei- und Armeeeinheiten zur Besonnenheit und zum friedlichen Dialog auffordert. Es ist die erste direkte Äußerung im Radio zur Kriese der DDR.

"Die Leipziger Bürger: Professor Kurt Masur, Pfarrer Dr. Zimmermann, der Kabarettist Bernd-Lutz Lange und die Sekretäre der SED-Bezirksleitung Dr. Kurt Meyer, Jochen Pommert und Dr. Roland Wötzel wenden sich mit folgendem Aufruf an alle Leipziger:
Unsere gemeinsame Sorge und Verantwortung haben uns heute zusammengeführt. Wir sind von der Entwicklung in unserer Stadt betroffen und suchen nach einer Lösung. Wir alle brauchen freien Meinungsaustausch über die Weiterführung des Sozialismus in unserem Land.
Deshalb versprechen die Genannten heute allen Bürgern, ihre ganze Kraft und Autorität dafür einzusetzen, daß dieser Dialog nicht nur im Bezirk Leipzig, sondern auch mit unserer Regierung geführt wird.
Wir bitten Sie dringend um Besonnenheit, damit der friedliche Dialog möglich wird.
Es sprach Kurt Masur."

Quelle: NEUES FORUM LEIPZIG Jetzt oder nie - Demokratie Leipziger Herbst´89

13.10.1989 "Radio Rheintal" sendet als neues Lokalradio aus dem Kanton St. Gallen. Sechs Stunden pro Tag wird ein eigenes Lokalprogramm auf 101,5 MHz (100 W) ausgestrahlt. Die Verantwortung von "Radio Rheintal" trägt "Radio Gonzen", das vor rund einem Jahr die Konzession für die Bezirke Ober- und Unterrheintal erhielt.
26.10.1989 Als erster Sender des Rundfunks in der DDR überträgt der Sender Dresden eine Stadtverordnetenversammlung original, die sich mit den notwendigen politischen Veränderungen in der DDR beschäftigt.
04.11.1989 "Eurosport" ist in deutscher Sprache auf dem "Sky-Channel"-Kanal empfangbar. Der führende europäische Kanal für Sportsendungen hat am 16. Oktober sein Programmangebot erweitert und zu einem Tagesprogramm ausgedehnt. "Eurosport" ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen 15 Europäischen Fernsehanstalten der "UER" sowie "News International", der Muttergesellschaft von "Sky Television".
05.11.1989 Die Mitglieder des Staatlichen Komitees für Rundfunk der DDR erklären ihren Rücktritt.
06.11.1989 Das vierte Hörfunkprogramm des "Saarländischen Rundfunks", "SR 4", geht auf Sendung. In dem neuen Programm erhält der "Offene Kanal" mindestens sechs Stunden pro Woche Sendezeit. Der Sender Schockberg überträgt das neue Programm mit 50 kW auf 103,7 MHz.
09.11.1989 Die Öffnung der innerdeutschen Grenze in der Nacht vom 9. auf den 10. November durch die Deutsche Demokratische Republik ist Thema zahlreicher Sondersendungen im Radio und Fernsehen.
14.11.1989 Der "Sender Rostock" und der "Sender Leipzig" treffen erste Kooperationsvereinbarungen mit dem "NDR" und der "Sender Weimar" mit dem "Hessischen Rundfunk".
20.11.1989 Erstmalig strahlt der DDR-Sender "Jugendradio DT 64" und "Sender Freies Berlin 2" ein gemeinsames Frühprogramm aus.
27.11.1989 In der Bundesrepublik Deutschland geht das erste Privatradio mit klassischer Musik auf Sendung. "Radio Belcanto" wird via den Satelliten Kopernikus auf dem TV-Transponder von "Tele 5" verbreitet und in die lokalen Kabelnetze der Bundesrepublik eingespeist. Das Programm wird rund um die Uhr verbreitet. Neben klassischer Musik werden bis 22 Uhr stündlich Nachrichten gebracht, außerdem Beiträge aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur.
08.12.1989 Der Satellit Astra 1 A (19 Grad Ost) beginnt mit der Übertragung der deutschsprachigen Fernsehprogramme "Sat 1", "RTL plus", "Pro 7" und "Teleclub". Somit ist Astra auch für den deutschsprachigen Raum interessant geworden.
31.12.1989 Das erste private, landesweite Hörfunkprogramm im Saarland, "Radio Salü", beginnt mit der Ausstrahlung seines Programms. An der Trägergesellschaft "Euro Radio Saar e.V." ist auch der "Saarländische Rundfunk" mit 20% beteiligt.
Folgende Sender verbreiten das Programm von "Radio Salü": Webenheim 100 MHz (5 kW), Merzig 103 MHz (0,1 kW), Mettlach 104,2 MHz (0,1 kW), Perl 100,3 MHz (5 kW) und Schockberg 101,7 MHz (100 kW).
1989 Als letztes Bundesland erhält Bremen ein Landesmediengesetz, das privatwirtschaftlichen Rundfunk zuläßt.
Im Rahmen eines technischen Betriebsversuchs mit digitalem Satellitenrundfunk beginnt die Deutsche Bundespost mit der Ausstrahlung von Hörfunkprogrammen über 16 Kanäle.
An die Stelle der Staatlichen Komitees für Rundfunk bzw. Fernsehen treten der Rundfunk der DDR und das Fernsehen der DDR jeweils unter einem Generalintendanten.
01.01.1990 Der Programmdienst des Schweizer Telefonrundspruchs "TR" arbeitet seit Beginn des Jahres in hochmodernen Studios: computergesteuerte Programmabläufe, Compact Discs und Digital Audio Tapes haben jahrzehntealte Arbeitsweisen und Techniken abgelöst. Es ist vorgesehen, die digitalen Radiosignale via PTT-Richtstrahlzubringer Gemeinschaftsantennen zuzuführen. Mit einem endsprechend ausgerüsteten modernen Empfangsgerät können die Beiträge störungsfrei und in Spitzenqualität empfangen werden.
In Singapur meldet sich "FM 93,3 MHz" als Populärmusiksender. Im April kommt der Sender "Class 95" und im Dezember 1990 die Station "RIA" als ein jugendorientiertes Programm dazu.
02.01.1990 "Opus Radio", das erste schweizerische Lokalradio, welches ausschließlich klassische Musik sendet, hat einen einmonatigen Test in der Region Zürich beendet. Eine Sendelizenz gibt es vorläufig noch nicht.
22.01.1990 Der Sender Magdeburg strahlt die erste Werbesendung im DDR-Rundfunk aus. Grundlage ist ein befristeter Werbevertrag mit "Radio ffn".
24.01.1990 Anläßlich der vom 24. Januar bis 6. Februar in Neuseeland stattfindenden "Comonwealth Games" nimmt "Radio New Zealand" seinen neuen 100 kW Kurzwellensender der Firma Thomson im Sendezentrum Raingitaiki in Betrieb. Um 4:00 Uhr Ortszeit wird auf 17.680 kHz das offizielle Programm von "Radio New Zealand" übertragen. Der neue Sender, der bis auf 500 kW aufbaufähig ist, löst zwei völlig veraltete 7,5 kW Sender der US-Truppen aus dem Zweiten Weltkrieg ab.
29.01.1990 Das italienischsprachige Satellitenprogramm "RAISAT" der "RAI" nimmt seinen Betrieb auf. Es wird von der "Televisione della Svizzera Italiana" mit Beiträgen aus den Bereichen Dokumentation, Kultur und Information im Umfang von rund 2 Stunden wöchentlich beliefert.
Januar 1990 Seit Anfang des Jahres schweigt "Radio Mediterranean", ein Gemeinschaftsunternehmen Maltas und Algeriens. Die Station hatte seit 1978 über die Sendeanlagen der Deutschen Welle auf Malta täglich je eine Stunde in Englisch, Französisch und Arabisch ausgestrahlt. Nachdem es schon früher zu Differenzen zwischen den Partnern über Sendezeiten und Programminhalte gekommen war, stoppte die algerische Regierung Ende des vergangenen Jahres ihre Zahlungen. Malta war indes nicht gewillt, die Kosten alleine zu tragen. Von der Stillegung sind etwa 40 Mitarbeiter betroffen.
"Radio Metropolska Fun" – so heißt der erste private Hörfunksender in Polen. Es handelt sich dabei um eine Kooperation zwischen der französischen Musikkette "FUN" und früheren Mitarbeitern des Untergrundsenders der Solidarnosc-Bewegung. Bis auf weiteres übernimmt der Sender in Krakau das französische Programm, das zum Verlagshaus Hersant gehört. Es ist in Polen mit fünf Millionen Francs eingestiegen. Eigene Programme darf "Radio Metro-polska FUN" nicht senden. Übertragen wird das Programm von "Radio FUN" von Paris nach Krakau über Satellit.
01.02.1990 Inkrafttreten des "Genfer Wellenplanes" für die Langwelle 238,5 - 283,5 kHz.
05.02.1990 Die Volkskammer der DDR verabschiedet den "Beschluss über die Gewährleistung der Meinungs-, Informations- und Medienfreiheit". Über die Durchsetzung der Beschlüsse soll ein neuer Medienkontrollrat wachen.
12.02.1990 Die "Stimme der DDR" wird um Mitternacht in "Deutschlandsender" umbenannt.
26.02.1990 In den Hörfunkprogrammen der DDR beginnt die erstmalige Ausstrahlung von Wahlwerbespots. Anlass sind die Volkskammerwahlen vom 18. März.
Das "Fernsehen der DDR" wird wieder in "Deutscher Fernsehfunk" (DFF) umbenannt.
Februar 1990 Die Station "La Voz de Nicaragua" nennt sich in den Stationsansagen jetzt "Radio Nicaragua". Zusätzlich wird mitgeteilt, dass der Sender "die Stimme der neuen Regierung von Nicaragua ist, die am 25. Februar vom Volk gewählt wurde".
05.03.1990 Die "Hamburgische Anstalt für neue Medien" (HAM) erteilt dem Abonnementfernsehen "Premiere" die Lizenz für ein kulturelles Informations- und Unterhaltungsprogramm. Bundesdeutsche Kabelhaushalte können ab 28. Februar 1991 das, teilweise verschlüsselte, Programm mit aktuellen Kinofilmen, Kulturmagazinen, Sport und Musikveranstaltungen täglich von 7:00 Uhr bis 2:00 Uhr nachts empfangen.
15.03.1990 Der "Deutsche Fernsehfunk" der DDR wird vom Ministerrat in den "statuarischen Grundsatzreglungen" zu einer unabhängigen, öffentlichrechtlichen Einrichtung erklärt.
16.03.1990 Die Rundfunkräte von "SWF" und "SDR" billigen eine Kooperationsvereinbarung ihrer Anstalten. Sie sieht u.a. vor, dass "SDR" und "SWF" in ihren ersten und dritten Hörfunkprogrammen enger zusammenarbeiten. Die zweiten, schon kooperierenden, Radioprogramme sollen zu einem gemeinsamen Kulturprogramm verbunden werden. Außerdem ist ein gemeinsames Hörfunklandesprogramm für Baden-Württemberg vorgesehen.
21.03.1990 Namibia erhält seine Unabhängigkeit. Aus der "Southwestafrican Broadcasting Corporation" wird die "Namibian Broadcasting Corporation" (NBC). Über die beiden Kurzwellensender aus Windhoek werden Programme in Englisch, Deutsch, Afrikaans und in weiteren Lokalsprachen verbreitet.
27.03.1990 Nachdem der erste Testballon, von dem aus die Sendungen von "TV Marti" nach Kuba gesendet werden sollen, geplatzt war, begannen über einen neuen Fesselballon die Sendungen. Der Ballon befand sich über den Florida Keys, einer langgezogenen Inselkette vor der Südostspitze Floridas in 10.000 Fuss Höhe. Die Testsendungen begannen am frühen Morgen mit einem Testbild 1:30 bis 1:45 Uhr Lokalzeit, gefolgt von einem dreistündigen Programm in Spanisch. Kurz nach Sendebeginn begann Kuba mit der Störung der Fernsehsendungen von "TV Marti". "Radio Habana Cuba" bezeichnete die Station als Piratensender, der kubanische Fernsehsender stört. Die "International Telecommunication Union" (ITU) teilte am 3. April 1990 mit, dass die Propagandasendungen von "TV Marti" nicht konform sind mit internationalen Vereinbarungen, was jedoch von den USA abgestritten wurde.
01.04.1990 In Duisburg geht das erste private Lokalradio Nordrhein-Westfalens auf Sendung. "Radio NRW" öffnet ebenfalls am 1. April sein "Mantelprogramm" für die Lokalradios.
Das Jugendradio "DT 64" verlängert sein Programm auf 24 Stunden und geht mit einer neuen Programmstruktur auf Sendung.
05.04.1990 Der "Deutsche Fernsehfunk" (DFF) tritt als gleichberechtigter Partner dem Satellitensender "3SAT" (ZDF, ORF und SRG) bei. Der "DFF" beteiligt sich ab sofort mit etwa 5% (später ca 25%) an der Programmgestaltung.
17.04.1990 In den beiden "DFF"-Programmen werden die ersten Werbeblöcke gesendet. Vermarkter der Werbezeiten ist die französische "Information et Publicité" (IP).
29.04.1990 Offizieller Start des "British Satellite Broadcasting" (BSB) mit vier Programmen. Die Sendungen finden praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da für die neue Übertragungsnorm "D-MAC" kaum Geräte auf dem Markt sind. "MAC" steht als Abkürzung für Multiplex-Analog-Component im Gegensatz zum bisherigen PAL-System. "BSB" setzt den Direktstrahlenden Satellit "Marcopolo 1" (31 Grand West) ein, der mit auf der Spitze stehenden quadratischen Flachantennen von 34 cm empfangen werden kann. Für den Empfang ist ein nur in Großbritannien erhältlicher Dekoder notwendig. Zusätzliche Abonnementsgebühren werden nur für "The Movie Channel" erhoben. Das weitere Programmangebot besteht aus "Galaxy" (Unterhaltung), "NOW" (Nachrichten) und "The Sports Channel".
30.04.1990 "Radio RSA", der Südafrikanische Auslandsdienst aus Johannisburg, stellt das deutschsprachige sowie das niederländischsprachige Programm ein.
April 1990 Bei dem Putschversuch Ende April in Nigeria sind zahlreiche Rundfunkeinrichtungen der "Federal Radio Corporation of Nigeria" (FRCN) und der "Voice of Nigeria" in Lagos zerstört worden. Während des Aufstandes abtrünniger Militärs wurden Studioeinrichtungen, Büros und Fahrzeuge völlig demoliert. Der Sendebetrieb der Rundfunkstationen wurde dadurch erheblich eingeschränkt. Auch der einzige einsatzfähige Übertragungswagen der "FRCN" wurde von den Rebellen außer Betrieb gesetzt.
01.05.1990 Das "Aargauer Regionalradio" und "Radio Argovia" nehmen auf der gleichen Frequenz den Sendebetrieb mit einem 500 W-Sender auf 94,9 MHz au. Einen Tag später wird der zweite Sender mit 100 W dazugeschaltet. Es ist das erste Mal, dass sich in der Schweiz zwei unterschiedliche Lokalradios die gleiche Frequenz teilen. Das Frequenzsplitting geht auf eine Forderung der Aargauer Regierung zurück.
06.05.1990 Als erste Landesrundfunkanstalt der DDR geht "Antenne Brandenburg" mit einem 20 Stunden-Hörfunkprogramm auf Sendung.
07.05.1990 "Radio Prag" ist mit neugestaltetem und neubesetztem Auslandsprogramm wieder "On the Air".
Aus Spanien wird ein deutsches Programm gesendet . "Radio Exterior de Espana" (REE) bringt von Montag bis Freitag von 16:57 bis 17:27 Uhr eine deutschsprachige Sendung auf den Frequenzen 9.875, 11.790 und 15.280 kHz.
21.05.1990 Von nun an müssen die Betreiber von Kurzwellen-Rundfunksender in den USA eine Gebühr an die nationale Fernmeldeverwaltung Federal Communications Commission" (FCC) entrichten, die sich nach Anzahl der Sendestunden richtet. Bisher war das Senden auf Kurzwelle kostenlos. Auf die Betreiber der Sender kommen jetzt, je nachdem, wie stark sie die Kurzwelle betreiben, zusätzliche Kosten in Höhe von 50.000 Dollar und mehr pro Jahr zu.
Mai 1990 Seit Anfang Mai gibt es in Rumänien eine Alternative zum staatlichen Fernsehen. Täglich zwischen 18:00 und 22:00 Uhr strahlt die "Freie Antenne Rumäniens" mit einem, von einer französischen Fernsehstation zur Verfügung gestellten, Sender ein unabhängiges Programm aus, das allerdings nur in Bukarest empfangen werden kann.
"Radio Nacional de Argentina", bisher in der Hand des Staates, soll nach einer Entscheidung des argentinischen Präsidenten Carlos Menem privatisiert werden. Gleiches gilt für andere Stationen wie "Radio Excelsior, Belgrano" und eine Station in Cordoba.
01.06.1990 Das neue ARD-Magazin "Das Erste" erscheint mit einer Startauflage von 120.000. "Das Erste" wird von den ARD-Anstalten in Zusammenarbeit mit der zum Gruner & Jahr-Verlag gehörenden Norddeutschen Verlagsgesellschaft monatlich herausgegeben. Die Herstellung kostet jährlich 4 Millionen DM.
02.06.1990 Als vierter Lokalsender in Nordrhein-Westfalen hat "Radio Siegen" sein Programm gestartet. Zunächst beschränkt sich der Sender auf vier Stunden Eigenprogramm am Tag. "Radio NRW" aus Oberhausen, seit dem 1. April 1990 im Äther, liefert das Rahmenprogramm für den Kreis Siegen-Wittgenstein.
Juni 1990 Eine neue, vielsprachige Rundfunkstation mit dem Namen "Bucharest Antenna" hat in der rumänischen Hauptstadt ihren Sendebetrieb aufgenommen. Von Montag bis Samstag werden auf 80,4 MHz Informationen, Werbung und Musik in Rumänisch und Minderheitensprachen und ebenso weitverbreiteten ausländischen Sprachen gesendet.
Überraschend meldet sich der Kongo mit Testsendungen, denen bald regelmässige Programme folgen. "La Voix de la Revolution Congolaise" aus Brazzaville kann auch in Europa auf 5.985 kHz empfangen werden.
23.07.1990 In Sri Lanka eröffnet die "Sri Lanka Broadcasting Corporation" (SLBC) ihren Worldservice. In Ekala, 30 Kilometer nordöstlich von Sri Lankas Hauptstadt Colombo, befindet sich der neue Kurzwellensendekomplex. Mit japanischer Entwicklungshilfegelder wurden zwei 300 kW starke Kurzwellensender errichtet. "Radio Japan" wird die Station täglich für zehn Stunden anmieten um Sendungen für Asien und Arabien zu übertragen.
28.07.1990 Wegen des Bürgerkriegs in Liberia, stellt die Station "ELWA – Monrowia" den Sendebetrieb ein.
01.08.1990 "Radio DDR 1" wird in "Radio Aktuell" umbenannt.
13.08.1990 Die ersten der fünf Regional-Fernsehprogramme des DDR-Fernsehens nehmen ihren Sendebetrieb auf. Die Standorte der neuen Landessender befinden sich in Rostock, Halle, Dresden und Gera. Für den Berlin-Brandenburger Raum wird zunächst Berlin-Adlerhof die Federführung übernehmen, da die technischen Voraussetzungen in Potsdam noch nicht bis zur Sendefähigkeit gediehen sind.
14.08.1990 Der staatliche kongolesische Rundfunk nimmt das, mit bundesdeutscher Hilfe gebaute, neue Sendezentrum bei Brazzaville offiziell in Betrieb. Damit verfügt "La Voix de la Revolution Congolaise" über einen hochmodernen 100 kW-Sender, der mit einer doppelten Rundstrahlantenne arbeitet. Als Reichweite dieser Anlage wurde ein Radius von 3.000 km genannt.
27.08.1990 Das Radioprogrammangebot der "BBC – London" wurde um eine Station erweitert. "Radio 5" wird täglich von 6:00 Uhr bis Mitternacht senden und alle Sport- und Bildungsprogramme der BBC enthalten. "Radio 5" war landesweit auf Mittelwelle 693 und 909 kHz zu empfangen. Somit verlässt "Radio 2" die Mittelwelle und wird ein reines UKW-Network.
28.08.1990 Das fünfjährige Berliner Kabelpilotprojekt ist beendet. Mittlerweile sind im Berliner Kabelnetz mit 25 Kanälen 570.000 Haushalte angeschlossen, zu Beginn waren es 220.000.
August 1990 "Radio Freies Europa" sendet aus der CSFR. Der einst von der Prager Führung verhasste Sender in München ist inzwischen Liebling in der Tschechoslowakei. Die Programme der Dienste in Tschechisch und Slowenisch werden jetzt über drei Mittelwellensender in der CSFR ausgestrahlt. Daneben betreibt der Amerikanische Sender in München weiter seine Kurzwellensender in der Bundesrepublik Deutschland, in Spanien und Portugal.
01.09.1990 Während der Industrie-, Handels- und Gewerbeausstellung vom 1. bis 10. September in Vaduz, wird in Liechtenstein ein Radio-Kurzversuch durchgeführt. Die Radio-TV AG erhielt von der Regierung die Genehmigung, "Radio L" zu betreiben.
Von nun an betreibt die RTL Baden-Württemberg GmbH vier Sender: "RTL 100,7" (Regionalsender Mühlacker), "RTL 100,3" (Regionalsender Geislingen), "RTL 104,8" (Lokalsender Reutlingen) und "RTL 103" (Lokalsender Göppingen).
Seit 1988 liefert RTL Mantelprogramme an regionale und lokale Sender. "Radio Merkur" in Rastatt, "Radio Freiburg" und "Radio ES" in Esslingen nutzen das Rahmenprogramm von "Radio Luxemburg". In Stuttgart beteiligt sich RTL zu 70% am ehemaligen Bürgerradio.
05.09.1990 "Radio Truth", einer der bedeutendsten politischen Untergrundsender mit Ziel Richtung Zimbabwe, stellt den Betrieb ein.
07.09.1990 Der "RIAS" übernimmt zwölf von 18 UKW-Frequenzen des Senders "Jugendradio DT 64". Ein entsprechendes Abkommen hatten RIAS-Intendant Helmut Drück und der geschäftsführende Intendant des DDR-Rundfunks, Christoph Singelnstein geschlossen. Aufgrund zahlreicher Protestaktionen erklärt Medienminister Gottfried Müller am 8. September die Frequenzübernahme für nichtig.
08.09.1990 Das französischsprachige Satellitenprogramm "TV5 Europe" übernimmt erstmals das "Téléjournal" des Westschweizer Fernsehens. Vom 22. September an wird diese Nachrichtensendung regelmässig von "TV5" ausgestrahlt. Ebenfalls ins Programm von "TV5" aufgenommen wird die Sendung "Spécial Cinéma".
01.10.1990 Der Satellitensender "Pro 7" bietet ein 24-Stunden-Programm an. Damit ist "Pro 7" der zweite bundesdeutsche Fernsehsender mit Programmen rund um die Uhr. Auch will der Sender verstärkt Nachrichten anbieten. Der "Pro 7-Ticker" sowie die Talkshow "Nachgefragt" sind sonntags zu sehen. Bislang gibt es auf "Pro 7" nur einmal am Tag Kurznachrichten.
02.10.1990 Der Auslandssender der DDR, "Radio Berlin International", stellt seine Sendetätigkeit um Mitternacht ein. Die Frequenzen werden von der "Deutschen Welle" übernommen. In der letzten Sendung sprach Klaus Fischer, Intendant von "Radio Berlin International", sowie Dieter Weinrich, Intendant der "Deutschen Welle" zu den Hörern.
In Berlin unterzeichnen der französische Kulturminister Jack Lang und die Ministerpräsidenten der alten Bundesländer den Rahmenvertrag für den Deutsch-Französischen Kulturkanal (Arbeitstitel: ARTE). Ab Herbst 1991 soll ein fünfstündiges Gemeinschaftsprogramm von "ARD und "ZDF" und dem französischen Kulturprogramm "La Sept" in deutscher Version sendereif sein.
03.10.1990 Die "Radioropa" Tele und Radio GmbH aus Daun in der Eifel sendet von nun an ein 24-Stunden-Nachrichtenprogramm. Es kann europaweit über die Satelliten Astra und Kopernikus empfangen werden. Programmschwerpunkte sind nationale und internationale, kulturelle, wirtschaftliche und sportliche Ereignisse. Betreiber von "Radioropa" ist die Techni-Gruppe, die unter anderem das Branchenblatt "Infosat" herausgibt.
Bis Jahresende übernehmen "ARD" und "ZDF" probeweise das "Frühstücksfernsehen" von "RIAS-TV".
Tag der deutschen Vereinigung: Im Medienbereich tritt der Artikel 36 in Kraft, der für die zentralen Einrichtungen von Hörfunk und Fernsehen in den neuen Bundesländern die Auflösung bis 31. Dezember 1991 vorsieht.
27.10.1990 Der Privatanbieter "Klassik-Radio" geht mit einem 24-stündigen Vollprogramm in Hamburg auf Sendung. Der bundesweit einzige digitale Hörfunksender ist in Hamburg für ca. 1,8 Mio. Hörer über normale UKW-Antenne und bundesweit für 5,5 Mio. Kabelhaushalte zu empfangen.
Oktober 1990 In Guatemala hat der erste Armeesender seinen Betrieb auf Mittelwelle 1.250 kHz aufgenommen. Die moderne Sendeanlage und die, aus zwei Türmen bestehende, Antenne ist ein Geschenk der US-Amerikanischen Regierung. Standort der Station ist eine Luftwaffenbasis in Santa Elena in der Provinz Peten im Norden des Landes. Das Programm besteht aus Unterhaltung, Bildung und Nachrichten und ist für die Landbevölkerung in der Provinz Peten bestimmt.
02.11.1990 Der dritte Lokalsender in der Nordwestschweiz geht auf Sendung. 6:00 Uhr meldet sich "Studio B" aus dem Restaurant Schwert in Oberdornach auf 100,8 und 107,6 MHz. Ein junges, unternehmungslustiges Team, ein Tagesprogramm bestehend aus Informationen und Unterhaltung, wie "Cappuccino", "Viva" , "Midi", "Boulevard", "B-Punkt", dazu ein eingängiger Musikteppich mit Schwergewicht auf den sechziger Jahren, ist das Programmkonzept von Studio B, so Geschäftsführer Raymond Fink. Die nationalen Nachrichten sowie das Nachtprogramm werden von Radio DRS übernommen.
03.11.1990 "Radio Schwyz" nimmt den Sendebetrieb auf. Die Frequenz 102,6 MHz deckt das Versorgungsgebiet Schwyz/Brunnen mit einer Sendeleistung von 1.500 W ERP ab. Einsiedeln wird auf 89,3 MHz, Küssnacht auf 99,2 und Pfäffikon auf 89,4 MHz bedient.
11.11.1990 Das Oberwalliser Lokalradio, "Radio Rottu", nimmt den Betrieb auf. Zu hören ist das 24-Stunden-Programm auf 101,0, 102,2 und ab dem 19. Dezember 1990 auch auf 102,9 MHz.
November 1990 "British Satellite Broadcasting" gibt auf und fusioniert mit Rupert Murdochs "Sky Television".
09.12.1990 Nachdem im Oktober 1990 die "Russian State Television & Radio Company" (RTR) von der russischen Regierung gegründet wurde, nimmt "Radio Russia" in der größten Republik der ehemaligen UdSSR den Sendebetrieb als Teil des Zweiten Nationalprogramms auf. Nach dem Umsturzversuch im August 1991 beginnt man, rund um die Uhr auf den Frequenzen des Ersten Nationalprogramms zu senden, wodurch man 92% der Hörer Russlands erreichen kann. Das erste Nationalprogramm wird nicht nur über Satellit und zahlreiche Relaisstationen überall auf dem Gebiet der russischen Föderation ausgestrahlt, sondern zusätzlich über Drahtfunk, der fast jeden Haushalt erreicht. Die Hörerschaft von "Radio Russia" wird auf ständig 12 Millionen Menschen geschätzt.
11.12.1990 "ARD" und "ZDF" unterzeichen in Baden-Baden den Vertrag über die Gründung der deutschen Koordinierungsstelle des Europäischen Fernsehkulturkanals mit dem Namen "Arte" Deutschland TV GmbH. ARD und ZDF sind jeweils zu 50% Gesellschafter, Gegenpart auf der französischen Seite ist die Fernsehanstalt "La Sept".
15.12.1990 Die ARD strahlt ihr Programm zum ersten Mal für Gesamtdeutschland aus.
21.12.1990 Nun hat auch das Saastal sein Lokalradio: "Radio Saas", das allerdings kein eigenständiges Radio, sondern ein Ableger von "Radio Rottu" in Visp ist, nimmt auf 100,0 MHz den Betrieb auf. Nur drei Stunden des 24-Stunden-Programms werden in "Saas Fee" produziert. "Radio Saas" ist stark auf den Tourismus ausgerichtet. Der Schweizer Bundesrat genehmigte das Gesuch von "Radio Rottu" um Ausdehnung des Versorgungsgebietes.
Dezember 1990 Zwei kommerzielle Kurzwellenstationen in den USA werfen das Handtuch und suchen Käufer. "WRNO-Worldwide" (New Orleans) und "Superpower KUSW" (Salt Lake City) stellen den Betrieb ein. Die Ursache: die Fernmeldebehörde verlangt nun von den Betreibern eine erhebliche Frequenzbenutzungsgebühr.
1990 Die "Deutsche Welle" sendet wieder aus Nauen.
Im Rundfunk der DDR konstituiert sich ein Hörrundfunkrat, dem Vertreter der am runden Tisch beteiligten Parteien und Bürgerbewegungen angehören.
Zusammenlegung von Deutschlandsender (Stimme der DDR) und Radio DDR II zu DS-Kultur.
SFB auch für Ost-Berlin zuständig.
Deutschen Vereinigung am 3. Oktober. Laut Artikel 36 des Einigungsvertrages sollen Hörfunk und Fernsehen in den neuen Bundesländern längstens bis zum 31.12.1991 als "gemeinschaftliche, staatsunabhängige, rechtsfähige Einrichtung" weitergeführt werden.
01.01.1991 Die vom Schweizer Bundesrat beschlossene Gebührenerhöhung für Radio und Fernsehen um 25,32% tritt in Kraft. Die Preise für Fernsehwerbung werden für die ganze Schweiz um rund 5,53% angehoben.
"Opus Radio" nimmt seinen regulären Sendebetrieb auf. Bereits im Dezember 1989 fand ein einmonatiger Versuchsbetrieb in Zürich statt. Die unter der Federführung von Roger Schawinski ins Leben gerufene Station erhielt von der Landesregierung eine Konzession für die Ausstrahlung eines Klassikspartenprogramms über den Satelliten Astra 1 A. "Opus Radio" kann grossenteils in der Deutschschweiz über Kabel empfangen werden.
Das im italienischen Grenzgebiet stationierte "Radio Leonia", das in weiten Teilen des Tessins empfangbar ist, übernimmt das Zürcher Klassikradio.
"Radio Japan" nimmt eine neue Relaisstation auf Sri Lanka in Betrieb. Die Station soll Asien, Nahost und Ostafrika versorgen.
Januar 1991 "Radio Kuwait" sendet seit Anfang Januar aus dem Exil. Die tägliche dreistündige Sendung in Arabisch von 20:00 bis 23:00 Uhr Ortszeit wird über einen Sender von "Radio Kairo" auf Mittelwelle 1.107 kHz ausgestrahlt.
01.02.1991 "Radio Tirana" aus Albanien beginnt mit Sparmaßnahmen beim Auslandsrundfunk. Gestrichen werden die Programme in Persisch, Indonesisch und Schwedisch. Am 11. Februar wird auch der Chinesische Dienst eingestellt. Erweitert werden lediglich die Programme für Auslandsalbaner, vor allem in Kosowo.
24.02.1991 Das bisher lokalradiofonische Niemandsland im Dreieck Solothurn-Langenthal-Olten kommt endlich auch zu Lokalradio-Genüssen. Das "Verlegerradio" mit dem Namen "Radio 32" nimmt mit 500 W auf 103,3 MHz den Sendebetrieb auf. Am 1. August 1991 wird für die Stadt Solothurn ein 15 Watt-Sender auf 88,8 MHz dazugeschaltet.
28.02.1991 Das deutsche Abonnementsfernsehen "Premiere" startet. Mit Kinofilmen, Konzerten und Bundesliga live will es einen großen Kundenstamm gewinnen. Wer "Premiere" empfangen will, muss 39 Mark im Monat und rund 120 Mark Leihgebühr für ein Decoder bezahlen.
02.03.1991 In Singapor nehmen die beiden Rundfunksender "Radio Heart" und "FM 100,3" den Sendebetrieb auf. Ersteres sendet englische und malayische Programme, das zweite bringt Programme in Chinesisch und Tamil, beide Programme bestehen dabei aus den gängigen Hits der 60er bis 80er Jahre, aus Unterhaltungsmagazinen und Berichten über Gesundheit, aktuelle Nachrichten und Klatsch.
22.03.1991 "Radio Canada International" (RCI) stellt seine Sendungen in Deutsch, Japanisch, Polnisch, Portugiesisch, Slowakisch, Tschechisch und Ungarisch ein. Erhalten bleiben Fremdsprachenprogramme in Arabisch, Chinesisch, Russisch, Spanisch und Ukrainisch. Die Frequenzen blieben erhalten und wurden mit Inlandprogrammen belegt.
März 1991 "Radio Informacion de Central America" (Rica): So nennt sich eine Station in Managua, die sich anschickt, nicht nur Lateinamerika mit Informationen zu versorgen. "Rica" sendet auf Mittelwelle sowie eine Stunde lang auf Kurzwelle 4.920 kHz, und das nur mit verminderter Leistung.
30.04.1991 Die Zentrale des Europäischen Kulturkanals "ARTE" (Association Relative à la télévision Européenne) entsteht in Strassburg. Sie wird durch die Mitglieder La Sept (Paris) und Arte Deutschland TV GmbH (Baden-Baden) in Form einer europäischen wirtschaftlichen Interessenvereinigung (Groupement Européen d`Intérêt Economique, (G.E.I.E.) gegründet.
Die arte G.E.I.E. konzepiert und strahlt Fernsehsendungen aus, die laut Gründungsvertrag "in einem umfassenden Sinne kulturellen und internationalen Charakter haben und geeignet sind, das Verständnis und die Annäherung der Völker in Europa zu fördern."
13.05.1991 Die "Russian State Television & Radio Company" (RTR) nimmt den Fernsehbetrieb auf. Zunächst werden täglich 6 Stunden Programm über den Zweiten Fernsehkanal ausgestrahlt. Seit dem 9. September 1991 steht dieser Kanal, der von etwa 140 Millionen Menschen gesehen werden kann, gänzlich unter der Kontrolle von "RTR".
06.06.1991 Um 6:06 Uhr startet der Lokalsender "Radio Chiemgau". Das Traunsteiner Radio macht jeden Tag sechs Stunden Programm: In der Woche vor allem in den Früh- und Mittagsstunden, am Wochenende über den Tag verteilt. Das Rahmenprogramm liefert die Bayerische Lokal-Radioprogrammgesellschaft. Mit dem Start von "Radio Chiemgau" senden in Bayern insgesamt 38 Lokalradios.
Juni 1991 Massenentlassung beim Rundfunk in der ehemaligen DDR. Knapp 2.000 Mitarbeiter des ehemaligen DDR-Radios und Fernsehens werden Ende September entlassen. Darauf einigte sich der Rundfunkrat in Berlin nach einer Mitteilung des Rundfunkbeauftragten Rudolf Mühlfenzl. Laut Einigungsvertrag sollen bis Ende des Jahres die Einrichtungen aufgelöst werden. Die Zahl der Beschäftigten soll bis Ende September auf 3.500 reduziert werden.
01.07.1991 Der ungarische Auslandsdienst, "Radio Budapest", kürzt sein Programm drastisch. Nicht betroffen von den Etatkürzungen sind lediglich englische und ungarische Programme. Als einzige weitere Fremdsprache bleibt Deutsch erhalten, und zwar in einem Umfang von einer Stunde pro Tag. Das Sanierungskonzept ist ein Kompromiss zwischen der völligen Einstellung der Auslandssendungen und der Umstrukturierung von "Radio Budapest".
04.07.1991 Die "Voice of America" führt ein deutsches Programm ein. Die halbstündige Sendung auf 1.197 kHz wird um 5:30 Uhr ausgestrahlt. Im Dezember wird die Kurzwellenfrequenz 3.980 kHz dazugeschaltet um den Empfang zu verbessern.
01.08.1991 Im englischen Dienst von "Radio Tirana" wird drastisch gekürzt. Ab sofort gibt es nur noch fünf, statt bisher zehn Programme.
"Holland-FM – meer Radio", mit diesem Slogan meldet sich eine neue niederländische Satelliten-Radiostation. Das moderierte Programm besteht zu einem großen Teil aus niederländischen Musikproduktionen. Zu empfangen ist die Station über das Astra-Satellitensystem.
02.08.1991 In Skopje nimmt der erste unabhängige Radiosender Mazedoniens – "Radio Student" – den Betrieb auf. Das Radio, das auf 88,4 MHz sendet und vom Studentenverein der St. Cyrill- und Method-Universität ins Leben gerufen wurde, etablierte in kurzer Zeit eine neue, unabhängige Art der politischen Berichterstattung, die in lockerem Stil moderiert wird.
08.08.1991 In Gabin (Polen) stürzt der höchste Sendemast der Welt zusammen. Der 646 m hohe Mast übertrug auf Langwelle 225 kHz das erste Programm des Polnischen Rundfunks. Zygmund Grzelka, Chef der Sendestation in Konstantinow, sagte gegenüber dem Polnischen Rundfunk, dies sein ein irreparabler Verlust. Der Sender sei in ganz Europa, aber auch im Iran und Irak gehört worden, wo Polen arbeiteten.
28.08.1991 Auf der 63. Internationalen Fernseh-, Radio- und HiFi-Ausstellung in Zürich vom 28.08. - 02.09.1991 geben PTT, SRG, Kabelverbände und Gerätelieferanten den Startschuss zur Einführung von "DIGit-Super Radio" (DSR) in der Schweiz. Es handelt sich um ein digitales Radioprogramm-Angebot, das über Kabelnetze verteilt wird. Der Telefonrundspruch der SRG steuert die digitalen Programme "Light", "Classic" und "International" bei.
30.08.1991 38. Internationale Funkausstellung Berlin vom 30.08. - 08.09.1991.
01.09.1991 Das bundesdeutsche Programm von "RTL-Radio" wird drastisch reduziert. Eigene Programme gibt es nur noch werktags von 4:00 bis 7:00 Uhr, 10:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 16:00 Uhr. Ansonsten wird das Mantelprogramm von "RTL Baden Württemberg" übernommen. Die ehemaligen Moderatoren für das Luxemburger Programm sind seit dem 9. September auf "104,6-RTL", dem neuen RTL-Programm für Berlin zu hören. Da das Studio in der Bundeshauptstadt noch nicht fertiggestellt ist, wird das Berliner Programm aus Luxemburg gefahren und über den Satellit Astra 1 B nach Berlin überspielt. In Berlin selbst wird vom Fernsehturm am Alexanderplatz auf 104,6 MHz gesendet.
September 1991 "Radio France International" und der Kommunikationsminister Djiboutis haben einen Vertrag unterzeichnet, der es dem französischen Auslandsdienst ermöglichen soll, in den kommenden Jahren eine Relais-Station zu errichten. Von Djibouti aus sollen Inseln im Indischen Ozean, Südafrika sowie Länder im Nahen Osten versorgt werden.
In Mali nimmt die von westlichen Entwicklungshilfeorganisationen finanzierte Station "Radio Bamakan" den Betrieb auf. In der Hauptstadt Bamako ist die Station auf 100,0 MHz zu empfangen.
"Radio Adria" das deutschsprachige Touristenradio an der Adria, stellt den Sendebetrieb mangels Werbekunden ein.
01.10.1991 Start des ersten bundesweiten Privatsenders der ausschließlich Volksmusik im Programm hat. "Radio Melodie" aus Staubing bei München sendet täglich rund um die Uhr über den Satelliten "Kopernikus 1" und wird bundesweit in die Kabelnetze eingespeist.
16.10.1991 Nachrichten statt Propaganda heißt das Motto jetzt bei "Radio Tirana". Die neue Chefetage beschließt, weitere Programme einzuschränken. Betroffen sind Programme für Ungarn, die Tschechoslowakei sowie die portugiesischen Programme, die alle vollständig abgeschafft werden.
26.10.1991 "Vive la radio" heißt es am Wochenende in Frankreich, und es gibt Zeitungsanzeigen, in denen steht: "Stellen Sie sich ein Leben ohne Radio vor, das Leben wäre stumm."
"Auch die Demokratie wäre stumm", erklärte François Mitterand anlässlich der nationalen Radiotage, bei denen er sich selbst als großer Befreier feiern ließ. Anlass für die festlichen Radio Days war ein, vor genau zehn Jahren in Kraft getretenes Gesetz, das die Abschaffung des staatlichen Rundfunkmonopols verfügte und das UKW-Band für Privatsender freigab.
01.11.1991 Die Pop- und Servicewelle "SWF 3" verbreitet ihr Angebot nun auch über den Satelliten Astra 1 A europaweit.
30.11.1991 Die schwedische Fernmeldeverwaltung Televerket legt den Langwellensender Motala auf 189 kHz still. Der Betrieb des 300 kW-Station war "Sveriges Riksradio AB" zu teuer geworden. Über den modernen 600 kW-Mittelwellensender Sölvesborg auf 1.179 kHz ist "SR" weiterhin zu empfangen.
01.12.1991 Um 6:05 Uhr startet der "Südwestfunk" sein Landesprogramm für Rheinland-Pfalz, das sich "SWF 4 – Landeswelle Rheinland-Pfalz" nennt.
03.12.1991 Die "3sat-Partner" ZDF, ORF und SRG beschließen in Hamburg den Ausbau ihres Satellitenprogramms zu einem Vollprogramm auf den 1. Januar 1992. Neu soll zum Sendeschluss das Magazin "10 vor 10" des Schweizer Fernsehens DRS ausgestrahlt werden.
06.12.1991 Die "Stimme Amerikas" kann in Afrika besser empfangen werden. In Botswana nehmen zwei neue Sender den Betrieb auf. Sie übertragen Programme in Englisch, Französisch, Portugiesisch, Kisuaheli und Hausa. Ein Jahr zuvor hatte die "Stimme Amerikas" ihre Sender in Liberia während des Bürgerkrieges verloren. Der Auslandssender reagierte schnell und baute die neuen Anlagen im Süden Afrikas auf.
11.12.1991 Namenswechsel von "Schwarzwald-Radio" zu "Radio Regenbogen". Bereits zuvor wurde der Geschäftsführer des Mannheimer "Radio Regenbogen", Klaus Schunk, an die Spitze von "Schwarzwald-Radio" gewählt.
15.12.1991 "Star TV", ein Gemeinschaftsunternehmen des Hongkonger Medienkonzerns Hutchinson und der BBC geht in Hongkong auf Sendung. Das Programm wird über den Satelliten "Asia-Sat 1" verbreitet und kann von Japan bis zum Mittleren Osten empfangen werden.
27.12.1991 Von nun an gilt in der Russischen Föderation das "Gesetz über die Massenmedien", das die Informationsfreiheit festschreibt und die Bestimmungen des sowjetischen Gesetzes vom August 1990 in liberaler Weise erweitert.
29.12.1991 Der englische Dienst von "Radio Luxemburg" sendet zum letzten Mal auf Mittelwelle 1.440 kHz. Ab dem 30. Dezember wird dann nur noch über Astra 1 A ausgestrahlt.. Auch das niederländische Programm "RTL International" und der italienische Dienst verabschieden sich von ihren Hörern auf 208 m, wo ab dem 30. Dezember rund um die Uhr das deutsche Programm von "RTL Radio" ausgestrahlt wird.
1991 ASTRA 1B nimmt seinen Betrieb auf.
Mit "B5 aktuell" startet der Bayerische Rundfunk den ersten reinen Nachrichtenkanal in Deutschland.
Die neuen Rundfunkanstalten öffentlichen Rechts, der Mitteldeutsche Rundfunk und der Ostdeutsche Rundfunk Brandenburg, treten der ARD bei.
Durch Staatsvertrag wird der Zuständigkeitsbereich des NDR auf Mecklenburg-Vorpommern erweitert.
01.01.1992
Zum Jahreswechsel wird der Rundfunk der ehemaligen DDR von den neuen Rundfunkanstalten abgelöst. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geht der Mitteldeutsche Rundfunk "MDR", in Brandenburg der Ostdeutsche Rundfunk "ORB" auf Sendung. In Mecklenburg-Vorpommern sendet ab dem 1. Januar der Norddeutsche Rundfunk "NDR". Der Sender Freies Berlin "SFB" wird für ganz Berlin Landesrundfunkanstalt. Der ehemalige "Berliner Rundfunk" geht zum Jahresbeginn in private Trägerschaft über. Das Jugendradio "DT 64" wird zunächst für sechs Monate von MDR und ORB weiter ausgestrahlt. Der Hörfunksender "DS Kultur" wird von ARD und ZDF mit Übernahme der Programmverantwortung und der Persnalkosten vorläufig weitergeführt. "SFB 1" (88,8 MHz) wird in "Berlin 88,8" umbenannt.

Mit dem Beitritt des "MDR" und des "ORB" gehören der ARD seit Jahresbeginn elf Landesrundfunkanstalten an. MDR und ORB lösen den Deutschen Fernsehfunk "DFF" ab, der seinen Betrieb am 31. Dezember um Mitternacht einstellte. Die Beitrittsvereinbarungen verpflichtet und berechtigt den MDR und den ORB, sich an den Gemeinschaftsaufgaben und Einrichtungen der ARD schlüsselgerecht zu beteiligen. Die Drei-Länder-Anstalt MDR soll 1992 zunächst etwa fünf und der brandenburgische ORB etwa zwei Prozent zum Fernsehgemeinschaftsprogramm beisteuern. Die beiden neuen Anstalten wollen jeweils ein eigenes drittes Fernsehprogramm aufbauen.

Anhören:
  
(Eröffnung des privaten Berliner Rundfunk 91,4 )

Neue Bundesländer mit den Sendebezirken von NDR, SFB, ORB und MDR
Quelle: [13]
02.01.1992 Die englischsprachigen Nachrichten von "Schweizer Radio International" werden zukünftig von Montag bis Freitag von "!Radio DRS 2" übernommen, vom 6. Januar an auch von "Rete 3" des Radios der italienischen Schweiz. Während den Sommermonaten strahlt "La Première" von Radio suisse romande die News täglich zweimal aus.
25.01.1992 "Swiss World", ein englischsprachiges Fernseh-Informationsmagazin, wird erstmals ausgestrahlt. Es will Englischsprachige in der Schweiz über helvetische Themen sowie den Schweizer Standpunkt zu internationalen Ereignissen informieren. "Swiss World" wird von Schweizer Radio International produziert und einmal im Monat auf allen drei Ketten des Schweizer Fernsehens verbreitet.
31.01.1992 "Antenne 3", vor fünf Jahren als Baden-Württembergs erster Lokal-Radiosender stürmisch gefeiert stellt seine Sendungen ein.
01.02.1992 Adventist World Radio "AWR", erweitert ihr Sendernetz. Ein im vergangenen Jahr abgeschlossener Vertrag mit Radio Moskau, gibt dem christlichen Sender die Möglichkeit, die Sendeanlage in Novosibirsk zu benutzen. Täglich strahlt AWR nun Programme in Russisch, Mandarin und Englisch auf 9.845 und 11.855 kHz aus.
14.02.1992 Der amerikanische Soldatensender "AFN München" stellt seine Sendungen ein. Die anderen Stationen mit ihren lokalen Studios in Frankfurt, Berlin, Kaiserslautern, Nürnberg, Bremerhaven, Stuttgart und Würzburg bleiben vorderhand noch bestehen.
29.02.1992 Unterhaltung rund um die Uhr bietet Deutschlands jüngster privater Fernsehsender "Kabelkanal". Hauptteilnehmer des werbefinanzierten Spartenprogramms, das rund um die Uhr Filme und Fernsehserien zeigt, sind eine schweizerische Firma des Unternehmers Otto Beisheim sowie die Fernsehveranstalterin PRO 7 Television GmbH in München. Das neue Angebot wird über den "Eutelsat 2 F 1" verbreitet und ist ausschließlich für Kabelkunden in der BRD bestimmt.
Das Programm vom Kabelkanal wird nicht moderiert. Sportsendungen, Nachrichten, Politik und Quizsendungen werden ebenfalls nicht ins Programm aufgenommen.
15.03.1992 Aus Upton (Kentucky) meldet sich der neue christliche Sender "KJCR". Für Europa werden die Frequenzen 7.485 und 15.660 kHz eingesetzt. Benutzt werden zwei umgebaute Mittelwellensender von der Rirma RCA.
26.03.1992 Neue Wege beschreitet das Schweizer Radio International im Bereich der Programmverbreitung. Das internationale Angebot wird in Europa zusätzlich zur Kurzwelle über den Satelliten "Astra 1 A, Transponder 9", auf der Tonunterträgerfrequenz 7,20 MHz ausgestrahlt.
28.03.1992 Die Belgische Radio & Televisie "BRT" nimmt den Popsender "Radio Donna" in Betrieb. Das Programm wird auf UKW und über den Mittelwellensender Wolvertem (ex BRT 1) auf 927 kHz ausgestrahlt.
29.03.1992 Der seit dem 1. Januar 1925 in Betrieb stehende BBC-Sender Daventry, wird nach 67 Dienstjahren ausgeschalten. In der Anfangsphase strahlte der Sender das erste BBC-Programm landesweit auf der Langwelle 1.600 Meter aus.
Radio Schweden, der Auslandsdienst des Schwedischen Rundfunks, strahlt Sendungen für Europa erstmals auch über Satellit aus. Der Programm-Mix beinhaltet eine große Zahl von Sendungen der schwedischen Inlandsdienste. Vor allem aber strahlt Radio Schweden seine Sendungen auf deutsch, englisch, französisch und spanisch über Satellit aus. Sendungen auf russisch, estnisch und lettisch sollen ebenfalls über Satellit abgestrahlt werden, wobei es in erster Linie um Programmüberspielung an andere Radiostationen in den entsprechenden Zielgebieten geht. Die von Radio Schweden benutzten Satelliten sind "Astra 1 B" und der skandinavische Satelitt "Tele-X".
01.04.1992 Das neue Schweizer Bundesamt für Kommunikation (Bakom) nimmt in Biel seine Tätigkeit auf. Es befasst sich mit dem Vollzug des Radio- und Fernsehgesetzes und des Fernmeldegesetzes. Gleichzeitig mit dem Bundesgesetz über Radio und Fernsehen (RTVG) sowie der Radio- und Fernsehverordnung (RTVV) treten die neuen SRG-Statuten in Kraft. Damit ist die Strukturreform der SRG abgeschlossen.
Die Deutsche Welle (DW) beginnt in Berlin ein Auslandsfernsehen. Das Programm, das über einen Eutelsat-Satelliten verbreitet wird, ist zunächst in Europa und dem Mittelmeerraum zu sehen. Das täglich zwischen 16:00 und 22:00 Uhr empfangbare Angebot wird zunächst vom Berliner Sender "Rias TV" realisiert, der in die Deutsche Welle übergeführt werden soll.
07.04.1992 "Radio Caroline" sendet wieder. In der Region Dover ist der ehemalige Piratensender seit 7:00 Uhr auf 101,8 MHz zu hören. Der einmonatige Kurzversuch dauert bis zum 3. Mai. Das Studio befindet sich auf dem Sendeschiff.
10.04.1992 Der internationale Nachrichtenkanal "CNN" (Cable News Network) verbreitet sein Angebot nun auch über "Astra 1 B" auf Transponder 28. Auf der Tonunterfrequenz wird zusätzlich das Programm von CNN Radio verbreitet.
In Betzdorf, Luxemburg, werden die Signale von CNN vom "Intelsat VA F 11" empfangen und zum Astra-Satellit hochgeschickt.
12.04.1992 "C’est fini", das waren die letzten Worte, mit denen sich die Mannschaft des französischen Privatsenders "La 5" pünktlich um Mitternacht von ihren Zuschauern verabschiedete.
16.04.1992 Hochrhein Radio "Antenne 3" ist wieder auf Sendung, jetzt als "RTL Radio Hochrhein". Die Ausstrahlung des Programms erfolgt über die alten Frequenzen 104,3 MHz (Rheinfelden) und 104,5 MHz (Hohe Möhr).
23.04.1992 Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und Schweizer Radio International unterzeichnen eine Vereinbarung über eine programmliche Zusammenarbeit. Dabei bleibt die Unabhängigkeit beider Organisationen gewahrt.
01.05.1992 Nach mehrmonatiger Testphase beginnt RTL-Radio über den Astra-Satellit mit einem in niederländischer Sprache moderierten Programm. Das Studio ist in der Radio-Metropole Hilversum untergebracht von wo aus auch die stündlichen Nachrichtensendungen kommen.
Der russische Soldatensender "Radio Wolga", mit Sitz in Burg bei Magdenburg, strahlt über die Langwelle 261 kHz europaweit das Programm des deutschen Privatsenders "Radioropa Info" (Daun/Eifel) aus.
04.05.1992 Die "Voice of America" sendet aus Armenien. Täglich von 19:00 bis 20:00 Uhr UTC wird mit 1.000 kW auf 1.514 Khz ein arabisches Programm nach Mittelost abgestrahlt.
15.05.1992 Die British Broadcasting Corporation gründet mit Radio Nederland und Radio Exterior de Espana zusammen "European Radio International". Hierbei handelt es sich nicht um eine neue Radiostation, sondern um eine intensive Programmkoordination.
19.05.1992 Der TV-Nachrichtensender CNN-International gestaltet täglich ein zweistündiges Programm aus Moskau in russischer Sprache.
20.05.1992 Die in Luxemburg tätigen illegalen Radiosender werden aufgefordert, ihre Tätigkeit zu beenden und eine offizielle Lizenz zu beantragen.
30.05.1992 ARTE, das hauptsächlich deutsch-französische Gemeinschaftsunternehmen, nimmt mit einer aus der Strassburger Opéra du Rhin übertragenen Gala seine Sendungen auf. Die Zentrale des Europäischen Kulturkanals hat ihren Sitz in Strassburg und wurde durch die Mitglieder La Sept, Paris, und Arte Deutschland TV GmbH, Baden-Baden, in Form einer Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung gegründet.
Mai 1992 In der Republik der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) soll ein einheitlicher Informationsraum erhalten werden. Darauf einigten sich laut Walentin Lasutkin, dem Generaldirektor der russischen Rundfunkanstalt Ostankino, die Präsidenten und Ministerpräsidenten der elf GUS-Staaten anlässlich ihres Treffens Mitte Mai in Taschkent. Der Idealfall sieht ein Rundfunksystem nach dem Modell der ARD vor, in dem auf der Grundlage einer föderalen Struktur jeder Staat eine eigene Anstalt aufbaut.
01.06.1992 "RS 2" tritt als privater Sender die Nachfolge von "Rias 2" an. Das Programm soll unverändert fortgeführt werden, muss aber nach Auflagen der Landesmedienanstalt in den ersten drei Monaten auf Werbung verzichten.
Radio Japan beginnt mit Testsendungen über den 500 kW BBC-Sender in Skelton. Bis zum 14. Juni ist NHK-Tokio 17 Stunden täglich auf 6.025, 6.160, 9.670, 9.695 und 9.770 kHz zu hören. Ab 1. Juli 1992 beginnen die regulären Ausstrahlungen. Ab 1993 werden BBC-Programme als Gegenleistung in Japan verbreitet.
Das von der religiösen Organisation "The Christian Science Monitor" betriebene Fernsehen "Monitor TV" stellt den Betrieb ein und wird zum Kauf angeboten. Der Internationale Radiodienst bleibt bestehen.
10.06.1992 Radiotelevisao Portuguesa "RTP" führt einen internationalen Dienst über den Satelliten "Eutelsat 2 F 3" ein.
12.06.1992 Die beiden Fernmeldesatelliten "Eutelsat II-F 4" und "INSAT 2 A" werden auf ihre geostationäre Erdumlaufbahn gebracht. Eutelsat soll die Sendereichweite europäischer Rundfunkprogramme auf große Teile Osteuropas ausdehnen und schafft außerdem die technischen Voraussetzungen für den geplanten Zusammenschluss der Eurovision mit der osteuropäischen Intervision.
24.06.1992 Die Frequenz des Lokalsenders "Studio B" in Dornach ist von nun an stumm. Die Sender auf 100,8 und 107,6 Mhz wurden abgeschalten.
25.06.1992 "Radio Basilisk" strahlt sein Programm für wenige Stunden illegal über die stillgelegten Sender von "Studio B" aus. Das Basler Radio beantragt beim Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartement (EVED) eine Erweiterung seines Sendegebietes.
01.07.1992
Erste Rundfunksendung der Privaten Sächsischen Rundfunk GmbH & Co. KG (Radio PSR) in Leipzig. Radio PSR erhielt nach 1990 als erster privater Veranstalter eine Rundfunklizenz durch die sächsische Landesmedienanstalt (SLM) zugeteilt.

Quelle: [10]
05.07.1992 Für das Hörfunkprogramm des "Evangeliums-Rundfunk" (ERF) aus Wetzlar beginnt das Satelliten-Zeitalter. Vom ersten Sonntag im Juli an ist ERF täglich mit einer Stunde über den Satelliten "Astra 1 A" zu hören.
08.07.1992 Kommerzieller Rundfunk wird in den Niederlanden zugelassen. Lizenzen für Radio und TV werden für zehn Jahre vergeben. Die Programme werden ausschließlich über Kabelnetze verbreitet.
Am 13. Juli meldet sich die erste kommerzielle Station "Radio Noordzee Nationaal" im Kabelnetz.
13.07.1992 ARD und ZDF senden gemeinsam von Montag bis Freitag ein Morgenmagazin aus. Von 6:00 bis 9:00 Uhr präsentieren Julitta Münch und Jürgen Drensek Studiogäste, Informationen, Wetterberichte und Verkehrshinweise.
19.07.1992 Über die Sendeanlagen von "Radio Norway International" meldet sich "The Voice of Free Burma" um 14.30 Uhr auf 17.480 kHz.
25.08.1992 Die PTT erteilt die 2,5-millionste Fernsehempfangsbewilligung.
01.09.1992 Das Programm "Rete 1" des Radios der italienischen Schweiz kann nun auch nördlich der Alpen empfangen werden. Es wird über UKW im bevölkerungsreichsten Teil Deutschbündens, im Churer Rheintal, ausgestrahlt.
Radio Bremen hat seine vier Radioprogramme reformiert. "Radio Bremen 1 Hansawelle" ist die unterhaltende Informations- und Servicewelle. "Radio Bremen 2" ist die Wortwelle mit den Schwerpunkten Kultur, Bildung und Politik. Klassik bietet "Radio Bremen 3" und an Jugendliche richtet sich "Radio Bremen 4" mit Pop und Rock.
07.09.1992 Die beiden staatlichen Fernsehsehprogramme in Frankreich, "Antenne 2" und "FR 3" werden in "France 2" und "France 3" umbenannt.
08.09.1992 Als erster privater Hörfunksender in Sachsen-Anhalt nimmt "Radio SAW" (Sachsen-Anhalt-Welle) um 7:00 Uhr sein Vollprogramm auf. Testsendungen gab es bereits seit Mitte Juli auf der bis zum 30. Juni von Jugendradio "DT 64" genutzten Frequenz Brocken 101,4 MHz. Rechtzeitig zum Sendestart konnten auch die Sender Halle (103,3 MHz) und Magdenburg (100,1 MHz) den Betrieb aufnehmen.
26.09.1992 Der internationale Dienst der BRT (Belgische Radio en Televisie) nennt sich jetzt "Radio Vlaanderen International".
30.09.1992 Das französischsprachige kulturelle Gemeinschaftsprogramm "TV 5", an dem die SRG beteiligt ist, wird über einen russischen Satelitten nun auch in Richrung des afrikanischen Kontinents ausgestrahlt. Damit erfährt die Verbreitung schweizerischer Sendungen eine beträchtliche Ausweitung.
September 1992 In Italien tritt das neue Fernsehgesetz in Kraft. Sechs nationale und 500 lokale TV-Sender sowie drei Pay-TV-Kanäle erhalten weiterhin Senderechte. 300 nicht berücksichtigte Stationen senden nun illegal weiter.
In Luxemburg hat die Radiokommission durch die Zulassung von vier neuen Radiosendern das Ende des Monopols von RTL besiegelt. Die Kommission vergab Frequenzen an die Gesellschaft für soziale Kommunikation, die Luxemburgische Rundfunkgesellschaft, den Sender "Alter Echos" und "Luxembourg Radio". Am 14. September nimmt der erste lizenzierte Privatsender den Betrieb auf. Um 5:00 Uhr meldet sich "Das neue Radio" auf vier Frequenzen (1 kW und 3 x 100 Watt) im Äther.
01.10.1992 Umbenennung von "Radio Peking" in "China Radio International – CRI". Als Begründung für den Namenswechsel nannte der Sender eine bessere Differenzierung gegenüber der Pekinger Lokalstation Radio Beijing.
In Luxemburg nehmen die beiden privaten Sender "Radio Latina" auf 101,2 MHz und "Eldoradio" auf 105,0 MHz ihren Betrieb auf.
15.10.1992 Der erste bulgarische Privat-Sender, "Radio FM +", nimmt seinen Programmdienst in Sofia auf. Zwischen dem 15.10.1992 und dem 21.01.1993 werden in Sofia fünf weitere private Stationen lizenziert.
30.10.1992 Erstmals ist auch ein polnisches Radioprogramm über Satellit zu empfangen. "RMF FM" aus Krakau sendet über Astra ein jugendliches Popprogramm.
31.10.1992 Der Fernsehsender "RTL plus" nennt sich ab sofort "RTL Television" bzw. in der Kurzform einfach RTL.
Der erste und einzige Schweizer Klassiksender über Satellit "Opus Radio" stellt den Sendebetrieb ein.
01.11.1992 "UK Gold", das von Thames Television und BBC Enterprises gegründete neue Unterhaltungsprogramm in englischer Sprache, geht auf Sendung. Es wird über "Astra 1 B" verschlüsselt ausgestrahlt.
Das türkischsprachige "HBB-TV" nimmt über "Eutelsat II F 3" nach mehrmonatigen Testsendungen sein reguläres Programm auf.
02.11.1992 Im überregionalen RTL-Mantelprogramm aus Stuttgart werden von nun an nur noch Oldies gespielt. Somit ist "RTL Radio der Oldie-Sender" auf Mittelwelle 1.440 kHz, auf Kurzwelle 6.090 kHz, über Astra und Kopernikus, sowie über verschiedene lokale Sender zu empfangen.
13.11.1992 Die Radiomission "Trans World Radio" (TWR) hat auf ihrer afrikanischen Sendestation in Manzini, Swasiland, einen neuen 100 kW-Sender in Dienst genommen. Er ersetzt einen alten 25 kW-Sender und strahlt Programme nach Angola, Malawi, Sambia und Simbabwe aus. TWR benutzt mit dem neuen Sender die Frequenzen 9.515, 9.520, 4.790, 7.180, 3.335, 6.020 und 11.740 kHz.
30.11.1992 Start von "n-tv", es wird zunächst über den Satelliten "Kopernikus" gesendet und soll später auch über "Astra" verbreitet werden. In der Startphase kann "n-tv" in rund zehn Millionen Haushalten Deutschlands empfangen werden.
05.12.1992 Das erste private Satellitenprogramm Polens beginnt mit seiner Ausstrahlung über "Eutelsat II F 3". Unter dem Namen "Polsat" bietet der neue Kanal auf Transponder 34 B, den man gemeinsam mit dem niederländischen Testprogramm "TV Plus" nutzt, ein tägliches Programm mit Unterhaltung und Information.
08.12.1992 Der Vatikan startet sein eigenes Satellitenfernsehprogramm. "Tele Pace" teilt sich auf "Eutelsat II F 4" die Frequenz 11,638 Ghz mit dem serbischen Sender RTS-Sat. Tele Pace sendet täglich ab 17:00 Uhr eine Tageszusammenfassung der Ereignisse im Vatikanstaat und in der katholischen Welt. Vormittags werden sporadisch Papstaudienzen live übertragen. Ab Januar 1993 sendet auch Radio Vatikan täglich mehrere Stunden über Satellit.
12.12.1992 Der "Egyptian Satellite Channel" startet mit seiner Programmausstrahlung über "Eutelsat II F 3".
24.12.1992 Das erste ungarische Satellitenfernsehen, "Hungaria TV", nimmt den offiziellen Betrieb auf. Wochen zuvor wurde ein dreistündiges Versuchsprogramm, bestehend aus alten Filmen und Programmkonserven ausgestrahlt. Das über den "Eutelsat II F 3" verbreitete Programm ist Teil der ungarischen Aussen- und Kulturpolitik. Hungaria TV dient als Nabelschnur, um die über 14 Millionen Magyaren des Karpatenbeckens ans Mutterland zu binden.
30.12.1992 "RTL International", das englische Radioprogramm von Radio-Tele-Luxemburg, stellt den Betrieb endgültig ein. Bereits vor einem Jahr wurde die populäre Mittelwellenfrequenz 1.440 kHz (208m) dem deutschsprachigen Dienst überlassen. Seither war RTL International nur über Kurzwelle und über Astra zu empfangen.
31.12.1992 Der britische DBS-Satellit Marco Polo 1 stellt seinen Sendebetrieb auf der Orbitposition 31 Grad West ein. Nach der Fusion der British Satellite Broadcasting (BSB) mit Sky Television wurden zuletzt Sky One, Sky News, Sky Sports, The Movie Channel und Sky Movies Plus über diesen Satelliten parallel zum Astra-Satellitensystem ausgestrahlt.
1992 ARD und ZDF führen DS-Kultur weiter.
01.01.1993 Der von einem Konsortium der Union européenne de radiodiffusion (UER) nach dem Golfkrieg, als Konkurrenz zu CNN, gegründete gesamteuropäische Fernsehnachrichtenkanal "Euronews" geht auf Sendung. Laut Berechnungen der Betreiberin, der in der Sendezentrale von Lyon domizilierten Euronews Editorial S.A., kann das über den "Eutelsat ECS II F 1" verbreitete Programm europaweit von bis zu 40 Millionen Haushalten empfangen werden. An "Euronews" sind die öffentlichen Anstalten Portugals, Spaniens, Italiens, Griechenlands, Frankreichs, Belgiens und Finnlands, ferner die Programmveranstalter Monacos, Zyperns und Ägyptens aktiv beteiligt.
Die Muttergesellschaft des amerikanischen Fernsehnachrichtensenders "CNN", "Turner Broadcasting Systems Inc."(TBS) startet in Zusammenarbeit mit der "Moscow Independent Broadcasting Co." den ersten unabhängigen Fernsehkanal in Russland. Das "TV 6" genannte Gemeinschaftsunternehmen wird zunächst täglich fünf Stunden lang ab 19:00 Uhr internationale CNN-Nachrichten und Unterhaltung wie Kindercartoons sowie klassische amerikanische und russische Spielfilme senden.
Die Mitglieder der osteuropäischen Vereinigung der Rundfunkanstalten Intervision, treten der Eurovision bei.
Der Jugendsender "KISS FM" startet im Berliner Kabelnetz. Aus einem Studio in einer ehemaligen Backstube wird ein 24-Strunden-Programm, bestehend aus Soul, Rap, Funk, House, Hip Hop, Dance, und Techno, in das Kabelnetz eingespeist.
25.01.1993 Die deutsche Fernsehlandschaft wird um ein weiteres Angebot bereichert. Ab sofort will das "Ereignisfernsehen" VOX den Beweis antreten, dass auch ein privates, somit ausschließlich werbefinanziertes (Voll-) Programm über eine Erfolgschance verfügt.
01.02.1993 Das Schweizer Fernsehen DRS startet sein Tagesfernsehen "TAF", das jeweils von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 16:00 Uhr auf Sendung ist.
04.02.1993 Der deutsch/französische Kulturkanal "ARTE" hat einen neuen Partner, "RTBF", die Rundfunkorganisation des französischen Teils von Belgien.
15.02.1993 Der niederländische Sender "Radio 3" verlässt die Mittelwellenfrequenz 675 kHz und ist nur noch auf UKW zu hören.
17.02.1993 Am Abend hat die australische nationale Radio- und Fernsehgesellschaft "Australian Broadcasting Corporation" (ABC) mit der Ausstrahlung regelmäßiger Fernsehsendungen Richtung Südostasien angefangen. Das Programm, welches unter dem Namen "Australian Television International" (ATVI) läuft, kann in fünfzehn Ländern von Südchina und Burma bis nach Indonesien in der zweiten Tageshälfte während acht Stunden empfangen werden. Es setzt sich aus Nachrichten, australischen Dokumentationen, Fernsehserien und Unterhaltungsprogrammen zusammen. Die einstündige Nachrichtensendung wird speziell in Hinblick auf regionale Interessen gestaltet. ABC verfügt über zahlreiche Korrespondenten im asiatischpazifischen Raum. Zur Übermittlung steht ein indonesischer "Palap-B2P"-Satellit zur Verfügung. ATVI steht in Konkurrenz zu Fernsehprogrammen der englischen BBC und des amerikanischen Nachrichtenkanals CNN. Der Direktor von ATVI betonte anlässlich der Eröffnung, dass zwar ein spezifisch australisches Programm ausgestrahlt werde, dieses aber Rücksicht auf die kulturellen und politischen Unterschiede der Region nehmen werde. Journalisten und Präsentatoren hätten spezielle Richtlinien zu befolgen, um dem Rechnung zu tragen, doch seien diese nicht als Zensurvorschriften zu verstehen.
20.02.1993 In Portugal beginnt Europas erste von römisch-katholischen Kreisen getragene nationale Fernsehstation, "Televisao Independente" (TVI) zu senden. Sonntags überträgt TVI direkt aus dem Vatikan das Gebet des Papstes und anschließend, wie auch das staatliche Fernsehen RTP (Radiotelevisao Purtuguesa), eine portugiesische Messe. Mit Ausnahme dieser und einiger weniger anderer Sendungen zu religiösen Themen unterscheidet sich TVI mit seinen Nachrichten, Sportberichten, Quizsendungen, Serien, Dokumentar- und Spielfilmen aber kaum von anderen Sendern.
22.02.1993 Der Sender Freies Berlin startet eine Informations- und Servicewelle "B 2", die in Berlin und weiten Teilen Brandenburgs zu empfangen ist.
01.03.1993 Als Konkurrenz zu "KISS FM" gründet der öffentlichrechtliche Rundfunk in Berlin die Jugendwelle "Fritz". Die Sender des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg ORB und des SFB strahlen das Programm ab. Die redaktionelle, technische und organisatorische Verantwortung liegt dabei beim ORB in Potsdam, wo auch die, paritätisch aus ost- und westdeutschen Mitarbeitern zusammengesetzte, "Fritz"-Mannschaft in einem High-Tech-Studio residiert.


Anhören:
  
(Radio Fritz - Ansage und Technomusik mit den Radiofritzen)
16.03.1993 Die SRG wird Mitglied von Euronews in Lyon.
März 1993 Ende März haben die British Broadcasting Corporation BBC und das amerikanische Network ABC eine weitreichende, Radio- wie Fernsehen betreffende, Kooperationsvereinbarung für die Beschaffung und Auswertung von Nachrichtenmaterial getroffen. Planungs- und Koordinationszentrale wird London sein. Laut Aussagen einer ABC-Sprecherin wollen beide Anstalten ihre eigene Infrastruktur (Korrespondenten, Produzenten, technisches Personal) aber beibehalten, deren Nutzung wird im Rahmen täglicher Konferenzen festgelegt.
01.04.1993 Von nun an überträgt "TV Polonia" sein Programm auch über den Satellit "Eutelsat II F 3".
09.04.1993 "Radio Brod" nimmt in den internationalen Gewässern der Adria den Sendebetrieb für das Gebiet des ehemaligen Jugoslawien auf. Finanziert wird der Seesender durch die Europäische Gemeinschaft. "Droit de parole" (Redefreiheit) nennt sich die in Paris ansässige Betreiberorganisation. Sieben Journalisten befinden sich auf dem gleichnamigen Sendeschiff. Sie stammen aus den ehemaligen Teilrepubliken Jugoslawiens und stellen rund um die Uhr Informationsprogramme in den Sprachen Ex-Jugoslawiens zusammen, die sich größtenteils auf die Informationen von Korrespondenten in den einzelnen Gebieten abstützen. Auf Mittelwelle 720 kHz (50 kW) und UKW 98,0 MHz (10 kW) werden die Programme, die aus Nachrichten, Kommentaren, Berichten, Interviews, Diskussionen, Presseschauen und Musik bestehen, in Richtung Festland ausgestrahlt und können in weiten Teilen Ex-Jugoslawiens gehört werden. Als Ergänzung der Korrespondentenberichte dienen die Angebote von Agence France Press sowie des World Service der BBC, darüber hinaus darf das italienische Fernsehen RAI Uno als Quelle benutzt werden. Ende Juni gibt die Internationale Fernmeldeuniun (UIT) in Genf der im April von Belgrad eingereichten Klage statt und fordert Radio Brod zur Einstellung seiner Aktivitäten auf. Daraufhin verstummt Radio Brod für einige Wochen.
13.04.1993 Die "Antenne Sachsen" nimmt als zweiter privater Hörfunksender seinen Sendebetrieb in Sachsen auf. Als dritter Sender folgt am 16. Mai "Radio Leipzig".
24.04.1993 Das von der Republik San Marinound dem italienischen Staat gemeinschaftlich finanzierte Projekt RTV San Marino startet mit Testsendungen.
30.04.1993 Der Brite und Virgin-Gründer Richard Branson wagt sich nun ins Rundfunkgeschäft. Landesweit meldet sich um 12:15 Uhr "Virgin Radio" auf der Hauptfrequenz 1.215 kHz sowie auf diversen UKW-Frequenzen mit klassischer Rock-Musik. Als Moderatoren konnte Stationschef Dave Campell unter anderem Wendy Lloyd verpflichten (ehemals Radio Luxemburg), die werktags am frühen Morgen moderiert. Seit dem 1. August 1993 ist Virgin Radio auch offiziell über "Astra 1 B" zu empfangen.
01.05.1993 Die Europäische Fernsehkonvention tritt in sieben europäischen Ländern in Kraft. Sie enthält Grundsätze über Gewaltfreiheit, Jugendschutz und Beschränkungen der Werbezeit.
"DT 64" ist tot – es lebe "MDR Sputnik". Mit neuem Namen meldet sich von nun an das ehemalige DDR-Jugendradio, das nach der Wende unter Kontrolle des Mitteldeutschen Rundfunks kam. Anfang Juli wird aus Kostengründen die Mittelwellenfrequenz 1.044 kHz verlassen und dann nur noch über den Astra-Satelliten gesendet.


Anhören:
  
(MDR-Sputnik)
31.05.1993 Der Popmusik Service der South African Broadcasting Corporation, "Radio Orion", stellt den Sendebetrieb ein.
14.06.1993 Die Deutsche Welle gibt den Sendestandort Leipzig Wiedenau auf. Seit 1942 wurde von hier aus gesendet.
30.06.1993 Trans World Radio stellt die Ausstrahlung der Sendungen über die Kurzwellenstation auf der Karibikinsel Bonaire ein. Die Sendestation Bonaire ist seit 1964 in Betrieb. Nach fast 30 Jahren sind die beiden Kurzwellensender nur noch zu einem kleinen Teil ihrer einstigen Leistung einsetzbar. Für TWR würden in den kommenden 5 Jahren Investitionen von über zwei Millionen Franken enstehen.
Juni 1993 Am internationalen Televisions-Symposium in Montreux demonstriert "Télédiffusion de France" das terrestrische digitale Fernsehen "Digital Video Broadcasting". Gleichzeitig werden 3 Programme, eines im Format 16/9 und zwei im Format 4/3, auf einem einzigen Kanal ausgestrahlt.
Das Privatfernsehen "Canal Plus Espana" startet zwei Spartenkanäle, die über den Satelliten "Astra 1 B" verbreitet werden. "Cinemania" (Spielfilme) und "Documania" (Dokumentationen) sind die ersten spanischen Pay-TV-Programme via Satellit. Spanien ist eines der mit Satellitentechnik am besten ausgestatteten Länder Europas. 1,5 Millionen Haushalte können mittels Parabolantennen Satellitenfernsehen empfangen.
Wie die Stimme der Türkei meldet, ist der Aufbau eines neuen Kurzwellensendezentrums der T.R.T. mit fünf 500 kW-Sendern abgeschlossen. Die Sender werden noch in diesem Jahr in Betrieb genommen, und sollen unter anderem die Hörbarkeit der Europasendungen erheblich verbessern.
01.07.1993 Der Satellit "Astra 1 C" ist ofiziell auf Sendung. Es werden diverse Testbilder, technische Hinweise und Programmankündigungen von WDR, ZDF, MDR, Childrens Channel, Bravo TV, Discovery, Galavision, Nickelodeon, Cartonn Network und TNT ausgestrahlt.
Juli 1993 Riviera Radio an der Cote D Azur testet die Mittelwellenfrequenz von Radio Monte Carlo. Die Reichweite von Riviera Radio auf 702 kHz, kann gegenüber der UKW-Abstrahlung wesentlich vergrößert werden. Die internationalen Nachrichten werden vom BBC Worldservice übernommen. Nach mehrmonatiger Testphase wird die Mittelwelle wieder verlassen.
18.08.1993 Das erste private Fernsehprojekt der Schweiz "Tell TV" ist gescheitert. Das Eidgenössische Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartement (EVED) hat der AG Schweizer Fernsehen International mit sofortiger Wirkung die Konzession entzogen. Wesentliche Konzessionsvoraussetzungen seien nicht mehr erfüllt, teilt das EVED mit.
21.08.1993 Die Radio Corporation in Nicaragua wird von bewaffneten Banden überfallen und die ganze Einrichtung zerstört.
Ebenfalls mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat Radio Nicaragua. Durch eine plötzliche Stromspitze wird die elektronische Anlage außer Betrieb gesetzt. Ein zweiter Sender kann zwar mit Treibstoff-Generatoren betrieben werden, doch dafür fehlt das Geld.
27.08.1993 39. Internationale Funkausstellung Berlin vom 27.08. - 05.09.1993.
13.09.1993 Beim privaten Fernsehsender VOX tritt eine Programmreform in Kraft. Der nachrichten- und kulturorientierte Anteil wird zugunsten von Unterhaltungs- und Sportsendungen reduziert.
25.09.1993 Nach 6-monatiger Vorbereitungszeit geht das neue Schweizer Fernsehprogramm "S Plus" um 19:00 Uhr auf Sendung. Das Programm verspricht "positives, bürgernahes Fernsehen" und ist als Konkurrenz zum Schweizer Fernsehen DRS gedacht.
30.09.1993 Das deutsche Programm der "Voice of America" wird eingestellt. Das täglich halbstündige Programm wurde am 4. Juli 1991 eingeführt und war auf 1.197 und 3.980 kHz zu empfangen. Schon 1942 existierte ein deutschsprachiges Programm der VOA. Anfang der sechziger Jahre wurde dieses jedoch gestrichen.
01.10.1993 Der Piratensender "Voice of Peace", der von dem Israelischen Friedensaktivisten Abie Nathan seit Mai 1973 betrieben wird, stellt sein Programm ein, weil er das Ziel einen Dialog zwischen Israel und Palästinensern herbeizuführen, erreicht hat. Abie Nathans ursprünglicher Plan, das Radio-Schiff in ein Museum umzuwandeln, scheitert an den finanziellen Mitteln. Am 29. November 1993 versenkt er in einer spektakulären Aktion das Friedensschiff Peace, ein 1940 gebautes Frachtschiff, im Mittelmeer.
"World Radio Network" (WRN) heißt ein neues Satellitenprogramm. Englischsprachige Programme kleinerer und grosser Auslandsdienste werden vom dem Satelliten "Astra 1 B" (19,2 Grad Ost, 11538 GHz vertikal, Tonfrequenz 7,38 MHz) ausgestrahlt.
25.10.1993 Die Radiostation "RTV San Marino" beginnt in der Republik San Marino mit dem offiziellen Programm. Dieses beinhaltet dreizehn tägliche Nachrichtenbulletins und moderierte Sendungen von 7:00 bis 20:00 Uhr. In den Nachtstunden ist vorwiegend Musik zu hören. "RTV San Marino" sendet auf 102,7 MHz (10 kW) und 103,2 MHz (2 kW).
Oktober 1993 Schweizer Radio International (SRI) hat mit den beiden nationalen afrikanischen Radiostationen in Burkina Faso und Rwanda eine Zusammenarbeit im Programmbereich vereinbart. Sie besteht im wesentlichen darin, dass SRI den beiden Sendern regelmässig aktuelle Berichte über die Tätigkeit der internationalen Organisationen in Genf für die Weiterverbreitung in den beiden Ländern übermittelt.
Das amerikanische Fernsehnetwork NBC übernimmt den europäischen Satellitensender Super Channel. Für NBC eröffnet sich mit dieser Erwerbung die Möglichkeit, eigene Produktionen verstärkt auch in Europa zu verbreiten.
30.11.1993 Das ARD-Satellitenprogramm 1 Plus wird eingestellt. Ab dem 1. Dezember beteiligt sich die ARD auch an 3SAT, dem gemeinsamen Satellitenprogramm von ZDF, ORF, und SRG.
01.12.1993 Der deutsche Musikkanal "Viva TV" mit Sitz in Köln nimmt den Versuchsbetrieb auf.
1993 ASTRA 1C nimmt seinen Betrieb auf.
Deutschlandfunk, RIAS und DS-Kultur fusionieren zu einer bundesweiten Hörfunkanstalt DeutschlandRadio, der von Berlin und Köln aus jeweils ein werbefreies Informations- und Kulturprogramm anbietet. Träger sind ARD und ZDF.
12.01.1994 Die ARD strahlt in ihrem Spätabendprogramm erstmals zwei Filme über das neue Übertragungssystem "PALplus" in Breitbild-Format 16:9 aus. Federführend für die neue Technik innerhalb der ARD ist der Südwestfunk, der die 16:9 Filme überspielt und sendet. "PALplus" ist eine Weiterentwicklung des PAL-Systems mit einem Bildseitenverhältnis von 16:9 (Kinoformat) und verbesserter Bildqualität.
04.02.1994 Als erste überregionale private Fernsehanstalt in der Tschechischen Republik nimmt der Sender "Nova-TV" den Betrieb auf.
23.03.1994 Der im Februar zugelassene Berliner Privatveranstalter Radio Concept geht unter dem Namen "jfk 98,2 – Das Entertainment Radio" auf Sendung. Die Station will ein "kulturorientiertes Spartenprogramm für gebildete Leute" sein und sich vornehmlich an die Zielgruppe der 30-50jährigen richten.
04.04.1994 Das NDR-Jugendradio "N-Joy-Radio" geht auf Sendung. Das fünfte NDR-Programm richtet sich vor allem an die 14-19jährigen und ist werbefrei.


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(Ansage Radio N-Joy)
29.04.1994 Der Berliner Privatsender Radio 50 plus geht unter dem Namen "Spree Radio" auf Sendung.
18.05.1994 Die Voice of America testet in Kambodscha erstmals einen 500 kW-Sender auf 909 kHz.
14.06.1994 Aus Florida meldet sich erstmals Radio Miami International über den eigenen Kurzwellensender. Die private Station mit dem Rufzeichen "WRMI" ist mit 50 kW auf 9.955 kHz zu hören.
16.06.1994 Das ZDF strahlt erstmals eine Sendung im PALplus-Standart und 16:9 Format aus.
15.07.1994 Der Soldatensender "AFN-Berlin" beendet seine Sendungen.
Nur wenige Wochen nach der Erteilung der Sendelizenz, beginnt in der Tschechischen Republik die private Sendegruppe "Radio Echo" mit dem Betrieb. Flächendeckend wird auf den Frequenzen 1.071, 1.233 und 1.584 kHz gesendet.
25.07.1994 Schweizer Radio International kann in Französisch Guayana einen neuen Sender mit 500 kW Leistung in Betrieb nehmen. Dadurch wird die Empfangsqualität der Stimme der Schweiz sowohl in Nord- und Südamerika als auch in Australien und Teilen von Afrika wesentlich verbessert.
31.07.1994 Der amerikanische Missionssender "The Voice of Friendship" (Rufzeichen KGEI) aus San Francisco stellt überraschend nach fast 50 Jahren den Sendebetrieb ein. Der 50 kW Sender von KGEI soll an Radio ELWA in Liberia verkauft werden.
01.08.1994 Radio Wolga, der Langwellensender der Russischen Streitkräfte in Potsdam, stellt den Betrieb ein.
31.08.1994 Anläßlich der internationalen Fernseh- Radio und HiFi-Ausstellung Fera in Zürich startet die SRG offiziell das Farbfernsehsystem PALplus.
01.10.1994 Von nun an sendet der "Deutschlandfunk" (DLF) mit 600 kW auf 1.422 kHz. Der Saarländische Rundfunk hat den Sender Heusweiler für zunächst fünf Jahre an den DLF vermietet.


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(DLF-Senderkennung)
05.10.1994 In Grossbritanien wird auf der Mittelwellenfrequenz 1.152 kHz der private Anbieter "London News-Talk Radio" aktiv.
26.10.1994 Radio Moskau feiert seinen 65. Jahrestag seines Bestehens und benennt sich in die Stimme Russlands um.
17.11.1994 Nach dem Vorbild von MTV startet in der größten Stadt Chinas, Shanghai, ein Musikkanal, der 18 Stunden am Tag nur Videoclips sendet.
12.12.1994 Der British Forces Broadcasting Service (BFBS) stellt in Berlin den Sendebetrieb ein.
1994 ASTRA 1D nimmt seinen Betrieb auf.
26.08.1995 40. Internationale Funkausstellung Berlin vom 26.08. - 03.09.1995.
1995 ASTRA 1E nimmt seinen Betrieb auf. Mit ihm beginnt die Einführung des Digitalen Fernsehens DVB-S (Digital Video Broadcasting Satellit).
30.08.1997 41. Internationale Funkausstellung Berlin vom 30.08. - 07.09.1997.
1997 In Nauen werden vier neue 500 kW Sender in Betrieb genommen. Die alten DDR-Sender sind für den Reserve-Betrieb ebenfalls erhalten.
ASTRA 1F, 1G und 1H nehmen ihren Betrieb auf. Sie ergänzen den ASTRA 1E mit digitaten Sendungen.
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz schließen einen Staatsvertrag über die Fusionierung des Süddeutschen Rundfunks und des Südwestfunks zum Südwestrundfunk (SWR).
28.07.1999 42. Internationale Funkausstellung Berlin vom 28.08. - 05.09.1999.
31.12.1999 Die letzte Tagesschau des alten Jahrtausends ist auch Dagmar Berghoffs letzter Auftritt als Nachrichtensprecherin.
01.03.2000 Beginn der ersten Staffel von "Big Brother".
25.08.2001 43. Internationale Funkausstellung Berlin vom 25.08. - 02.09.2001.
30.06.2002 Das Endspiel der Fußball-WM Deutschland gegen Brasilien in Japan bringt dem Deutschen Fernsehen einen neuen Zuschauerrekord.
2002 Start von DVB-T (Digital Video Broadcasting Tetrestrial) Im Ballungsgebiet Berlin-Brandenburg.
29.08.2003 44. Internationale Funkausstellung Berlin vom 29.08. - 03.09.2003.
02.09.2005 45. Internationale Funkausstellung Berlin vom 02.09. - 07.09.2005.
01.09.2006 46. Internationale Funkausstellung Berlin vom 01.09. - 06.09.2006.
31.08.2007 47. Internationale Funkausstellung Berlin vom 31.08. - 05.09.2007.
29.08.2008 48. Internationale Funkausstellung Berlin vom 29.08. - 03.09.2008.
2008 Blue-ray setzt sich endgültig gegen HD DVD als Nachfolgestandard der DVD durch.
30.06.2009 Mit dem Sender Bad Mergentheim stellte der SWR die letzte verbliebene Sendeanlage von Analogbetrieb auf DVB-T um.
03.09.2009 49. Internationale Funkausstellung Berlin vom 03.09. - 09.09.2009.
05.11.2009 Der Internetauftritt von "Old Time Radio" wird mit 58 vorhandenen Einzelseiten von Jürgen Tiedmann übernommen. Es beginnt eine schrittweise Erweiterung.
03.09.2010 50. Internationale Funkausstellung Berlin vom 03.09. - 08.09.2010.
02.09.2011 51. Internationale Funkausstellung Berlin vom 02.09. - 07.09.2011.
30.04.2012 Abschaltung der analogen Satelitenübertragung in Deutschland und Teilen Europas
31.08.2012 52. Internationale Funkausstellung Berlin vom 31.08. - 05.09.2012.
Mit dem Start der Internationalen Funk-Ausstellung (IFA) strahlen die öffentlich-rechtlichen TV-Anbieter und ihre privaten Konkurrenten ihre Programme erstmals mit einheitlicher Lautstärke aus.
11.06.2013 Kurz nach 23:00 Uhr endet vorerst die 75-jährige Geschichte des staatlichen Rundfunks ERT in Griechenland - aus Kostengründen ?!? Radio und Fernsehen mussten ihr eigenes Ende verkünden. 2.700 Mitarbeiter wurden entlassen.
nach oben Seitenanfang Letzte Änderung dieser Seite: 31.05.2015