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Sender Inselsberg

Rundfunksender

Sendestation / Ort Zeit Band Frequenz Meter Programm Leistung Bemerkungen
Inselsberg
Großer Inselsberg
1939
bis
04.1945
            Inbetriebnahme als Funksende- und Überwachungsstelle für militärische Zwecke
1953
bis ???
MW         5 kW  
05.1953
bis
15.06.1953
UKW       Testprogramm 0,25 kW  
15.06.1953
bis ???
UKW 94,0 MHz     0,25 kW
1 kW

1 kW ab 12.1953
von ???
bis
01.08.1990
UKW 87,9 MHz   Radio DDR 1    
von ???
bis
06.1990
UKW 90,2 MHz   Berliner Rundfunk    
01.01.1964
bis ???
UKW 92,5 MHz   Radio DDR 2   außerhalb der Sendezeiten des Regionalprogrammes des "Senders Weimar"
von ???
bis
1990
UKW 92,5 MHz   Sender Weimar   Regionalprogramm stundenweise
von ???
bis
12.02.1990
UKW 97,2 MHz   Stimme der DDR    
von ???
bis
30.04.1993
UKW 102,2 MHz   Jugendradio DT 64   13:00 - 24:00 Uhr, ab Dezember 1987 4:00 - 24:00 Uhr, ab 01.04.1990 ganztägig

Fernsehsender

Sendestation / Ort Art Zeit Norm Band / Kanal Bild MHz Ton MHz Raster MHz Programm Leistung Bemerkungen
Inselsberg
Großer Inselsberg
Fernsehsender 08.09.1955
bis
ca. 1957
OIRT Kanal 6 - (???)
Kanal 7 + (???)
    6,5 DFF 3 kW
10 kW
50 kW

10 kW ab 1957
ca. 1957
bis min
1990 ff.
CCIR VHF III / 05 175,25 180,75 5,5 DFF /
DDR 1 /
DFF 1
100 kW Umstellung von OIRT auf CCIR
1969
bis
1990 ff.
CCIR UHF IV / 31 551,25 556,75 5,5 DFF /
DDR 2 /
DFF 2
500 kW Die offizielle Abstrahlung beginnt erst 1972

Der Sender Inselsberg hat eine, für hohe Reichweiten exponierte, topographische Lage am Nordrand des Thüringer Waldes. Das Sendegebiet reicht neben dem westlichen und mittleren Thüringen vom nördlichen Baden-Württemberg über das gesamte Nordbayern, bis nach Nordrhein-Westfalen. Auch in Teilen von Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen sind die Programme zu empfangen. Im Norden endet das Sendegebiet in Niedersachsen in der Nähe von Hannover.

Durch seine günstige Lage eignete sich der Berg besonders für den aufkommenden Rundfunk.

1937/38 wurden durch die Deutsche Reichspost technische Versuchen rund um den Großen Inselsberg durchgeführt.

   
Quelle: [158]
Luftaufnahme von 1938
kurz vor dem Bau des runden Turmes. Zu erkennen sind Fahrzeuge eines AEG-Daimler Benz Fernsehzuges
sowie eine kleine Antenne auf dem Gipfelplateau.

1939 wurde ein 43 Meter hoher freistehender zylindrischer Turm in Stahlbetonbauweise nach Plänen des Reichspostzentralamtes Berlin unter Leitung der Deutschen Luftwaffe errichtet. Er wurde bis April 1945 als Funksende- und Überwachungsstelle zur Flugüberwachung und Koordination des Flugverkehrs für militärische Zwecke genutzt. Der Turm prägt seitdem das Bild des Inselsberges. Wegen seiner zylindrischen Form trägt er den Spitznamen "Thermosflasche".

Nach Kriegsende entstand in der 8. Etage eine Außenstelle des Deutschen Wetterdienstes, zunächst als provisorische Mess- und Beobachtungsstelle. Der Turm diente noch einige Jahre als Aussichtsturm.

   
Quelle: [158]
Der Sendeturm Anfang der 50er Jahre

Im Jahre 1952 begannen die Instandsetzungsarbeiten durch das Ministerium für Post und Fernmeldewesen der DDR.

    Im Mai 1953 wurde in der 5. Etage ein erster, 250 Watt starker UKW-Sender mit einem Testprogramm in Betrieb genommen.
Zu seiner Versorgung musste eine neue Wasser- und eine Stromleitung zum Turm verlegt werden. Auch zwei Notstromaggregate erhielt der Sender zur Überbrückung von Sperrzeiten und technischen Ausfällen.

Am 15. Juni 1953 begann der reguläre Sendebetrieb des ersten thüringischen UKW-Senders.

Quelle: [158] M. Lauerwald
Alter 1 kW- UKW- Sender aus den 1950er- Jahren.

Am 08.09.1955 wird die erste Fernsehsendung abgestrahlt. Im gleichen Jahr nehmen neue Richtfunkstrecken den Betrieb auf.

Von 1957 bis 1986 trug der Turm auf seiner Spitze einen, am Erdboden abgespannten, 50 Meter hohen Antennenmast.
Die Gesamthöhe betrug 93 Meter. Damit war es 1957 möglich die Leistung des UKW- und Fernsehsenders auf 100 kW zu erhöhen.
An dem Antennenmast waren verschiedene Sendeantennen für Radio und Fernsehen installiert.

         
  Quelle: [158] Hans J. Lauerwald
Von 1957-1986 prägte dieses Bild den Inselsberg.
Der Antennenträger hatte eine Höhe von 50 m.
Somit kam der Turm auf eine Gesamthöhe von ca. 93 m.
Stabilisiert wurde der Mast mit mehreren Stahlseilen (Pardunen).
     Quelle: [64] 8-74 (Noppens)

1963 nehmen 4 neue UKW-Sender, ein neuer VHF-Sender und ein neuer UHF-Sender (aus französischer Produktion) ihren Betrieb auf.   Eine neue Netzersatzanlage wird in Betrieb genommen.
 

Quelle: [158] M. Lauerwald
Der riesige Dieselmotor der Sendestation.
Somit war auch bei Stromausfall der Betrieb gewährleistet.
 
Quelle: [158] M. Lauerwald
Quelle: [158] M. Lauerwald
Alter TV- Sender (FWB). Dieser war bis in die 1990er- Jahre in Betrieb.
   

1970 Baubeginn eines neuen Sendergebäudes.

Am 15. August 1972 begannen die Montagearbeiten für einen neuen Sendeturm. Dieser war am 28. November 1972 rohbaufertig.

1973 werden die UKW-Sender DDR 1 und DDR 2 auf Stereo umgerüstet.

Am 26. Juli 1974 nahm der neue Sender den Betrieb auf.
Der Sendeturm ist ein freistehender, 127 Meter hoher Stahlrohrturm,
der auf vier Füßen steht. Dieser Turm entspricht in
seiner Bauweise dem Sendeturm auf dem Brocken.
       

Quelle: [158] M. Lauerwald 
Quelle: [10] Sender Inselsberg.jpg (Cybertorte)    

1974 Inbetriebnahme eines neuen UHF-Senders im neuen Sendergebäude. Der VHF-Sender wird für das Farbfernsehen umgerüstet.
     
  Quelle: [158] M. Lauerwald
Band 3- Sender FWK

1985 werden beide Fernsehsender ersetzt. Die Sender stammen aus polnischer Produktion (Zarat).

1986 wird das Programm "Stimme der DDR" auf Stereo umgerüstet.

Seit 1990 betreibt u.a. die Deutsche Telekom (Funkamt Erfurt) die Sendeanlagen.

Quelle: [158] M. Lauerwald
TV-Sender Typ ZARAT. Diese Doppelanlage wurde Mitte der 1990er Jahre demontiert.



Quelle: [10] GTH TABARZ Inselsbergblick1.jpg (Metilsteiner) Quelle: [10] Inselsberg Turm.jpg (Norbert Radtke) Quelle: [158] R. Walther


Quellen: [10], [158]

nach oben Seitenanfang Letzte Änderung dieser Seite: 04.05.2017