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Programm "Die Stimme der Frauen der Welt"

Am 20.03.1954 begann der DDR-Rundfunk seinen Auslandsdienst. Mit der Zuspitzung des kalten wurden neue Kurzwellenzentren in beiden deutschen Staaten aufgebaut. Als "Die Stimme der Frauen der Welt" wurde, vorerst nur montags, 19:00 Uhr in Französisch, 19:10 Uhr in Deutsch und von 19:20-19:30 Uhr in englischer Sprache gesendet.

Ab dem 02.01.1955 wurde die Sendezeit verlängert und an zwei Tagen pro Woche nach folgendem Plan gesendet: Montags 20:30 Uhr in Französisch, 20:40 Uhr in Deutsch, 20:50-21:00 Uhr in englischer Sprache und Dienstags 01:00 Uhr in Spanisch, 01:10-01:20 Uhr in Englisch.

Programm "Radio DDR International"

15.04.1955 18:00 Uhr begannen unter der Bezeichnung "Radio DDR International" die ersten Auslandssendungen des "Rundfunks der DDR". Als Pausenzeichen wurde "Alle Menschen werden Brüder...." mit den Klängen aus dem Schlusssatz der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven verwendet.

Im Jahre 1956 werden Sendungen in Schwedisch (ab 01.05.1956) und Dänisch (ab 01.12.1956) aufgenommen.

Am 01.04.1957 wurde die erste Sendung Arabisch ausgestrahlt. Es folgten Versuchssendungen in Finnisch, Spanisch, Italienisch, Persisch und Türkisch.

Sendeplan des Radio DDR-Auslandsdienstes aus dem Jahr 1957
Quelle: [14]
Ab 1957 sendet der "Deutsche Demokratische Rundfunk" aus Nauen
das Programm unter dem Namen "Radio Berlin International".

Programm "Radio Berlin International"

    
Quelle: [14]      Quelle: [13] N.N.

Am 20.05.1959 beschließt das "Staatliche Rundfunkkomitee der DDR" eine Reorganisation seines Auslandsdienstes: Es erfolgt die Gründung von "Radio Berlin International" (RBI) als selbständiger Sender im Rahmen des Staatlichen Rundfunkkomitees. Die Arbeit von "RBI" nimmt danach einen stetigen Aufschwung. Anfang der 60er Jahre strahlt der Sender bereits täglich 20 Programme von insgesamt rund 40 Stunden in sechs Sprachen aus: deutsch, englisch, französisch, spanisch, portugiesisch und arabisch. Dabei ist der Wortanteil der Programme mit 85% - im Gegensatz zu ca. 35% bei "Radio DDR" bemerkenswert hoch.
Das erste Pausenzeichen sind Takte von Beethovens Ode "An die Freude", später dann die ersten Takte der Nationalhymne der DDR.
Als reiner politischer Propagandasender ist "RBI" zum Bestandteil der Außenpolitik der DDR geworden.

"Radio Berlin International" war Bestandteil des "Rundfunks der DDR", Nalepastraße 18-50 (ab 1979: 10-50), Berlin 1160.


    
Logo Rundfunk der DDR 1989
Quelle: [10]
    
Quelle: [13]

1960 überträgt RBI bereits täglich ca. 40 Programmstunden in den 6 Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Arabisch).


Anhören:
  
Senderkennung

Anhören:
  
englische Senderansage

Am 7.10.1961 wird eine italienischen Redaktion eingerichtet.

Am 18.12.1961 kommt eine "Lateinamerika-Redaktion" mit den Sprachen Spanisch, Portugiesisch und Deutsch hinzu.

Am 2.7.1964 kommen Sendungen in der Sprache Suaheli für Afrika hinzu.

Am 17.8.1965 wird zusätzlich indonesischer Sprache gesendet.

Am 6.5.1967 Start der Sendungen in Hindi für Indien.

Vom 21.8.1968 bis zum 13.2.1969 sendet RBI über den Sender Dresden-Wilsdruff unter dem Namen "Radio Vltara" in tschechischer und slowakischer Sprache. Siehe weiter unten.

Am 1.3.1969 Start des Nachtprogrammes in Deutsch für Europa.

        Quelle: [14]

1972 wurde der Grundlagenvertrag der DDR mit der BRD abgeschlossen.
Dieser hatte auch Auswirkungen auf die Programmgestaltung von RBI.


Anhören:
  
1973 - RBI-Sendung mit Erklärung der KP Chiles

Vom 1.10.1975 bis April 1978 wurde auch in griechisches Sprache gesendet.

Vom 19.12.1981 bis 9.6.1986 sendet RBI in polnischer Sprache.

Am 02.10.1990 24:00 Uhr stellt der Auslandssender der DDR, "Radio Berlin International", seine Sendetätigkeit um Mitternacht ein. Die Frequenzen werden von der "Deutschen Welle" übernommen. In der letzten Sendung sprachen Klaus Fischer, Intendant von "Radio Berlin International", sowie Dieter Weinrich, Intendant der "Deutschen Welle" zu den Hörern.

Programm "Radio Vltava (Moldau)"

Am 21.08.1968 strahlt RBE über den Sender Wilsdruff morgens und abends Programme in Tschechisch und Slowakisch aus. Der Sender begleitet propagandistisch den Einmarsch von Truppen des Warschauer Vertrages in die Tschechoslowakei. Eine geheime Sonderredaktion von Radio Berlin International unter direkter Anleitung des ZK der SED produzierte die Sendungen unter erschwerten Arbeitsbedingungen. Ein großes Problem des Senders waren seine Sprecher, die nur mangelhafte Kenntnisse der tschechischen und slowakischen Sprache besaßen. Als Pausenzeichenmaschine wurden die Anfangstakte aus Bed?ich Smetanas "Die Moldau" ausgewählt. Die technischen Mitarbeiter waren ausnahmslos bei der Studiotechnik Rundfunk beschäftigt und zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Die Sendungen werden am 13.02.1969 wieder beendet und in ein offizielles Auslandsprogramm von "Radio Berlin International" umgewandelt.

Weitere interessante Informationen: www.jans-radioseiten.de/rbi.html


Quellen: [10], [14]
Letzte Änderung dieser Seite: 08.10.2014