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„Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“ (ARD)

In Deutschland wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den West-Alliierten der öffentlich-rechtliche Rundfunk nach britischem Vorbild (BBC) unter der Leitung von Hugh Greene eingeführt. Die Sender sind als beitragsfinanzierte Körperschaften (bzw. Anstalten des öffentlichen Rechts) gegründet. Die Finanzierung aus „Rundfunkgebühren“ ist die vorrangige Einnahmequelle, um den gesetzlich definierten Auftrag zur Grundversorgung und der wirtschaftlichen sowie politischen Unabhängigkeit nachkommen zu können.

Am 05.06.1950 wurde die ARD als freiwilliger „Verbund öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten in Deutschland“ aus folgenden 6 Landesrundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland gegründet:

  • Bayerischer Rundfunk (BR),
  • Hessischer Rundfunk (HR),
  • Radio Bremen (RB),
  • Süddeutscher Rundfunk (SDR),
  • Südwestfunk (SWF),
  • Nordwestdeutscher Rundfunk (NWDR).
  • Eine beratende Stimme hatte der „RIAS Berlin“.
 
Quelle: [13]

Der „ARD“ liegt die föderale Struktur der Bundesrepublik Deutschland zugrunde: Jedem Bundesland steht ein Sender zu. Historisch geht die föderale Rundfunkstruktur auf die Frühzeit des Rundfunks in den 1920er Jahren in Deutschland zurück, als sich in Preußen, Sachsen, Bayern und Württemberg einzelne Rundfunkanstalten etablierten und lose in der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft organisiert waren. 1933 wurde diese föderale Struktur weitgehend zerbrochen.

Die Form der Arbeitsgemeinschaft beließ ihren Mitgliedern ihre volle Unabhängigkeit. Sie gab sich 1950 eine Satzung, die durch den Rundfunkstaatsvertrag ergänzt wird. In dieser Satzung wird die Arbeit und Organisation der „ARD“ geregelt. Danach hat die „ARD“ als Hauptorgan eine Mitgliederversammlung. Diese findet in Form von Arbeitssitzungen der Intendanten der Mitglieder statt. Ferner gibt es noch Hauptversammlungen, an denen auch Rundfunk- und Verwaltungsratsvorsitzenden der Landesrundfunkanstalten teilnehmen.

Die Mitgliederversammlung betraut jeweils für ein Jahr eine ihrer Rundfunkanstalten mit der Geschäftsführung der „ARD“. Der Intendant dieser geschäftsführenden Rundfunkanstalt ist in dieser Zeit Vorsitzender der „ARD“. Die Wiederwahl für ein weiteres Jahr ist möglich.

Erklärte Zielgruppe der Sendungen waren von Anfang an auch die Menschen in der damaligen DDR, so dass das Programm, von vielen starken Sendeanlagen (z.B. vom Ochsenkopf oder vom Sender Torfhaus ) ausgestrahlt, auch jenseits des „eisernen Vorhanges“ als „Westfernsehen“ zu empfangen war.

Am 11.06.1953 wurde zwischen den Mitgliedern der „ARD“ der Vertrag über die Einrichtung des gemeinsamen Kurzwellenprogramms „Deutsche Welle“ unterzeichnet. Die Verantwortung für das Programm lag zunächst beim damaligen „Nordwestdeutschen Rundfunk“ (NWDR). Als „Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland“ wird die Deutsche Welle (im Gegensatz zu den Landesrundfunkanstalten) durch Steuergelder finanziert.

Am 01.06.1954 kündigt Intendant Alfred Braun um 4:57 Uhr mit den Worten: Achtung, Achtung, hier ist Berlin" den Start eines 7. "ARD"-Senders an, den "Sender Freies Berlin" (SFB). Der „SFB“ schied damit aus dem „NWDR“ aus.

Ab dem 01.01.1956 wird die Teilung des "NWDR" offiziell vollzogen. "Norddeutscher Rundfunk(NDR) und "Westdeutscher Rundfunk" (WDR).

Im Laufe der 1950er-Jahre wurde mit der Vorbereitung und Ausstrahlung eines ersten gemeinschaftlichen Fernsehprogramms in der Bundesrepublik Deutschland begonnen. Bis dahin lag die Verantwortung der ARD-Sendeanstalten ausschließlich beim Hörfunkbereich.

Am 01.01.1957 wird mit dem politischen Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland der „Saarländische Rundfunk“ (SR) gegründet und Mitglied der „ARD“.

1964 ist Sendebeginn der gemeinsamen ARD-Hörfunkprogramme für Ausländer.

Im September 1985 beginnt die „ARD“ mit Zweitonsendungen (Zweikanal- und Stereo).

Am 15.12.1990 strahlt die „ARD“ ihr Programm zum ersten Mal für Gesamtdeutschland aus.

1992, nach der Gründung der beiden Rundfunkanstalten „Mitteldeutscher Rundfunk“ (MDR) und „Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg“ (ORB) auf dem Gebiet der ehemaligen DDR traten diese beiden Sender ebenfalls der "ARD" bei und beteiligten sich am Gemeinschaftsprogramm

1998 fusionierten der SDR und der SWF zum „Südwestdeutschen Rundfunk(SWR).

2003 fusionierten der ORB und der SFB zum „Rundfunk Berlin Brandenburg“ (RBB). Seitdem wird die „ARD“ von neun Rundfunkanstalten gemeinsam getragen.

Die ARD ist Träger des Deutschen Rundfunkarchivs.

Zusammen mit dem „ZDF“ und dem „Deutschlandradio“ bildet die „ARD“ den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland. Die „ARD“ und das „ZDF“ betreiben später zusammen die Fernsehsender „3sat“, „Arte“, „Phoenix“ und „KiKA“.

Die Bezeichnung „ARD“ wird oft umgangssprachlich für die Fernsehprogramme der „ARD“ verwendet:

Programm „NWDR - Fernsehen“

Am 13.08.1948 erlaubt die britische Militärregierung dem "NWDR", die Entwicklung des Fernsehens wieder aufzunehmen.

Am 27.11.1950 startete das Versuchsprogramm des „NWDR-Fernsehens“, das täglich (auch am Wochenende) jeweils zwei Stunden ausgestrahlt wurde (in Hamburg drei Tagen pro Woche). Erste Versuche, Nachrichtensendungen und Sportübertragungen wurden gesendet.


Quelle: alte Postkarte

Am 4.1.1952 startete der Fernseh-Filmbericht, der aus Beiträgen der Neuen Deutschen Wochenschau erstellt wurde.

Im August oder November 1952 (abweichenden Angaben) erfolgte die Umbenennung der Fernseh-Filmberichte in „Tagesschau“.

Am 26.10.1952 wurde in Hamburg-Lokstedt der Grundstein für das neue Fernsehhaus gelegt. Bei der Grundsteinlegung wurde eine mit Urkunden gefüllte Kassette eingemauert. Die Oberseite der Kassette wurde verziert mit dem Logo des NWDR-Fernsehens und mit Blattschmuck.

Am 25.12.1952 ging das NWDR-Fernsehen offiziell mit getrennten Programmen für den Norden, den Westen und für Berlin in den Regelbetrieb über ( vier Tage nach dem Sendebeginn des „Deutschen Fernsehfunks“ in der DDR). Unter 60 Bewerberinnen wird Irene Koss, Schauspielerin am Flensburger Theater, als erste Programmansagerin vom "NWDR" engagiert. Vorab wurden in der Versuchszeit vom 27.11.1950 bis 24.12.1952 insgesamt bereits 31.188 Minuten Programm ausgestrahlt und 5.000 Fernsehgeräte verkauft. Es wurde täglich von 20:00 bis 22:00 Uhr gesendet. Außerhalb dieser Zeiten wurde ein Testbild gesendet.


Testbild des „NWDR-Fernsehens“
Quelle: [60]

Der Empfang des Programms war zuerst auf Nordwestdeutschland und Berlin beschränkt. Zusammengestellt wurde das Programm vom damaligen Nordwestdeutschen Rundfunk. Gesendet wurde aus den beiden Bunkern auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg.

Aus einem Hamburger Hochbunker kamen die Sendungen des NWDR.
Quelle: [46]

Am 26.12.1952 startete die „Tagesschau“ im Nordprogramm offiziell.

Am 27.12.1952 wurde in Norddeutschland das Berliner Programm mit der ersten Kabarettsendung der Stachelschweine übernommen. Am nächsten Tag gab es erstmals ein gemeinsames Programm für alle drei Sendebereiche und die erste Wiederholung einer Sendung (die Fernsehshow vom 26. Dezember).

Am 31.12.1952 wurde erstmals die Neujahrsansprache ausgestrahlt, die bis heute zur festen Tradition des Programms gehört. Gehalten wurde sie vom Bundespräsidenten Theodor Heuss, der u.a. folgende Worte sprach: „(…) auch in den kompliziertesten Erfindungen sind die Deutschen wieder mit auf dem Wege und jetzt wird auch bei uns das schwer begreifliche Zauberwerk des Fernsehens in das Bewusstsein treten. (…)“.

Am 20.02.1953 startete die erste Fernsehkochsendung mit Clemens Wilmenrod. Die Sendung entwickelte sich zu einem der bekanntesten Formate.

Am 30.08.1953 startet Werner Höfer die Fernseh-Journalistenrunde des "Internationalen Frühschoppens" im Nordwestdeutschen Rundfunk. Davon wurden 1.874 Folgen als Fernsehsendung ausgestrahlt. Ende 1987 wird die Sendung vom Programm gestrichen, nachdem der "Spiegel" Werner Höfers NS-Vergangenheit aufdeckte. Der Vorwurf "Schreibtischtäter" sorgte für Höfers journalistisches Ende.

Am 23.10.1953 zog das „NWDR-Fernsehen“ in das neue Fernsehstudio in Hamburg-Lokstedt. Dieses war das erste, speziell für das Fernsehen eingerichtete, Studio in Europa.

Ab dem 1.11.1954 wurde das Programm von allen Rundfunkanstalten gemeinsam für die ganze Bundesrepublik Deutschland veranstaltet. Das Programm wurde zum ersten Mal als Gemeinschaftsprogramm der ARD gesendet und wurde zum „Deutschen Fernsehen“.


Logo des „NWDR-Fernsehens“
Quelle: [13]


Logo des „NWDR-Fernsehens“1950–1954
Quelle: [10]

Programm „Deutsches Fernsehen“

Am 1.11.1954 wurde aus dem „NWDR-Fernsehen“ das „Deutsche Fernsehen“.

Ab dem 01.10.1956 wird die "Tagesschau" des „Deutschen Fernsehens“ täglich gesendet (bisher dreimal wöchentlich).

Am 02.03.1959 wurde die „Tagesschau“ zum ersten Mal durch einen Sprecher verlesen.

Ab 03.01.1961 strahlt das deutsche Fernsehen zwischen 22 und 22.30 Uhr eine zweite Ausgabe der „Tagesschau“ aus.

Ab dem 04.09.1961 strahlt die „ARD“ ein tägliches Vormittagsprogramm für die Zuschauer in der DDR aus.

1963 kostet eine Werbeminute im „Deutschen Fernsehen“ 70.000 DM.

Logo des „NWDR-Fernsehens“1954–1964
Quelle: [10]

Am 25.08.1967, Auf der 25. Deutschen Funkausstellung in Berlin wird das, von Walter Bruch entwickelte, PAL-Farbfernsehen offiziell in der Bundesrepublik und Westberlin eingeführt.
In der Halle A der Berliner Funkausstellung erwarten 1.200 Ehrengäste den Start des Farbfernsehens. Das Bild der Ansagerin Edith Grobleben erscheint auf den riesigen Monitoren noch in Schwarz-Weiß. Dann, nach seiner Festrede, drückt Außenminister Willy Brandt auf den großen roten Knopf und gibt so symbolisch die Farbkameras frei. Das ZDF beginnt mit regelmäßigen Farbsendungen.
Es wurden bereits 50 verschiedene Farbfernseher vorgestellt.
Willy Brandt startet das Farbfernsehen.
Quelle: [12]


Anhören:
  
(Jingle zur Ankündigung einer Farb-Fernsehsendung der ARD)

Am 26.08.1967 überträgt die „ARD“ die erste Eurovisions-Sendung in Farbe, den "Galaabend der Schallplatte" von der "25. Deutschen Funkausstellung in Berlin".

Am 29.11.1970 wird der erste "Tatort" ausgestrahlt.

Am 08.01.1973 beginnt die ARD mit der Ausstrahlung der Vorschul- und Kinderserie Sesamstraße in deutscher Sprache.

Am 02.01.1978 startete die Spätnachrichtensendung „Tagesthemen“.

Ab dem 02.01.1981 wird das gemeinsame Vormittagsprogramm mit dem „ZDF“ bundesweit ausgestrahlt.


Logo von 1970 bis 1984
Quelle: [10]

Am 1.10.1984 wurde das Programm in „Erstes Deutsches Fernsehen“ umbenannt. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Name des Senders „Deutsches Fernsehen“.

Programm „Erstes Deutsches Fernsehen“

Am 1.10.1984 wurde aus dem „Deutschen Fernsehen“ das „Erste Deutsche Fernsehen“.

1989 startete das ARD-Mittagsmagazin.

Seit dem 14.12.1990 wird das Programm auch über die ehemaligen Frequenzen des 1. DDR-Fernsehprogramms (DFF 1) ausgestrahlt.

1993 begann man die Ausstrahlung des ARD-Morgenmagazins.

Am 01.01.1995 wurde die sogenannte Nachtlücke geschlossen, seitdem sendet das „Erste Deutsche Fernsehen“ rund um die Uhr.

Programm „Das Erste“

1996 wurde aus dem „Erste Deutsche Fernsehen“ nur „Das Erste“.


Logo von 1984 bis 1997
Quelle: [10]


Logo von 1997 bis 2003
Quelle: [10]

2003 wurde das Erscheinungsbild „Des Ersten“ zusammen mit der „ARD“ grundlegend überarbeitet. Der Sender erhielt ein neues Logo und ein neues Design. Die ARD-Eins erhielt einen Ring.

Seit dem 20.02.2005 wird „Das Erste“ zentral aus dem ARD-Stern beim HR in Frankfurt am Main ausgestrahlt. Dort läuft das Glasfasernetz der ARD-Anstalten zusammen.


Logo seit 2003 bis 2008
Quelle: [10]

Am 30.11.2008 wurde das Design wieder geändert.


Quellen: [10], [13]
nach oben Seitenanfang Letzte Änderung dieser Seite: 29.08.2014