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Die Tefi-Story

      

Erfunden wurde das Tefifon von dem deutschen Unternehmer Dr. Karl Daniel. Das Patent der Tefifon Kassette wurde am 2. November 1953 vom deutschen Patentamt unter der Nr. 895224 registriert. Grundlagen bildeten die Gebrüder Steidinger aus St. Georgen/Schwarzwald, die sich jedoch mehr auf die Weiterentwicklung und Produktion von Plattenspielern (Marke Dual) konzentrierten.

     
    Dr. Karl Daniel 1905-1977

Zu Beginn benutzte Daniel dafür einen 35mm Normalfilm mit Perforation, der mit einer schneidfähigen Schicht zur Tonspeicherung versehen ist.
Erste Namen sind Tefiphon (mit ph!, für Aufnahme und Wiedergabe) bzw. Teficord (nur Wiedergabe) Diese Geräte wurden auf der Funkausstellung 1936 vorgestellt.

Ab 1938 wurden Tefifon-Geräte für spezielle, vorwiegend militärische, Zwecke in Serie produziert, wobei zu dieser Zeit die Sprachaufzeichnung im Vordergrund stand.

Einziger Hersteller war die deutsche Firma "Tefi-Apparatebau Dr. K. Daniel KG Porz bei Köln". Die Firma verkaufte die Abspielgeräte und Bänder (fast) ausschließlich über eigene Filialen und Vertreter.

   Büro- und Produktionsgebäude in Porz

Die ersten Tefifon-Abspielgeräte und Schallband-Kassetten für den Heimgebrauch kamen Mitte der 1940er-Jahre auf den Markt.
Es waren überwiegend Zusammenstellungen von Schlager oder Tanzmusik sowie Opern und Operetten zu finden. Die bekannten Künstler waren bei den großen Schallplattenfirmen exklusiv verpflichtet. Diese hatten kein Interesse daran, Tefifon-Schallbänder anzubieten.

Auch ein Grund dafür, dass sich dieses System kaum gegen Schallplatte und Magnettonband durchsetzen konnte.

Das Tefifon wurde in den 1950er Jahren als eigenständiges Gerät, aber auch in Kombination mit verschiedenen Radiotypen von Musiktruhen bis zu Koffergeräten angeboten.

                

Die Tefifon-Produktion im Stammwerk Köln-Porz wurde 1965 eingestellt. Den Vertrieb der letzten Geräte übernahm Neckermann.

Technik:

Tefifon ist ein eigenständiges System zur Schallaufzeichnung und -wiedergabe.
Tefifon-Bänder können nur auf Tefifon-Abspielgeräten wiedergegeben werden.
Es handelt sich um eine Kombination von "Tonband und Schallplatte".

Tefifon ist ein elektromechanisches Schallspeichersystem auf einem endlosen Kunststoffband mit der spiralförmigen Gravur der Schallplattenschrift.
Das Band, auf welchem die Schallrillen eingepresst sind, läuft dabei an einem feststehenden Tonabnehmersystem vorbei und wird von einer Abtastnadel gelesen.

Tefifon-Bänder gibt es als Einzelbänder (Kurzbänder 4 Minuten) und als Kassetten mit einer Spieldauer bis zu 4 Stunden. Ende der fünfziger Jahre wurden auch Stereo-Schallbänder produziert. Bekannte Bandgeschwindigkeiten waren 19 cm/s und 45,6 cm/s.
Die Tonqualität war den seinerzeit gebräuchlichen Schellackplatten deutlich überlegen, erreichte jedoch nicht die Qualität der aufkommenden Vinylschallplatten.

Weiteres zur Firmengeschichte siehe hier.

Beispiele:

T 573 KC 1 / Ru Schallbänder

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Letzte Änderung dieser Seite: 04.05.2017